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Selly Raby Kane (li.) mit einem Model bei der Dakar Fashion Week 2022: Die Designerin lässt Grenzen zwischen Kunst, Mode und Film verschwimmen, © Along Mekong Productions
Mit seinen Entwürfen setzt Adebayo Oke-Lawals Label „Orange Culture“ Statements für Vielfalt und gegen Diskriminierung, © Along Mekong Productions
Lukhanyo Mdingi, Pariser Prêt-à-porter-Kollektion Herbst-Winter 2022/2023, © Along Mekong Productions

In zahlreichen Ländern Afrikas bewegt sich in Sachen Design etwas. Viele kreative Köpfe sind hier am Werk und verbinden alte Traditionen mit aktuellen Perspektiven. Das gilt auch im Bereich der Mode. Mögen Designerinnen und Designer aus Afrika (oder mit afrikanischen Wurzeln) auf den Laufstegen der westlichen Modewelt auch lange Zeit kaum präsent gewesen sein, jetzt feiern sie Erfolge in Paris, London und New York. Ob vor Ort oder in der Diaspora, eine junge Modedesign-Avantgarde setzt mit provokanten und visionären Entwürfen Trends und verändert das klischeehafte Bild von Afrika, das sich in der Welt gebildet hat.

Unter dem Titel „African Styles“ versucht eine Dokumentation auf Arte die verschiedenen Aktivitäten und Ansätze zu beschreiben, mit denen die Designerinnen und Designer – vom Street Style bis zur Haute Couture – alten afrikanischen Stoffen und Textiltechniken neuen Wert verleihen. Zugleich geht es darum, vor Ort wirtschaftlich nachhaltige Strukturen, Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen. Die Dokumentation beleuchtet eine vielfältige Szene, der es, so die Ankündigung, auch um gesellschaftliche Veränderung auf dem Kontinent geht.

In Lagos stellt Adebayo Oke-Lawal mit seinem Label „Orange Culture“ Geschlechterrollen in Frage; die senegalesische Designerin Selly Raby Kane löst die Grenzen zwischen Mode und Kunst auf. In Kapstadt setzt Lukhanyo Mdingi mit seiner Marke auf soziale Verantwortung; in Dakar hat die Modemacherin Sophie Nzinga die erste Schule für Modedesign in Westafrika eröffnet; und in Berlin setzt das junge Label „Emeka“ auf Upcycling. Kenneth Ize, der aus Österreich nach Nigeria zurückgekehrt ist, schafft mit handgewebten Stoffen Entwürfe, mit denen er die Laufstege der Welt erobert; und in Paris hat es Imane Ayissi als bislang erster und einziger Designer aus Subsahara-Afrika auf die Bühne der Haute Couture geschafft.

Gesendet wird die 53 Minuten lange Dokumentation am Sonntag, dem 9. Juli um 17.00 Uhr auf Arte.


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