Die andere Seite der Gestaltung. Anton Stankowski und die nächste Generation
Anton Stankowski und die nächste Generation © Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt

Unter dem Motto „550 Jahre Wissenschaft in Ingolstadt“ feiert die Stadt das Gründungsjubiläum der Hohen Schule über das gesamte Wissenschaftsjahr 2022 mit einem Futurologischen Kongress, dem Musical „Frankensteins Braut“ und zahlreichen weiteren Veranstaltungen. In diesem Rahmen zeigt das Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt (MKK) vom 14. Mai bis zum 25. September unter dem Titel „Die andere Seite der Gestaltung. Anton Stankowski und die nächste Generation“ eine Ausstellung, in der „Ingolstadt als Museums- wie Wissenschaftsstandort in den Fokus“ rücken. Um zu erkunden, wie Kunst, Design und Wissenschaft ineinandergreifen und zusammenwirken, nähern sich Designstudierende der THI den Arbeiten Anton Stankowskis, der sowohl als Vertreter der Konkreten Kunst als auch auf dem Gebiet des Grafikdesign als Gestalter zahlreicher Logos erfolgreich war. Zusammen mit der Stiftung für Konkrete Kunst und Design zeigt das MKK neben Malereien vor allem bislang weitgehend unbeachtet gebliebene Zeichnungen Stankowskis. Diese andere Seite der Gestaltung nehmen die Studierenden der THI auf, indem sie weniger das fertige Produkt ihrer eigenen studentischen Arbeiten präsentieren, sondern den Entwurfsprozess beleuchten. Ein Scheitern eingeschlossen. „Die Narration von Wissenschaft“, heißt es in der Ankündigung, „die meist vor allen Dingen als Fortschrittsgeschichte beschrieben wird, erhält damit einen Erzählstrang, der zu ihr gehört, aber meist unsichtbar bleibt“.

Vor 550 Jahren, am 26. Juni 1472, wurde mit der Hohen Schule die erste Bayerische Landesuniversität gegründet. Sie hatte 328 Jahre lang ihren Sitz in Ingolstadt und machte die Stadt damit zu einem der geistigen Zentren Europas. Im Jahr 1800 wurde die Universität nach Landshut und 1826 von dort nach München verlegt. Die alte Universität Ingolstadt ist damit die Keimzelle der heutigen Ludwig-Maximilians-Universität München, die zu den herausragenden europäischen Universitäten gehört. Nach der Gründung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) im Jahr 1989 und der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) fünf Jahre später, entwickelte sich die Stadt wieder zu einem leistungsstarken Hochschul- und Wissenschaftsstandort. Zusammen mit dem Fraunhofer-Anwendungszentrum „Vernetzte Mobilität und Infrastruktur“, dem Kompetenzzentrum für Künstliche Intelligenz AININ und dem Digitalen Gründerzentrum brigk und seiner Dependance für Luftmobilität brigkAir, bilden KU und THI heute ein leistungsfähiges Wissenschaftscluster.

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