Grafisches Atelier Stankowski + Duschek, Zeichen der Messe Frankfurt, aus: Handbuch 2: Das Orientierungssystem, 1982/83, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek, © Meike Gatermann und Stankowski-Stiftung / Foto: Dietmar Katz

Atelier Stankowski + Duschek. Ausstellung in Berlin

Markenentwicklung, Corporate Identity, Werbe- und Informationsgrafik – fünf Jahrzehnte lang gehörte das bei Stankowski + Duschek zum Kerngeschäft. Nur wenige Grafikdesignbüros haben in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts das visuelle Erscheinungsbild von Unternehmen und Institutionen in Deutschland derart geprägt. Nicht nur der dynamische „Schrägstrich im Quadrat“ wurde als Markenzeichen der Deutschen Bank weltbekannt, in dem Atelier in Stuttgart entstanden auch Logos und komplette Erscheinungsbilder für SEL, den Werkbund, den Rat für Formgebung, Viessmann, die Messe Frankfurt, die Deutsche Börse und viele mehr. „Zeichen“, formulierte Stankowski 1978, „sind visuelle Telegramme, ähnlich wie Flaggen“. Anton Stankowski (1906 bis 1998) und Karl Duschek (1947 bis 2011) verband dabei nicht nur eine ausgefeilte konstruktive Ästhetik der Zeichensysteme, beide bewegten sich auch im Umfeld der konkreten Kunst. Mit der Ausstellung Marken:Zeichen. Das Grafische Atelier Stankowski + Duschek gewährt die Kunstbibliothek Berlin vom 13. März bis zum 28. Juni 2020 einen Einblick in Stankowskis Vorläuferbüros sowie die Entwicklung des gemeinsamen Ateliers und zeichnet in Skizzen, ausgeführten Entwürfen, Drucksachen und vielem mehr den Arbeitsprozess eines Kommunikationsdesigners in der Zeit vor dem Computer nach. Zur Ausstellung erscheint auch eine aktuelle Publikation.

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