Plakat der Ausstellung, Entwurf: Florian Karrer. © 2021 Museum Ulm

Als eine der einflussreichsten Gestaltungshochschulen des 20. Jahrhunderts, war die HfG Ulm in vielem Wegbereiterin für das heutige Verständnis von Design als interdisziplinäre Praxis. Im sogenannten „ulmer modell“ manifestierte sich die Vorstellung von demokratischer Gestaltung. Wie aber wurde an der HfG Ulm Design präsentiert? Wurden Entwürfe oder Produkte einfach auf einen Sockel gehoben? Wie wurden Ausstellungen in der Ulmer Hochschule, aber auch für externe Auftraggeber konzipiert? Mittels bislang unveröffentlichten Materials wie Architekturmodellen, Fachzeitschriften und historischen Fotografien veranschaulicht die Ausstellung „HfG Ulm: Ausstellungsfieber“ vom 1. Mai bis zum 19. September 2021, wie die HfG ihre Positionen und Designkonzepte dargestellt und in die Welt getragen hat.

Der Titel der Schau verdankt sich dem Umstand, dass sich Ausstellungen in den 1950er- und 1960er-Jahren derartiger Beliebtheit erfreuten, dass Fachleute von einem „Ausstellungsfieber“ sprachen. Auch die HfG erarbeitete während ihres 15-jährigen Bestehens mehrere Ausstellungen, um ihren eigenen Standpunkt sichtbar zu machen und die entwickelten Lehrmethoden zu verbreiten. Daneben entwarfen die Hochschulangehörigen Systeme für externe Auftraggeber wie Braun und BASF sowie einen Beitrag für den Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung 1967 in Montreal. (In der Ausstellung befinden sich auch zwei Leihgaben des Rat für Formgebung: Fotografien aus dem Historischen Foto-Archiv und ein Flyer von der Expo in Montreal 1967.)

Die Ausstellung, die online von Vorträgen und Führungen begleitet wird, bildet den Abschluss des von der Volkswagen Stiftung geförderten vierjährigen Forschungsprojekts „Gestaltung ausstellen. Die Sichtbarkeit der HfG Ulm“, das vom HfG-Archiv Ulm, von der Hochschule Pforzheim und der Folkwang Universität der Künste Essen gemeinsam getragen wird. Die Eröffnung findet am 30. April um 19 Uhr online statt. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter v.heinrich@ulm.de erforderlich.

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