Bang & Olufsen präsentiert den ersten Cradle-to-Cradle-zertifizierten Lautsprecher.
© Bang & Olufsen

Immer mehr Unternehmen übernehmen Verantwortung in Sachen nachhaltige Produktion, Ressourcen- und Klimaschutz. Im Bereich der Unterhaltungselektronik war nachhaltiges Design bislang allerdings eher ein Ziel als Realität. Mit einer entsprechenden Zertifizierung setzt Bang & Olufsen in der Branche nun einen neuen Standard. Der tragbare Wi-Fi-Lautsprecher Beosound Level der dänischen Audiomarke wurde offiziell mit dem Cradle-to-Cradle Bronze-Status ausgezeichnet. Die Zertifizierung wird von der unabhängigen, gemeinnützigen Organisation „Cradle to Cradle Products Innovation Institute“ vergeben. Um sie zu erhalten, müssen hohe Standards in den Bereichen nachhaltiges Design, Kreislauffähigkeit von Produkten und umweltfreundliche Herstellungsprozesse eingehalten werden. Der Beosound Level ist damit das erste Cradle-to-Cradle-zertifizierte Unterhaltungselektronikprodukt überhaupt und eines der ersten Produkte, das den neuen, ehrgeizigeren Standard Version 4.0 des Instituts erfüllt, der unter anderem das Umweltrisiko des Produkts und einen höheren Standard der gesamten nachhaltigen Praktiken des Unternehmens berücksichtigt.

Mads Kogsgaard Hansen, Senior Global Product Manager der Marke, nennt die jüngsten Bemühungen von Bang & Olufsen, alte Modelle der berühmten Beogram 4000 Plattenspieler zu restaurieren und wiederzubeleben, als Ausgangspunkt für den Beosound Level mit Blick auf Modularität und Langlebigkeit. Dieser wurde denn auch unter Verwendung modularer Designprinzipien entwickelt. Er ist einfach zu warten, zu pflegen und zu reparieren. B & O verfolgt damit das Ziel, die Lebensdauer des Lautsprechers deutlich über den Industriestandard hinaus zu verlängern. Die Kunden können den Akku selbst austauschen, und die Servicepartner haben bei Bedarf einfachen Zugang zu wichtigen Komponenten, um sie zu ersetzen.

Hat der Beosound Level nach vielen Betriebsjahren dann doch das Ende seiner Nutzungsdauer erreicht, unterstützt er einen ressourceneffizienten Recyclingprozess. Da er sich leicht demontieren lässt und hochwertige Materialien verwendet werden, die zusammen mit den strukturellen Komponenten aus hochwertigen recycelten Polymeren bestehen, trägt der Lautsprecher zur Schließung von Materialkreisläufen bei. „Wir sind weit davon entfernt, perfekt zu sein, aber wir sehen, dass wir als Teil des Problems auch ein Teil der Lösung sind“, so Kogsgaard Hansen. „Im Grunde hoffe ich, dass andere folgen werden, denn wir können diesen Trend nicht allein ändern.“

Entdecken Sie weitere Beiträge zum Thema Kreislaufwirtschaft auf ndion.


Diese Seite auf Social Media teilen:

Print Friendly, PDF & Email