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© Stiftung Buchkunst
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Der Wettbewerb „Die Schönsten Deutschen Bücher“ geht zurück auf das Jahr 1929. Ins Leben gerufen wurde er vor dem Hintergrund der Industrialisierung der Buchproduktion mit dem Ziel, Buchgestaltung und -herstellung zu fördern. Herausragender Gestaltung und beispielhafter Verarbeitung von Büchern kommen im Zeitalter fortschreitender Digitalisierung neue Bedeutung zu. Die prämierten Bücher setzen alljährlich Zeichen und offenbaren aktuelle Strömungen der deutschen Buchproduktion. Im Wettbewerb wählen zwei Expert*innen-Jurys in einem mehrstufigen Verfahren die 25 schönsten Bücher des Jahres aus. Diese sind, wie es heißt, „vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung und zeigen eine große Bandbreite gestalterischer und herstellerischer Möglichkeiten“. Es gibt fünf Kategorien: „Allgemeine Literatur“, „Wissenschaftliche Bücher, Fachbücher, Schul- und Lehrbücher“, „Ratgeber, Sachbücher“, „Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge“ und „Kinderbücher, Jugendbücher“. In jeder Kategorie werden jeweils fünf Preisträger prämiert. Die Auswahl berücksichtige auch „das leisere, gut typografierte Lesebuch“. Die ausgezeichneten Titel sind gleichzeitig für den mit 10.000 Euro dotierten „Preis der Stiftung Buchkunst“ nominiert.

Vor kurzem hat die Stiftung die nächste Saison des Wettbewerbs „Die Schönsten Deutschen Bücher“ mit einem „Call for Entries“ gestartet. Die Online-Formulare zur Einreichung stehen auf der Webseite bereit. Einsendeschluss ist der 31. März 2024. Der Wettbewerb richtet sich an Verlage, Buchgestalter*innen und die produzierenden Betriebe. Eingereicht werden können Neuerscheinungen der Jahre 2023 und 2024 (Erscheinungsdatum: 01.04.2023 – 31.03.2024). Sollte das eingereichte Buch einen regionalen Bezug haben, besteht außerdem die Möglichkeit, sich mit dem Anmeldeformular gleichzeitig zum Wettbewerb „Deutschlands schönstes Regionalbuch“ anzumelden.

Der seit 1989 ebenfalls von der Stiftung Buchkunst vergebene „Förderpreis für junge Buchgestaltung“ möchte „außergewöhnliche, neue Ideen zu gedruckten Büchern oder hybriden Buchformen – somit Entwicklungen im Medium Buchgestaltung – und Buchimpulse für morgen sowie Qualitätskonzepte von heute sichtbar machen“. Dabei steht nicht die technische Perfektion, sondern die Idee im Vordergrund. In diesem Wettbewerb werden von einer mit Gestalter*innen und Hochschulexpert*innen besetzten Jury drei mit je 2.000 Euro dotierte Gewinnertitel ausgewählt, die das Medium Buch weiterdenken.

Die prämierten Bücher beider Wettbewerbe sowie deren Short- und Longlist sind auch diesmal Teil der Ausstellung der Stiftung Buchkunst auf der Frankfurter Buchmesse. Die 25 prämierten Titel werden zudem an zahlreichen Orten in Deutschland sowie auf internationalen Buchmessen zu sehen sein.


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