Prototyp einer Papierflasche von Coca-Cola und Paboco, © 2021 The Coca-Cola Company. All Rights Reserved.

Coca‑Cola hat es sich zum Ziel gesetzt, dass alle seine Verpackungen bis 2030 gesammelt, recycelt oder wieder befüllt werden können. Um einen weiteren Schritt in Richtung seiner globalen Vision einer „Welt ohne Müll“ zu gehen, wird das Unternehmen in Europa nun erstmals den Prototyp einer Papierflasche testen. Entwickelt wurde er im Rahmen einer Partnerschaft zwischen Wissenschaftlern des Coca‑Cola Forschungs- und Entwicklungslabors in Brüssel und The Paper Bottle Company (Paboco). Ziel ist es, zu 100% recycelbare Flaschen aus nachhaltig gewonnenem Holz mit einer Beschichtung aus biobasiertem Material herzustellen, die gegenüber Flüssigkeiten beständig sind, CO2 und Sauerstoff zurückhalten und somit für kohlensäurehaltige und stille Getränke, Kosmetikprodukte und mehr geeignet sind. Der aktuelle Prototyp besteht aus einer Papierhülle mit einer recycelbaren Kunststoffauskleidung und -kappe. Der Test, so Daniela Zahariea, Director of Technical Supply Chain & Innovation bei Coca‑Cola in Europa, „ist für uns ein Meilenstein hin zu unserem Ziel, eine Papierflasche zu entwickeln“. Der Markttest soll im zweiten Quartal 2021 im Rahmen einer Partnerschaft mit Kifli.hu stattfinden, einem der am schnellsten wachsenden Online-Lebensmittelhändler Ungarns. Dazu wird 2.000 Konsumenten in Ungarn das pflanzenbasierte Getränk „AdeZ“ von Coca‑Cola in der Papierflasche angeboten.

In Kalifornien, Florida und ausgewählten US-Staaten des Nordostens führt Coca-Cola zudem eine neue 13,2-Unzen-Flasche (ca. 390 Milliliter) aus zu 100% recyceltem PET (rPET) ein und verändert damit zum ersten Mal seit etwa zehn Jahren sein Flaschen-Design. Die neue Flasche verbraucht weniger Plastik und bietet laut dem Unternehmen eine praktische, trinkbare Portionsgröße. Verbraucher, die oft unterwegs sind, hätten diese neue Flaschengröße wiederholt angefragt. Insgesamt gibt Coca-Cola an, die Verwendung von Kunststoff im Vergleich zu 2018 um 20% zu reduzieren, was eine Reduzierung von 10.000 Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr in den Vereinigen Staaten bedeute. Die Umstellung auf recycelbares Material könnte noch einen anderen Grund haben: In einem Bericht der Initiative „Break Free From Plastic“ wurde der Coca-Cola-Konzern Ende 2020 bereits zum dritten Mal in Folge als einer der weltweit größten Verursacher von Plastikmüll ausgemacht.

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