Josef Müller-Brockmann (1914 bis 1996), Moins de bruit (Weniger Lärm), 1960, Lithografie und Kupfertiefdruck, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Das Plakat. Ausstellung in Hamburg

Auch wenn digitale Medien in Werbung und Marketing eine immer größere Rolle spielen und digitale Geräte in fast jedem Bereich des Lebens und Arbeitens zum Einsatz kommen, wer im öffentlichen Raum für Aufmerksamkeit sorgen will, kommt am Plakat nach wie vor nicht vorbei. Im Plakat treffen Kunst und Geschichte, Design und Werbung aufeinander. Plakate begleiten politische Ereignisse genauso wie die Film- und die Theatergeschichte. Sie dokumentieren die gesellschaftliche Entwicklung und spiegeln nicht zuletzt die Kunst und ihre wechselnden Stile. Auf Wahlplakaten prangen Portraits von Politikern, auf Konzertplakaten solche von Bands und Musikern. Die Industrie wirbt für neue Produkte, die Tourismusbranche für die schönsten Reiseziele. Selbst für Websites wird mittlerweile mit Plakaten geworben. Keine andere Kunstgattung hat unseren Alltag bis heute in einer solchen Breite begleitet. Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg beherbergt eine der umfangreichsten Plakatsammlungen. Vom 28. Februar bis zum 20. September 2020 nimmt es diese nun zum Anlass, mit der Ausstellung Das Plakat. 200 Jahre Kunst und Geschichte einen groß angelegten und repräsentativen Überblick über die Geschichte des Plakates von den Anfängen im frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu präsentieren. Gezeigt werden 400 Exponate vom Aufkommen des Bildplakats um 1830 über das Art Déco und die Pop Art bis zu aktuellen Beispielen.

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