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„Für Alle! Demokratie neu gestalten”
Ausstellungsansicht | Foto: Tamara Lorenz, 2024 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

In der Bundeskunsthalle Bonn beleuchtet eine neue Ausstellung die Herausforderungen und Zukunft der Demokratie. Noch bis 13. Oktober zeigt „Für Alle! Demokratie neu gestalten“, wie Design unsere demokratischen Strukturen prägen und erneuern kann.

Ist die Demokratie in Deutschland und Europa in Gefahr? Braucht sie ein Update? Haben wir uns als Bürger*innen zu lange darauf verlassen, dass unsere Demokratie durch nichts zu erschüttern ist? „Mit Demokratie“, heißt es in der Ankündigung zu der Ausstellung „Für Alle! Demokratie neu gestalten“ in der Bonner Bundeskunsthalle, „verhält es sich so: Es gibt sie nur, wenn wir fortwährend an ihr arbeiten“.

In einer Welt, die sich täglich verändere, müsse sie ständig „fit“ gehalten werden. Es sei daher an der Zeit, „unsere demokratischen Muskeln zu stärken! Design im weitesten Sinne spiele dabei eine wichtige Rolle. Denn es gelte: „Alle Aspekte der Demokratie sind gestaltet, also können wir sie auch anders gestalten“. Das betrifft nicht nur Wahlzettel oder Plakate, sondern das System selbst: Wer vertritt das Volk? Welche Rolle spielen die Parteien? Wer darf wählen und mitentscheiden? Hält die Demokratie wirklich, was sie verspricht? Alles, was die Demokratie westlicher Prägung ausmacht, steht auf dem Prüfstand. 

Die Schau, die noch bis zum 13. Oktober in Bonn zu sehen ist, versteht sich als Aufruf zur aktiven Beteiligung – an der Demokratie selbst ebenso wie an der Ausstellung. So soll ein „Gesellschaftsforum Bundeskunsthalle“ einberufen werden, „um an der Demokratisierung und Öffnung des Hauses mitzuwirken“. Und in einem „Fitness-Studio“ kann jeder „seine demokratischen Muskeln“ trainieren, um am eigenen Leib zu spüren, „was es heißt, empathisch zu sein, einen langen Atem zu haben oder Kompromisse auszuhandeln“. Im Bereich der traditionellen Demokratieformen wird gefragt, wie bisher für Demokratie, Gleichberechtigung und Freiheit gekämpft wurde. Anhand von Kunst und Design, Zeugnissen der politischen Kulturgeschichte, Architektur, Film und Fotografie soll ein „Ausflug an die Wendepunkte der Geschichte, an die Anfänge und Marksteine der Demokratie“ unternommen und zugleich gefragt werden, wie die Demokratie von morgen aussehen könnte. 

Die in Kooperation mit dem Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden entstandene Ausstellung wird von April bis November 2025 im Japanischen Palais in Dresden zu sehen sein. 


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