Ein weiterer Trendbericht für das Jahr 2020: Die zu Accenture Interactive gehörende Agentur Fjord hat soeben ihre Vorausschau auf die Trends in Design und Innovation veröffentlicht. Gleich sieben Themen hat die Agentur ausfindig gemacht, denen besondere Beachtung geschenkt werden müsse. Als Mega-Trend erweise es sich, dass die Grundlagen eines auf Wachstum ausgerichteten Wirtschaftens und einer Vernetzung von Wirtschaft und Politik, Kapitalismus und Ressourcen, Technologie und Gesellschaft überdacht würden und vieles neu ausgerichtet werde. Das dürfe freilich nicht als düsteres Bild missverstanden, sondern müsse als einmalige Chance begriffen werden, auf der Grundlage neu definierter Werte innovative Geschäftsmodelle, Dienstleistungen und Produkte zu entwickeln. Wachstum (Trend 1: Many faces of growth) werde künftig viele Gesichter haben und sich vom Maßstab eines rein monetären Zuwachses wegbewegen. Der Stellenwert von Geld (Trend 2: Money changers) werde sich mehr und mehr in den digitalen Bereich verschieben; neue Produkte und neue Services würden das klassische Zahlungsmittel ablösen. Technologien zur Gesichtserkennung und zur Kontrolle des Verhaltens (Trend 3: Walking barcodes) würden das Leben zunehmend erleichtern, wobei die 5G-Technologie ein Mehr an physischer Erlebbarkeit und digitaler Daten schaffen werde. In den Vordergrund (Trend 4: Liquid people) trete die Entscheidung, was man kaufe und was man tue. Beim Versuch, Kunden und Mitarbeiter an sich zu binden, werde die Work-Life-Balance für Unternehmen zu einer großen Herausforderung. Von KI (Trend 5: Designing intelligence) werde künftig nicht nur eine Effizienzsteigerung erwartet, sondern die Unterstützung menschlicher Fähigkeiten. Marken seien (Trend 6: Digital doubles) herausgefordert, mit unseren digitalen Doppelgängern in Dialog zu treten. Und, last but not least, seien (Trend 7: Life-centered design) wir alle gefordert, mehr für die Gemeinschaft zu tun und die Perspektive vom Ich zum Wir zu verschieben. Positiv ist anzumerken, dass in dem Trendreport eine Vielzahl von Quellen angegeben ist, die Interessierte somit auch selbst konsultieren können.

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