Anwendungen des Systems Beat-19, © Blimp

Design und Technologie. Pininfarina und Blimp entwickeln System zur Gesundheitsvorsorge

Um integrierte Lösungen für die Zeit nach Covid-19 zu entwickeln, geht das italienische Designbüro Pininfarina eine strategische Partnerschaft mit dem Start-up Blimp ein. Das auf künstliche Intelligenz spezialisierte Unternehmen ist Teil von e-Novia, der in Mailand ansässigen Enterprises Factory. Pininfarina und Blimp wollen gemeinsam ein System zur Analyse von Personenströmen anbieten, das physisches und digitales Design miteinander verbindet. Dadurch werde es möglich, Maßnahmen gegen Covid-19 in sämtlichen Innen- und Außenbereichen zu überprüfen und zu überwachen – ob im öffentlichen Nahverkehr, an Bahnhöfen und Flughäfen, in Büros, Fabriken oder Geschäften. Gemeinsam, so Silvio Angori, CEO von Pininfarina, könnten die beiden Firmen eine Lösung anbieten, die den Anforderungen einer „Neuen Normalität“ durch die Gestaltung neuer Räume und deren Ausstattung mit digitalen Messsystemen perfekt gerecht werde. Die Beat-19-Technologie von Blimp soll dabei unter Wahrung der Privatsphäre sicherstellen, dass Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus eingehalten werden. Die Technologie ermögliche es in Echtzeit, große Personengruppen in öffentlichen Räumen zu erkennen und sie durch akustische Signale zu zerstreuen. Sie erlaube es, Personenschlangen vor einem Gebäude oder einer Bushaltestelle zu überwachen, die Verwendung von Gesichtsmasken zu überprüfen, die Körpertemperatur zu messen und die Einhaltung von Abstandsregeln aufzuzeichnen. Das System besteht aus einem Sensor zur Datenerfassung und einer Cloud-Plattform. „Unsere Partnerschaft mit Pininfarina ist eine außergewöhnliche Verbindung zwischen italienischem Design und Technologie. Ein wichtiger Schritt zur Schaffung nachhaltiger und intelligenter städtischer Umgebungen, durchsetzt von Mikrodienstleistungen, die durch KI-Technologien ermöglicht werden und der Verbesserung der Lebensqualität dienen“, so Alex Buzzetti, der Gründer von Blimp. Bisher ist nicht bekannt, wie es um die Akzeptanz bei Bürgern und Datenschützern bestellt ist.

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