© Deutsche Post AG

Die Express Division von Deutsche Post DHL Group hat nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen der Welt bei Eviation zwölf Elektroflugzeuge des Typs „Alice“ bestellt. Mit dem Auftrag plant DHL den Aufbau des ersten emissionsfreien Luftfracht-Netzwerk und damit einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Luftfahrt. Das E-Flugzeug „Alice“ ermöglicht Fluggesellschaften sowohl im Fracht- als auch Passagierverkehr den Betrieb emissionsfreier Flotten. Eviation will die elektrischen Frachtmaschinen, deren Jungfernflug noch in diesem Jahr erfolgen soll, 2024 an DHL Express ausliefern. „Alice“ kann von einem einzigen Person geflogen werden und mehr als 1.200 Kilogramm Fracht transportieren. Die Batterien der Flugzeuge können während des Beladens und Entladens aufgeladen werden, was schnelle Durchlaufzeiten ermöglicht. Die Ladezeit pro Flugstunde beträgt circa 30 Minuten. Die maximale Reichweite liegt bei 815 Kilometern. Das E-Flugzeug eignet sich besonders für kürzere Zubringerstrecken und erfordert geringe Investitionen in die Stationsinfrastruktur.

„Wir glauben fest an die emissionsfreie Zukunft der Logistik“, betont John Pearson, CEO von DHL Express. „Daher achten wir bei allen Investitionen darauf, dass diese unseren CO2-Fußabdruck verbessern. Auf unserem Weg zu einer umweltschonenden Logistik spielt die Elektrifizierung aller Transportarten eine entscheidende Rolle und trägt maßgeblich zu unserem Nachhaltigkeitsziel von null Emissionen bei. Seit Jahrzehnten gilt DHL Express als Pionier der Luftfahrtindustrie und mit Eviation haben wir den perfekten Partner gefunden, der unsere Mission teilt. Gemeinsam wagen wir den Aufbruch in ein neues Jahrzehnt der nachhaltigen Luftfahrt.“

Erst vor wenigen Wochen hatte die Deutsche Post DHL Group ihr Paketdrohnen-Entwicklungsprojekt „Paketkopter“ eingestellt. Wie ein Sprecher des Unternehmens sagte, sei es schon seit Längerem nicht mehr fortgeführt worden. Ebenfalls nicht fortgesetzt werde ein Pilotprojekt zum Medikamentenversand in Tansania zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Drohnenhersteller Wingcopter.

Diese Seite auf Social Media teilen:

Print Friendly, PDF & Email