Die mobile Roboterplattform Husky A200, © LIVE-STYLE Eppan.

Digitalisierung der Baustelle. Roboter sollen Lasten künftig autonom transportieren

Verstärkter Wohnungsbau, aber auch große und komplexe Bauvorhaben verlangen nach zeit- und kosteneffizienten Lösungen. Um diese realisieren und Bauprozesse beschleunigen zu können, entwickelt Fraunhofer Italia Innovation Engineering Center (IEC), eine selbstständige Auslandsgesellschaft von Fraunhofer, Software-Systeme und Schnittstellen rund um das Building Information Modeling (BIM). BIM gewährt allen an einem Bauvorhaben Beteiligten – vom Planer über den Bauherren bis zu Handwerkern – während sämtlicher Etappen des Bauprozesses Zugriff auf ein digitales Gebäudedatenmodell. Um eine Brücke zwischen Robotik und Bauwirtschaft zu schlagen, wird anhand eines auf den Namen Husky A200 getauften mobilen Roboters erforscht, wie künftig mobile Plattformen autonom über Baustellen fahren und Lasten transportieren können. Damit der Husky eigenständig den richtigen Weg findet, wurde die Software-Schnittstelle ROSBIM entwickelt, die BIM mit dem Robot Operating System ROS verbindet. Auf diese Weise können unterschiedlichste Roboter Informationen über sämtliche Veränderungen auf der Baustelle erhalten. Der Hauptnutzen einer mobilen Roboterplattform wie Husky A200 besteht darin, den selbständigen Transport von schweren Lasten wie Baumaterial und Werkzeugen in einer sich ständig ändernden Umgebung zu ermöglichen und somit die physische Arbeit auf der Baustelle zu erleichtern. Der Roboter ist für raue Umgebungen konzipiert und mit einer Steuerungselektronik sowie mit Beschleunigungs-, Laser- und Neigungssensoren ausgestattet, die ihm helfen, im unwegsamen Gelände zu navigieren. Denkbar ist der Einsatz eines derartigen Roboters auch in anderen Anwendungsfeldern – etwa in der Landwirtschaft.

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