Projekt Firefly, © Nils Jünke und Johannes Müller, KH Weißensee

Firefly. Ein Projekt an der Weißensee Kunsthochschule Berlin will das U-Bahn-Fahren optimieren

Abgesehen von Pandemie-Zeiten sind öffentliche Verkehrsmittel wie U-Bahnen stark nachgefragt. In den vergangenen Jahren sind die Passagierzahlen an vielen Orten geradezu explodiert. Da nicht die komplette Fahrzeugflotte erneuert und entsprechend ausgestattet werden kann, um veränderte Kapazitätsanforderungen zu bewältigen, werden auch ältere Züge eingesetzt. Mit dem Projekt Firefly reagieren Nils Jünke und Johannes Müller von der Weißensee Kunsthochschule Berlin darauf, dass sich Verzögerungen im Betriebsablauf aufgrund von verspäteten Zügen und langsamem Einsteigen der Passagiere von Station zu Station immer weiter aufbauen. Um Abhilfe zu schaffen, schlagen sie eine Lösung vor, die darauf basiert, Passagiere gleichmäßiger zu verteilen. Mittels eines Lichtsystems sollen die Informationen für die Reisenden intuitiv erfasst werden können: Die Firefly-Module zeigen an, wo genau der Zug halten wird. Vorab erfassen sie, ob und wie viele Passagiere auf den Zug warten oder nicht. Sobald alle eingestiegen sind, wird die verbleibende Zahl freier Plätze im Zug ermittelt und die Information mittels der optischen Anzeigen am Bahnsteig an die an der nächsten Station Wartenden übermittelt. Die Firefly-Anzeigen, die in die bestehende Gleis-Infrastruktur eingefügt werden, sollen Passagiere dazu animieren, sich gleichmäßiger über Bahnsteige und Züge zu verteilen.

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