Hundert Jahre nach der Gründung des Bauhauses in Weimar widmet sich die Ausstellung Ich bin ganz von Glas im Sächsischen Industriemuseum in Chemnitz den funktionalen und gestalterischen Möglichkeiten des Werkstoffs Glas. Bis heute findet es in vielen Produkten des Alltags Verwendung, ob in Brillen, Fenstern, Glasfaserkabeln und Monitoren oder als Linsen in Mikroskopen, Teleskopen oder Kameras. Wie kein anderes Material hat Glas auch die visionären Anfänge des Bauhauses geprägt. Vom 28. September bis zum 1. Dezember setzt die Ausstellung 60 Arbeiten, die im Rahmen des 7. Internationalen Marianne Brandt Wettbewerbes von einer international besetzten Jury ausgewählt werden, in Bezug zu den in einem historischen Kabinett präsentierten Werken der Chemnitzer Gestalterin und Bauhaus-Künstlerin Marianne Brandt. Brandt wurde 1926 zur stellvertretenden Leiterin der Metallwerkstatt des Bauhauses ernannt, die sie, nach dem Weggang von Laszlo Moholy-Nagy, vom 1. April 1928 bis zur Berufung Alfred Arndts 1929 kommissarisch leitete. Neben Gunta Stölzl, der Leiterin der Webereiwerkstatt, war sie die einzige Frau, die eine verantwortliche Stellung am Bauhaus innehatte.

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