Was wäre, wenn …? Wenn wir als Zeitgenossen aus allen Winkeln der Erde zusammenkämen und unsere Arbeit dazu nützten, eine globale Gemeinschaft aufzubauen, uns von einander zu erzählen, gemeinsam Dinge zu schaffen und uns mit unserem Publikum zu verbinden? Utharaa Zacharias und Palaash Chaudhary des Designstudios soft-geometry bewegte die Frage während des Lockdowns in Kalifornien, also schrieben sie an andere Designer, die sie anregend fanden, zu denen sie bisher aber keinen Kontakt hatten. Die Antworten, so heißt es, waren positiv und herzerwärmend. In der Folge entstand unter dem Titel Imagined, for uncertain times eine gemeinsam initiierte virtuelle Ausstellung von elf Designstudios aus neun Ländern, die den unsicheren Zeiten mit Design und Optimismus entgegenwirken möchte. Die Kreativen versammeln Ideen, Bilder und Gedanken zu aktuellen Fragen und Themen. Yeon JinYoung aus Seoul etwa zeigt einen Stuhl aus Aluminium, einem Material, das abgelehnt und dessen Verwendung kritisiert werde. Supertoys Supertoys aus den Niederlanden präsentieren ein „Cosmic Flower Table“. Das Designstudio soft-geometry hat einen Hocker aus Löchern entwickelt, die zusammenhalten, und Serban Ionescu mit „Poe“ ein Objekt entworfen, dessen Funktion und Bedeutung bewusst geheimnisvoll bleibt. Sämtlich Ideen, die das Gemeinschaftsgefühl stärken oder Chancen ausloten wollen. Laurids Gallée zum Beispiel, ein in Rotterdam lebender Designer aus Österreich, liebt die aktuelle Situation und stellt fest: „Keiner weiß was in einer Woche passieren wird, alles, was zählt ereignet sich heute. Gerade jetzt kann man von Augenblick zu Augenblick leben.“

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