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zeltHAUS
In einer Stunde ist das zeltHAUS aufgebaut, (Visualisierung: zeltHAUS)

Ob es um Flüchtlingshilfe, humanitäre Krisen oder um Opfer von Naturkatastrophen geht, Notunterkünfte werden weltweit ständig gebraucht. Absolventen der Frankfurt University of Applied Science haben deshalb mit dem zeltHAUS eine Behausung für Menschen in Not entwickelt. Auslöser für das Projekt war ein Besuch eines Flüchtlingslagers in Idomeni im Norden Griechenlands. Nach ihrer Rückkehr hatten Fabian Hegner, Marius Mersinger, Michelle Gallinari und Jonas Eiden die Idee, Menschen eine sichere und halbwegs gute Notunterkunft zu bieten, die leicht zu transportieren und schnell aufzubauen ist. Entstanden ist das zeltHAUS des Teams, das Kompetenzen aus Design und Architektur vereint, zunächst im Rahmen eines von Claudia Lüling, Professorin an der Frankfurt University of Applied Science (FUAS), betreuten Projekts. Mittlerweile hat sich daraus ein Start-up entwickelt.

Das zeltHAUS ist eine nachhaltige und temporäre Unterkunft, die bei humanitären Krisen, aber auch bei Veranstaltungen oder diversen Outdoor-Aktivitäten zum Einsatz kommen kann. Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Zelt ist es gedämmt und bietet damit vor jedem Klima und zu jeder Jahreszeit Schutz. Aufgrund seines innovativen und durch ein Gebrauchsschutzmuster geschütztes Faltsystems kann die Unterkunft einfach und ohne jegliche Vorkenntnisse in kürzester Zeit auf- und abgebaut werden. Das Eigenschaften von Zelt und Haus miteinander verbindende Gehäuse besteht aus einem neuartigen Monomaterial aus recycelten PET, das nach seiner Verwendung theoretisch erneut recycelt werden kann. Das Standardmodul ist 18,8 Quadratmeter groß und 3,5 Meter hoch. Es verfügt über ein Vordach und einen Windfang. Dank des modularen Aufbaus lässt es sich beliebig erweitern. Zusammengeklappt kommt jedes Einzelmodul als Paket auf ein Format von 2,2 x 2,4 Meter und wiegt 12,5 Kilogramm pro Quadratmeter. Die Notunterkunft lässt sich in nur 60 Minuten aufbauen, was deutlich unter den Werten der meisten Mitbewerber liegt. Die Macher stehen mit verschiedenen Hilfsorganisationen in Kontakt und wollen ihr zeltHAUS tatsächlich in Krisengebiete bringen.

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