Screenshot casablanca.ai

Während der Corona-Pandemie sind Videokonferenzen vielfach zum Standardtool der Kommunikation geworden. Nicht nur arbeiten immer mehr Menschen (zumindest zeitweise) im Homeoffice, Unternehmen sind auch bemüht, Dienstreisen aus ökologischen und ökonomischen Gründen zu reduzieren. Neben einer instabilen Internetverbindung wird der intensive Austausch übers Netz vor allem dadurch erschwert, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwar sehen können, im Dialog aber keiner dem anderen in die Augen schaut. Das liegt schlicht daran, dass der Nutzer in der Regel mittig auf den Bildschirm blickt und nicht in die am Bildschirmrand platzierte Kamera.

Dieses Problem möchte das KI-Start-up Casablanca lösen, indem es die Kameraperspektive durch entsprechende Software hinter die Augen des jeweiligen Gesprächspartners verschiebt, was unabhängig von der Hardware und der verwendeten Videokonferenzlösung funktionieren soll. Möglich geworden sei die Erfindung durch eine Kombination von Ergebnissen neuer KI-Grundlagenforschung. Carsten Kraus, der Gründer von Casablanca sagt: „Videoconferencing gehört ganz klar die Zukunft der privaten und geschäftlichen Kommunikation.

Sie wird durch ein echtes Face-to-face entscheidend verbessert. Denn ohne Blickkontakt entsteht kein Vertrauen, und ein Teil der Kommunikation wird ohne Mimik nicht verstanden. Es mag im ersten Moment überraschend klingen, dass Casablanca ausgerechnet maschinelles Lernen nutzt, um Kommunikation menschlicher zu machen. Auf den zweiten Blick öffnet sich ein gigantisches Potenzial für die Verbesserung sozialer Beziehungen im Internet.“

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