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© German Creative Economy Summit

Mit 175,4 Milliarden Euro Umsatz ist die Kreativwirtschaft eine bedeutende Wirtschaftsbranche in Deutschland. Laut der Hamburg Kreativ Gesellschaft, einer öffentlichen Fördereinrichtung für die Kreativwirtschaft in Hamburg, sei die Kreativwirtschaft „der ökonomische Motor, der Deutschland global wettbewerbsfähig halten“ werde. Damit das funktionieren kann, sollen alle elf Teilmärkte der Kreativwirtschaft (Musik, Film, Buch, Presse, Architektur, Rundfunk, Darstellende Kunst, Design, Software und Games, Kunst und Werbung) zusammengeführt und ihre Stärken gebündelt werden. Dementsprechend soll der „German Creative Economy Summit“, der am 6. und 7. März auf dem Hamburger Kampnagel-Gelände stattfindet, Verbindungen zwischen verschiedenen Sektoren herstellen, nach Überschneidungen suchen und Synergien anstoßen. Organisiert wird der Kongress von der Hamburg Kreativ Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der „Koalition Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschland“ (k3d) und dem „Netzwerk der öffentlichen Fördereinrichtungen für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland“. „Wir möchten“, so die Veranstalter, „ein Netzwerk schaffen, in dem Kreative aus vielfältigen Bereichen mehr Sichtbarkeit erhalten, neue Kräfte entwickeln, sich gegenseitig unterstützen und nicht nur für ihre eigenen Ideen brennen – sondern damit auch die Visionen anderer befeuern“. Während des Branchentreffs sollen die Themen der Zukunft im Dialog mit der Politik, der Wissenschaft und der Verwaltung verhandelt werden.

In Keynotes, Panel-Diskussionen, Workshops und Masterclasses will sich der Summit bestimmenden Fragen unserer Zeit widmen: Was bedeutet Künstliche Intelligenz für die Kreativwirtschaft? Ist sie Bedrohung oder Beschleunigung? Wie können die Rahmenbedingungen gestaltet werden, um als Kreativwirtschaft davon zu profitieren? Jenseits von KI sollen weitere Themen diskutiert werden, darunter Creative AI, Finanzierung, Innovation, Fachkräfte, Sichtbarkeit und Wahrnehmung der Branche, Regulatorik, Nachhaltigkeit, Soziale Systeme und vieles mehr. Begleitend findet ein Rahmenprogramm aus Netzwerk-Möglichkeiten, Ausstellungen und After-Show-Party statt.

In einem Impuls-Vortrag spricht beispielsweise der Unternehmer und Investor Tim Schumacher über ökologische und nachhaltige Geschäftsmodelle und wie diese im Vergleich zu herkömmlichen Ansätzen funktionieren. Der als „Innovationsrebell“ bezeichnete Karel Golta stellt Beispiele vor, was Unternehmen, Institutionen und Start-ups auf der ganzen Welt heute bereits für den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft tun. Und der Gründer und Stratege Klaas Bollhoefer und der Maler Roman Lipski widmen sich dem „Dialog zwischen menschlicher Kreativität und algorithmischer Unvorhersehbarkeit“. 20-minütige „Live-Interviews“ u.a. mit dem Künstler Jonathan Meese und Henning Besser und Philipp Grütering von der Hip-Hop- und Elektropunk-Formation „Deichkind“, sollen die Vielfalt und Dynamik der Kreativwirtschaft durch authentische Einblicke in die Gedankenwelt einflussreicher Akteure verdeutlichen.


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