Hella Jongerius, Porträt, 2020, courtesy: Maharam, Foto: Nick Ballón

Im Zentrum der künstlerischen Praxis von Hella Jongerius steht die Verknüpfung von Handwerk und Industrie, traditionellem Wissen und Technologie. Nun widmet der Berliner Gropius Bau der Künstlerin und Designerin vom 29. April bis zum 15. August eine Einzelausstellung, die sich während der Laufzeit prozesshaft weiterentwickeln wird. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Weben zu, einer der ältesten Kulturtechniken und gleichzeitig Grundlage für den digitalen Code. Die Schau unter dem Titel „Kosmos weben“ bezieht die Besucher durch interaktive Elemente in Jongerius‘ prozesshafte Arbeitsweise ein und schafft so einen Rahmen, sich kritisch mit Fragen nach Produktion und Nachhaltigkeit, Gegenwart und Zukunft auseinanderzusetzen.

Neben Recherchen zu Innovation und in die Zukunft gerichteten experimentellen Praktiken liegt ein weiterer Schwerpunkt der Schau auf ihrer der Auseinandersetzung mit der Frage, welches Verhältnis wir zu Gegenständen einnehmen – und wie diesen eine heilende Funktion zukommen kann. Die in Zusammenarbeit mit dem Studio Hella Jongerius von Stephanie Rosenthal und Clara Meister kuratierte Ausstellung knüpft dabei lose an die Geschichte des Martin-Gropius-Baus an, dessen Errichtung auf die Initiative des 1867 gegründeten Vereins Deutsches Gewerbemuseum zurückgeht. Neben dem als Kunstgewerbemuseum konzipierten Gebäude existierte zeitweise auch eine Kunstgewerbeschule, in der junge Menschen das Schnitzen oder Schreinern erlernen konnten.

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