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Das Londoner Design Museum feiert den 65. Geburtstag der Barbie – Ikone mit einer Ausstellung. Über 250 seltene und innovative Puppen zeigen die Entwicklung von Barbie seit 1959.

Es gibt sie seit 1959. Für die einen ist sie ein Sehnsuchtsobjekt, andere strafen sie mit Verachtung. Wahlweise verkörpert sie Klischees von Weiblichkeit oder wird zum Vorbild weiblicher Emanzipation stilisiert. Für Furore sorgte die Modell-Puppe im vergangenen Jahr in Greta Gerwigs Hollywood-Komödie mit Musical-Nummern. Nun widmet das Londoner Design Museum in Zusammenarbeit mit Mattel, einem weltweit führenden Spielzeughersteller, vom 6. Juli bis zum 23. Februar 2025 eine großangelegte Ausstellung der Entwicklung des Designs einer der berühmtesten Puppen der Welt: Barbie®. Mehr als 250 Objekte und seltene, einzigartige und innovative Puppen aus der Zeit von 1959 bis heute sollen es möglich machen, in das Barbie-Universum einzutauchen. Zum 65. Geburtstag der wandelbaren Puppe betrachtet die Schau Barbie – The Exhibition die Geschichte von Barbie durch die Brille des Designs. 

Zu den Highlights gehören eine seltene Ausgabe der allerersten Puppe, die 1959 von Mattel herausgebracht wurde (Number 1 Barbie). Das ausgestellte Exemplar ist handbemalt ist und zeigt Barbie in einem schwarz-weißen Badeanzug; die Löcher in den Füßen verweisen darauf, wo sie an einem Ständer befestigt gewesen wäre. Weitere Highlights sind ein Prototyp der allerersten sprechenden Barbie (die 1968 auf den Markt kam), die bahnbrechende „Day to Night Barbie“ von 1985 und die meistverkaufte Barbie aller Zeiten, die „Totally Hair Barbie“ von 1992, die weltweit über 10 Millionen Mal verkauft wurde. Zu sehen sind auch Beispiele der ersten schwarzen, hispanischen und asiatischen Puppen, die den Namen Barbie trugen, sowie Puppen, die die heutige diverse und multikulturelle Gesellschaft widerspiegeln, einschließlich der ersten Barbie mit Down-Syndrom, der ersten, die einen Rollstuhl benutzte, und der ersten, die mit einer kurvigen Körperform entworfen wurde. Es erden Freundinnen von Barbie und ihre Schwester Skipper vorgestellt und Ken-Puppen aus sechs Jahrzehnten gezeigt. Ergänzt wird das Barbie-Universum durch Traumhäuser, Fahrzeuge und Möbel, darunter das allererste Barbie Dreamhouse™ von 1962. 

Desweiteren werden Dutzende von Original-Barbie-Outfits zu sehen sein, die sowohl ihre Ursprünge als Modepuppe als auch ihren Einfluss auf die Geschichte der modernen Kleidung aufzeigen. Dazu gehören Outfits wie „Poodle Parade“ von 1965; eine lebensgroße Nachbildung wurde von Billie Eilish getragen, als sie bei den Grammy Awards 2024 auftrat. Der Einfluss von Designer*innen von Claire McCardell und Christian Dior bis hin zu Nolan Miller und Zac Posen auf Barbies modische Entscheidungen wird ebenso thematisiert wie Barbies Rolle als Ikone der Popkultur. Am Ende werden auch Originalkostüme zu sehen sein, die von den Schauspieler*innen im Film „Barbie 2023“ getragen wurden. Die Ausstellungsarchitektur wurde vom Sam Jacob Studio gestaltet.


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