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Tony Estanguet, der Präsident von Paris 2024, mit dem Designer Mathieu Lehanneur und der von diesem gestalteten Fackel, © Courtesy Paris 2024
Die Fackel der Olympischen and Paralympischen Spiele 2024 in Paris, © Courtesy Paris 2024

Vor wenigen Tagen hat Tony Estanguet, der Präsident von „Paris 2024“, zusammen mit dem Designer Mathieu Lehanneur und dem Produktionspartner „ArcelorMittal“ die Fackel der Olympischen und Paralympischen Spiele im kommenden Jahr in Paris präsentiert. Nach alter Tradition wird die olympische Flamme auch im kommenden Jahr im griechischen Olympia von den Strahlen der Sonne entzündet. Danach wird sie nach Frankreich gebracht, wo die Fackel mit dem olympischen Feuer vom 8. Mai 2024 an von insgesamt 11.000 Personen (10.000 für die Olympischen, 1.000 für die Paralympischen Spiele) durch das Land getragen wird. Nachdem die Fackel Tausende von Kilometern zurückgelegt hat, wird sie bei der Eröffnungsfeier den Olympischen Feuerkessel entzünden. Die Zeremonie wird sich, nach einem abermaligen Fackellauf, bei der Eröffnungsfeier der Paralympics wiederholen.

Mathieu Lehanneur, 1974 in Rochefort-sur-Mer geboren, hat sich bei der Gestaltung der Fackel von drei Symbolen der kommenden Spiele inspirieren lassen: Gleichheit, Wasser und Frieden. „Die Gleichheit“, so Lehanneur, „wird durch perfekte Symmetrie symbolisiert. Das Wasser wird durch die Wellen-, Relief- und Vibrationseffekte symbolisiert. Frieden wird durch die Sanftheit der Kurven symbolisiert.“ Die champagnerfarbene Fackel, so der Designer, solle zudem Leichtigkeit vermitteln: „Wir haben wie Bildhauer gearbeitet, wir wollten keine Dinge hinzufügen. Von der ersten Idee an wollten wir uns auf das Wesentliche konzentrieren, um so wenig Material wie möglich und so viel Leichtigkeit wie möglich zu haben.“ Die Fackel, von der 2000 Exemplare produziert werden, ist 70 Zentimeter lang, hat einen Durchmesser von 3,5 bis 10 Zentimeter, wiegt 1,5, Kilogramm und wird durch Biopropan-Gas gespeist.

Die Fackel zu entwerfen, so Lehanneur, sei der Traum eines jeden Designers, „den man nur einmal im Leben hat, wie eine außergewöhnliche Begegnung mit der Geschichte“. Die Fackel sei „ein mythisches Objekt, das gleichermaßen rituell und magisch ist“. Als Symbol des Zusammenhalts und des Teilens spiele sie bei den Spielen eine Schlüsselrolle: „Sie wird Tausende von Kilometern zurücklegen, von Mensch zu Mensch, zu Land und zu Wasser weitergegeben. Für Paris 2024, und zum ersten Mal in seiner Geschichte, spielt sie mit perfekter Symmetrie und spricht zu uns, um die Gleichheit zu verdeutlichen.“


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