© Deutsches Farbenzentrum

Farbe spielt im Design eine zentrale Rolle. Im Bereich der Medizin treten Farben dabei eher gedämpft auf. Das Spektrum bei Geräten und Produkten reicht in der Regel nach wie vor von klinischem Weiß über Pastellgrün bis zu beruhigendem Blau. Seit einige Geräte freilich nicht mehr allein von professionellem Personal eingesetzt, sondern von Patient/innen zu Hause verwendet und selbst bedient werden können, hat sich im UX-Design auch bei den Farben etwas geändert. Wie Farben wahrgenommen werden und wie sie das eigene Wohlbefinden beeinflussen, geht weit über den engen Bereich der Gestaltung medizinischer Produkte hinaus.

Aktuell findet zum Thema „Farbe und Gesundheit“ vom 25. bis 26. August an der Humboldt-Universität zu Berlin die internationale Konferenz des Deutschen Farbenzentrums e. V. – Zentralinstitut für Farbe in Wissenschaft und Gestaltung mit Sitz an der Bergischen Universität Wuppertal und der HTWK Hildesheim statt, in deren Mittelpunkt die Suche nach Strategien zur nachhaltigen Gestaltung einer gesunden und lebenswerten Umwelt steht. Im ersten Teil der Tagung wird erörtert, wie Farben in der Natur und in der Architektur die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen beeinflussen können. Konkret geht es um Farbe als Entwurfswerkzeug einer bedürfnisorientierten nachhaltigen Architektur und um den Zusammenhang von Licht und Gesundheit. Den Schwerpunkt des zweiten Teils bilden zukunftsweisende Strategien im Umgang mit Farbmaterialien, Produkten und Lichtlösungen. In Vorträgen und Diskussionsrunden wird hier u. a. über biophiles Design, Algen als Zukunftsressource und darüber nachgedacht, wie biobasierte Materialien im Design eine neue Beziehung zur Ästhetik eröffnen. Parallel zu den Vorträgen im Hauptsaal gibt es die Möglichkeit, an einer Vielzahl von Workshops teilzunehmen.


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