Alexandra Daisy Ginsberg, The Synthetic Kingdom, 2009, © Alexandra Daisy Ginsberg, Foto: Carole Suety

Mensch, Natur und Design. Ausstellung in Weil am Rhein

Mensch und Natur unterhalten vielfältige Beziehungen zueinander: Die Natur regt aufgrund ihrer Perfektion zur Nachahmung an, sie schenkt uns die Luft zum Atmen, liefert Nahrung und fungiert, wo sie bedroht ist, als Mahnung und Aufforderung, sie besser zu schützen. Kein Wunder, dass sich das Design schon lange bei ihren Formen oder Mechanismen bedient. Alexandra Daisy Ginsberg, Künstlerin aus Großbritannien, beschäftigt sich seit langem mit dem Verhältnis von Natur, Mensch, Design und Technologie. Aus ihrer eigenen Forschung entwickelt sie Werke, die das Thema provokativ oder ironisch präsentieren. Ginsberg ist von der Prämisse fasziniert, die allem Design zugrunde liegt: dem Bedürfnis nach „Verbesserung“. Was aber bedeutet „besser“? Besser für wen? Und wer entscheidet, was besser ist? Derartige Fragen sind besonders in Zeiten eines radikalen technologischen und wissenschaftlichen Umbruchs entscheidend. Sie bilden die Basis für ihr Interesse an einer „Synthetischen Biologie“, dem Design von lebender Materie, das, wie die jüngsten Presseberichte aus Japan über das Züchten sogenannter Chimären zeigen, aktueller ist denn je. Mit der Ausstellung Alexandra Daisy Ginsberg: Better Nature zeigt das Vitra Design Museum in Weil am Rhein bis zum 24. November 2019 Arbeiten der Künstlerin, die den Fortschritt, das Eingreifen in die Natur und die Frage nach einem besseren Leben zur Diskussion stellen.

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