Beatrice Leanza folgt Chantal Prod’Hom als Direktorin des mudac in Lausanne nach.
Beatrice Leanza © Plateforme 10

Wie die Stiftung Plateforme 10, die drei Waadtländer Kantonsmuseen im neuen Quartier des Arts in Lausanne vereint, bekannt gegeben hat, wird die italienischen Museumsdirektorin Beatrice Leanza neue Direktorin des Musée cantonal de design et d‘arts appliqués contemporains (mudac). Leanza wird ihr Amt am 1. Januar 2023 antreten. Sie folgt Chantal Prod‘Hom nach, die in den Ruhestand geht und das damals neu gegründete mudac seit Juli 2000 sehr erfolgreich geleitet hat. Mit attraktiven Ausstellungen und innovativen Formaten wie „Carte blanche“ ist es Prod’Hom gelungen, das vergleichsweise kleine Haus als Institution auf nationaler und internationaler Ebene zu etablieren.

Beatrice Leanza, 1978 in Mailand geboren, besitzt einen Master-Abschluss in Asienwissenschaften von der Università Ca‘ Foscari di Venezia. Sie begann ihre Karriere im China Art Archives and Warehouse (CAAW), einem alternativen, von dem Künstler Ai Weiwei gegründeten Kunstraum in Beijing. Von 2013 bis 2016 leitete Leanza die Beijing Design Week (BJDW), die größte öffentliche Initiative für Design und Architektur in China, die 2009 von der Stadtverwaltung in Beijing und den Ministerien für Kultur, Bildung, Wissenschaft und Technologie ins Leben gerufen wurde. Neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit als Kuratorin, Dozentin und Autorin war sie 2017 Mitbegründerin von „The Global School“ in Beijing, einer alternativen Bildungsinitiative für multidisziplinäre kreative Forschung und Projekte. 2019 zog sie nach Portugal, um die Leitung des Museums für Kunst, Architektur und Technologie (maat) der Edp-Stiftung in Lissabon zu übernehmen.

„Es ist“, sagte Beatrice Leanza, „eine spannende Herausforderung, das mudac in seiner neuen Entwicklungsphase im Rahmen von Plattform 10 zu begleiten. Es ist auch eine einzigartige Gelegenheit, mit einer zukunftsorientierten Institution zusammenzuarbeiten, die sich für intellektuelle Neugier und kreativen Optimismus einsetzt, und zwar zu einer Zeit, in der wir sie am dringendsten brauchen. Design ist an sich schon ein kultureller Ausdruck von Einfallsreichtum, kritischem Geist und Vorstellungskraft; es ist aber auch, und das ist noch grundlegender, eine Poetik und Wissenschaft der Beziehungen, die wir mit der Realität eingehen und die es uns ermöglichen, die Welt, in der wir leben sollen, zu verstehen und zu bewohnen. Ich freue mich, diese Reise mit dem Team des mudac anzutreten und dabei auf seinen Leistungen als Institution aufzubauen, die mit den laufenden Transformationen Schritt hält und somit ein Ort für professionelle Begegnungen, soziale Debatten und Praktiken bei der Schaffung von Modellen für eine Bereiche überschreitende Forschung, akademische Verbreitung und Bürgerbeteiligung sein kann.“


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