Menschen im Design – Nachruf:
Klaus Jürgen Maack gestorben

Als er 1963 mit 25 Jahren als Geschäftsführer in das Unternehmen ERCO eintrat – als Schwiegersohn von Arnold Reininghaus, der ERCO 1934 gegründet hatte –, war das keine ganz leichte Aufgabe. Doch Klaus Jürgen Maack reüssierte und entwickelte das Unternehmen zum Weltmarktführer, nicht zuletzt mit „Licht statt Leuchten“, der von ihm geprägten Ausrichtung und Haltung des Unternehmens. Bis heute ist es bei dem Leitspruch geblieben. Maack war es auch, der 1974 mit dem Grafikdesigner Otl Aicher Kontakt aufnahm und mit ihm gemeinsam eine unverwechselbare Corporate Identity für das Unternehmen entwickelte. Konsequent förderte er die zeitgemäße Gestaltung von ERCO-Produkten, ob sie in der eigenen Designabteilung oder in Zusammenarbeit mit international renommierten Designern und Architekten entstand. Gleiches gilt auch für die Architektur des Unternehmens, die unter Maack zeitgemäß von internationalen Architekten realisiert wurde. Klaus Jürgen Maack war als Juror, Autor und Redner bei Veranstaltungen zu unternehmerischen oder gestalterischen Themen gern gesehen. Er gehörte in Deutschland zu jenen Unternehmern, die sich verantwortungsvoll und mit einer ganzheitlich geprägten Haltung für die Entwicklung ihres Unternehmens eingesetzt und Gestaltung zur Chefsache gemacht haben. Maack wurde für seine Leistungen vielfach ausgezeichnet, unter anderem 1993 mit dem „Bundespreis Förderer des Design“. 2003 zog er sich aus dem operativen Geschäft zurück. Am 30. Juni 2019 ist Klaus Jürgen Maack im Alter von 81 Jahren in Lüdenscheid gestorben.

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