© Peter Kuczia

Radwege werden innerhalb von Städten als Teil einer sich verändernden Mobilitätsinfrastruktur zu einem immer wichtigeren Element. Das regt naturgemäß die Fantasie von Designer/innen und Architekt/innen an, darüber nachzudenken, welches Potenzial in deren Ausbau und Nutzung steckt. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf und stark von Überlegungen zur Nachhaltigkeit beeinflusst, hat der Architekt Peter Kuczia eine „Solar Veloroute“ vorgestellt. Sein Konzept beschreibt einen modular aufgebauten, multifunktionalen Weg für Radfahrer/innen und Fußgänger/innen, der durch seine halbkreisförmige Überdachung nicht nur Schutz bietet, sondern über eine Photovoltaikanlage auch Strom produziert. Die so gewonnene Energie kann sowohl für Ladestationen und nachts für die Beleuchtung verwendet, als auch ins Netz eingespeist werden. Ein Kilometer des Solar-Radwegs, so Kuczia, könnte rund 2.000 MWh Strom liefern. Damit könnten 750 Haushalte oder mehr als 1.000 Elektroautos, die 11.000 km pro Jahr fahren, mit Strom versorgt werden. Das Projekt wurde für Bezirke in der Schweiz und in Dubai entworfen, kann aber an jeden Ort, jede Klimazone und an jede gängige Fahrradstraße angepasst werden. Damit die Solar Veloroute auch auf informelle Weise zur Bildung beiträgt, hat der Architekt Displays und Plakate mit Informationen über die Vorteile der Nutzung von Sonnenenergie im globalen Maßstab vorgesehen.

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