Er schafft zehn Pizzas gleichzeitig: In Paris gibt der Roboter Pazzi den Pizzabäcker.
© Pazzi Robotics

Der Zeitgeist mag Roboter, auch wenn das Verhältnis des Menschen zu seinen Maschinen noch weiterer Klärung bedarf. Dass offenbar auch die Liebe zu Maschinen durch den Magen geht, belegt ein schlichter Roboter, der seit einigen Monaten in Paris vor dem Pizzaofen im Einsatz ist. Pazzi, so der sich auf Pizza reimende Name des Roboters und der Restaurantkette, rollt den Teig aus, belegt ihn wie gewünscht und je nach Geschmack mit Salami, Funghi, Prosciutto oder à la Quattro Stagione, schiebt das Gericht in den Ofen. Anschließend schneidet und verpackt er es dann, wenn es fertiggebacken ist. Laut seines Erfinders Sebastien Roverso ist der dreiarmige Roboter, der alles andere als anthropomorph anmutet, sogar in der Lage, eine perfekte Pizza zu kreieren, wenn der Teig zum Beispiel zu klebrig ist. Pazzi schaffe bis zu zehn Pizzas gleichzeitig, heißt es. Achtzig in der Stunde, so ihm Zutaten und Teig nicht ausgehen. Der stammt nämlich, wie die Rezepte der Pizzas, vom dreifachen Pizza-Weltmeister Thierry Graffagnino. Ob der Pizzaiolo, der traditionelle Pizzabäcker künftig zu den bedrohten Arten gezählt werden muss, wenn Pizza von Pazzi Schule macht? Roverso hofft jedenfalls, weitere Modelle des 500.000 Euro teuren Pazzi verkaufen zu können.

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