In den 1980er- und 1990er-Jahren waren sie elementarer Bestandteil der designhistorisch inzwischen anerkannten Aufbruchsbewegung „Neues deutsches Design“: die 1985 gegründete Gruppe Pentagon. Man dachte postmodern, wollte das funktionale Designverständnis revolutionieren und eine Brücke zu Kunst und Musik schlagen. Um als Gegenpol zu gängigen Gestaltungslösungen der Zeit erkennbar zu sein, traten Pentagons Entwürfe für Möbel oder innenarchitektonische Lösungen bewusst rau, manchmal fast brachial auf. Man arbeitete bevorzugt mit Stahl und Plexiglas, kombinierte diese mit Stein, Gummi oder Leder, aber auch mit Gebrauchsgegenständen aus dem Alltag. 1987 war die Gruppe zur documenta 8 eingeladen, wo sie das Café Casino eingerichtet hat. Als das Neue deutsche Design von anderen Gestaltungsansätzen abgelöst wurde, suchten sich auch Gerd Arens, Wolfgang Laubersheimer, Detlef Meyer-Voggenreiter, Reinhard Müller und Ralph Sommer neue Betätigungsfelder. Zeitgleich zur imm cologne und den Passagen eröffnet das MAKK, Museum für Angewandte Kunst Köln, unter dem Titel Design Gruppe Pentagon nun eine erste Retrospektive, die vom 13. Januar bis zum 26. April besucht werden kann. Dabei werden Möbel und Objekte, aber auch die Gestaltungshaltung der Gruppe in den Kontext der Zeit eingeordnet und ihr Nachwirken thematisiert.

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