Folge 40 des Designpodcasts der Burg: Hurra Hurra x Konstantin Grcic.
© Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Hurra Hurra – so heißt die Podcast-Reihe der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, die sich „aktuellen Positionsbestimmungen und Fragestellungen im Design“ widmet und besonders Fragen zur Designlehre und -ausbildung erörtert. Dazu gehören Fragen wie diese: Wie wollen wir als Designer/innen arbeiten und leben? Welche Aufgaben wollen und müssen wir in Zukunft übernehmen? Was benötigen wir dafür? Und: Welche Rolle kann das Designstudium bei der Suche nach Antworten auf diese Fragen spielen? In den einzelnen Folgen spricht Christian Zöllner, Professor für Designmethoden und Experiment an der Burg, mit Designer/innen, Wissenschaftler/innen und Künstler/innen über aktuelle Themen, Diskurse und Debatten im Design.

In der aktuellen Folge Nummer 40 spricht Zöllner mit Konstantin Grcic, den man hierzulande im Designkontext nicht mehr vorstellen muss. Unter dem Titel „Hurra Hurra x Konstantin Grcic“ gibt der heute in Berlin arbeitende Industriedesigner Einblick in seine eigene Ausbildung, spricht über wichtige Stationen seiner eigenen Entwicklung – und erklärt, wie sich die Designpraxis für ihn mehr und mehr entmystifiziert hat. Bevor er Design am Royal College of Art in London studiert hat, absolvierte er an der John Makepeace School for Craftsmen in Wood eine Ausbildung zum Möbeltischler, zu der er sagt: „Für mich war die John-Makepeace-Lehre eigentlich die Entdeckung dessen, was Arbeit ist – was ich in der Schule nicht gelernt habe. Und ich finde es erschütternd, dass man in der Schule, im Gymnasium, eigentlich nicht beigebracht, nicht mit auf den Weg bekommt: was ist das eigentlich – Lernen, was Arbeiten? Wie macht man das zu seinem eigenen Ding, dass es Spaß macht – und man darin auch gut ist?“

Grcic, der 1991 sein eigenes Atelier Konstantin Grcic Industrial Design (KGID) in München gegründet und mit Firmen wie Artek, Authentics, Cassina, ClassiCon, Flos, Flötotto, Kettal, Laufen, Magis, Mattiazzi, Muji, Mutina, Plank, Vitra und vielen mehr gearbeitet hat, erklärt auch, weshalb das Studium nicht dazu da sei „einen tollen Entwurf nach dem anderen rauszuhauen“, sondern die Suche danach ist, „was man machen möchte, was man ist“. Er spricht über die Art, wie Jasper Morrison arbeitet, dessen Assistent er nach dem Studium war, über Vico Magistretti, das italienische Design der Nachkriegszeit und Erfahrungen in der eigenen Lehre an der HFBK Hamburg. Am Ende spricht Grcic, der 2016 beim German Design Award des Rat für Formgebung mit der Personality Auszeichnung geehrt wurde, auch über den „Chair One“, der ihn bekannt gemacht hat, und darüber, dass dieser überhaupt nicht als ein Stuhl gedacht war, auf dem man beim Essen stundenlang sitzt.

Sämtliche Podcast-Folgen der Burg sind kostenlos auf der Website der Hochschule verfügbar oder lassen sich via Spotify, Deezer, Apple Podcasts, Google Podcasts und der digitalen Plattform Wissenschaftspodcasts anhören und herunterladen.

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