Im Vereinigten Königreich wurde das Mobile Phone Museum eröffnet
Ben Wood, Gründer des Museums und Analyst des Unternehmens CCS Insight, Foto: Mobile Phone Museum/Vodafone/PA Media/dpa

Verblüfft stellt man fest: Es ist noch gar nicht so lange her, seit Mobiltelefone und Smartphones von Grund auf die Art und Weise verändert haben, wie wir mittels eines kleinen tragbaren Geräts kommunizieren – zu jeder Zeit, an jedem beliebigen Ort und über Kontinente hinweg. Wer sich vor Augen führen will, wie originell und wie überraschend facettenreich die verhältnismäßig kurze Technik- und Designgeschichte bei „Mobiles“ verlaufen ist, der kann sich in der Sammlung des gerade im Vereinigten Königreich in virtueller Form eröffneten Mobile Phone Museum umsehen.

„Keine andere Erfindung der jüngeren Vergangenheit hat unser Leben mehr verändert als das Mobile Phone“, lies Ben Wood, der Mitgründer des Museums denn auch verlauten, das aus seiner persönlichen Sammlung hervorgegangen ist. Ob man an Live-Berichterstattung oder mobilen Zahlungsverkehr denke, die Bedeutung des Handys, wie das Mobile Phone hierzulande genannt wird, sei kaum zu überschätzen. Wood hat das Projekt 2004 ins Leben gerufen und sich 2019 mit seinem Sammlerkollegen Matt Chatterley zusammengetan. Ein Jahr später arbeiteten sie mit einem kleinen Team an der Gründung einer gemeinnützigen Einrichtung zur Bewahrung der Mobilfunktechnologie.

In der Kollektion des Museums, das den Mobilfunkkonzern Vodafone als Hauptsponsor gewinnen konnte, befinden sich mehr als 2000 Modelle von rund 200 Herstellern. Zählt man die Duplikate mit, sind es insgesamt über 3500 Geräte. Design und Technik reichen von Apparaten in der Größe einer Autobatterie bis hin zu den neuesten High-End-Geräten. Wer möchte, kann die Telefone auch nach Rubriken geordnet betrachten: Zur Wahl stehen „First“ und „Best Selling“ ebenso wie eine Auswahl der hässlichsten Modelle, Geräte aus der Kategorie Luxus oder Mode bis hin zu – wir sind in Großbritannien – „James Bond Phones“. Vom Nokia 3310 (Codename Beetle) aus dem Jahr 2000 über das (unter hässlich geführte) Samsung P110V oder das James Bond Mobile Ericsson JB988 bis zum Vodafone VT1 von 1985 ist so ziemlich alles vertreten, was in der Entwicklung eine Rolle gespielt hat. Fast täglich kommen neue Geräte hinzu; jede Spenderin und jeder Spender wird auf der Website erwähnt. Künftig soll es auch Pop-up-Ausstellungen an verschiedenen Orten geben.


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