Segeldrohne "Saildrone"
Saildrone kartografiert den Meeresboden zwischen San Francisco und Hawaii. 2021 © Saildrone, Inc.

Die Oberfläche der Erde ist zu 70% von Ozeanen bedeckt; mehr als 80% davon sind weitgehend unerforscht und kaum kartiert. Dass dies so ist, liegt auch an den hohen Kosten. Entsprechend ausgerüstete Schiffe kosten Hunderte von Millionen Dollar, ihr Betrieb Hunderttausende pro Tag. Die Segeldrohne „Saildrone Surveyor“ erfüllt dieselbe Aufgabe wie ein Vermessungsschiff zu einem Bruchteil der Kosten und des CO2-Fußabdrucks. Während seiner 28 Tage langen Jungfernfahrt von San Francisco nach Honolulu in Hawaii legte der Surveyor 2.250 Seemeilen zurück und kartierte 6.400 Quadratseemeilen des Meeresbodens.

Die Segeldrohne nutzt Wind- und Solarenergie als primäre Energiequelle und ist weltweit das einzige Fahrzeug, das in der Lage ist, über einen langen Zeitraum hinweg ohne Besatzung Ozeankartierungen durchzuführen. Die Daten, die sie sammelt, sollen zur Beantwortung von Fragen des Klimawandels, erneuerbarer Offshore-Energie, dem Management natürlicher Ressourcen und der Sicherheit auf See beitragen. Mit einer Länge von 22 Meter und einem Gewicht von 14 Tonnen trägt der Surveyor eine Reihe hochentwickelter akustischer Instrumente, die normalerweise von großen, bemannten Vermessungsschiffen mitgeführt werden. Seine Sensoren untersuchen die Wassersäule und kartieren den Meeresboden in hoher Auflösung bis zu einer Tiefe von 7.000 Metern. Nach der erfolgreichen Proof-of-Concept-Reise will Saildrone eine Flotte von Surveyors bauen. Das Unternehmen beabsichtigt, in den nächsten 10 Jahren alle Ozeane der Erde zu kartieren.

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