Empfehlungen und Tipps zur Weihnachtszeit

Es ist wieder soweit: Weihnachten naht mit großen Schritten und viele stellen sich erneut die Frage, was kann ich schenken? Oder auch, wie werde ich die turbulenten Feiertage überstehen? Die ndion-Redaktion und Mitarbeiter des Rat für Formgebung geben ganz persönliche Empfehlungen – ob als Geschenkidee, als Tipp zur Entspannung oder als Gesprächsthema für das Familientreffen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und schöne Feiertage!

Lesen, Schmökern, Blättern

Straßenschilder, Kioske, Telefonzellen, Ampeln, Briefkästen – in „Produkten“, die uns im täglichen Leben auf der Straße begegnen, liegt der Schlüssel zu einer Identifikation mit einer Stadt. In seinem Buch „Bedeutsame Belanglosigkeiten. Kleine Dinge im Stadtraum“ zeigt der inernational anerkannte Stadtwissenschaftler Vittorio Magnano Lampugnani die Vielfalt solcher Objekte auf, erläutert ihre Herkunft, oft aus technischen Neuerungen heraus, ihre Entwicklung bis zum Verschwinden und damit den Gestaltungs-(Un-)Willen, der der Gestaltung unserer Städte im sogeannten „Public Design“ innewohnt.

Etwas auf die Ohren

Ein ganz anderer Ansatz, sich mit dem Bauhaus-Jubiläumsjahr 2019 zu beschäftigen war ein Projekt, dass zwei Playlisten mit Musik zusammengestellt hat. In der Playlist „The Bauhaus in its Time“ findet sich Musik, die zur Zeit des Bauhauses Avantgarde oder populär war und die Zeit in den 1920er-Jahren als Moderne mitbestimmt hat. Mit der Playlist 2 „The Spirit of Bauhaus Today“ wurde der Versuch unternommen, diese Bedeutung auf die Gegenwart zu übertragen und ihren Ausdruck in der Musik zu finden.

Helge Aszmoneit,
Manager Information Services

Für höher schlagende Kinderherzen

Immer wieder schön: „Die kleine Serifee. Entdeckungen in der Welt der Buchstaben“ von René Siegfried. Auf der Suche nach ihrem verlorenen Flügel begibt sich die kleine Serifee in die Welt der Typografie und auf eine Reise durch fast märchenhafte Welten, die an die Welt der Typografie angelehnt ist (das merken aber nur die Erwachsenen!) und dort allerlei Abenteuer erlebt und viele neue Entdeckungen macht. Ein leises Buch in der Welt der oft so lauten Buchstaben.                    

Quality-Time auf dem Sofa


Abgesehen davon, dass „Leid und Herrlichkeit“ von Pedro Almodovar ein wunderbarer  und eigentlich ganz untypischer Almodovar-Film ist, kann man sich an der Filmgrafik in den ersten Szenen erfreuen und die Wohnung des Protagonisten nach Designklassikern „absuchen“. Durchgänging besticht der Film aber mit seinem Farbkonzept, das so auffällig unauffällig ist und bis ins Detail durchkomponiert scheint. Ein visueller Genuss.  

Timing mit Stil


„Obst und Gemüse der Saison“ von KoeperHerfurth ist ein immerwährender Kalender, der uns mit einer wunderbaren Grafik, schönem Papier und exzellentem Druck jeden Tag hilft, Obst und Gemüse der Saison zu identifizieren und der nachhaltigen Lebensweise eine Chance gibt.

Zur Beruhigung über die Feiertage

Rauf aufs Fahrrad, kurz durch Frankfurt-Sachsenhausen und dann einen guten Kaffee mit einer Pastel de Nata oder einer finnischen Nussschnecke. Im Under Pressure ist zwar der Kaffee unter Druck, alles andere ist tiefenentspannt, dem man sich dann wie von selbst anschliesst. Ob und wann an den Weihnachtstagen geöffnet sein wird, ist auf der Facebook-Seite zu finden.


Lesen, Schmökern, Blättern

Ich führe eine (lange) Liste darüber, wem ich dieses Buch schon geschenkt habe. Patti Smith schildert in „Just Kids“ ihr Leben mit Robert Mapplethorpe im New York der späten 60er-Jahre und frühen 70er-Jahre. Ein Buch über Kunst, die Künstlerszene, über Liebe und Freundschaft und eine Liebeserklärung an Mapplethorpe, dem Smith bis zu seinem Tod eng verbunden blieb. Illustriert mit zahlreichen Fotografien aus dem Privatbestand.

Etwas auf die Ohren

Sie möchten Poesie zu Weihnachten, aber ohne Kitsch? Dann können Sie getrost zu jedem Bob Dylan-Album greifen. Und wenn Sie es rockig mögen, zum Live-Mitschnitt der Rolling Thunder Revue von 1975. Auf dieser von Fans kultisch verehrten Tournee inszenierte Dylan sich und seine begleitenden Musiker als Wanderzirkus, ließ sein Image vom Folk-Poeten hinter sich und wurde zum Rockstar. Martin Scorsese setzte der Tour mit seinem Pseudo-Dokumentarfilm „Rolling Thunder Revue – A Bob Dylan Story“ ein Denkmal.

Sabine Biskup, Online-Redakteurin

Für höher schlagende Kinderherzen

Meistens liegen die Dinge anders, als sie den Anschein haben. So auch bei Begel, der ein Egel ist. Und Tierarzt. In seiner Praxis tut er also alles andere, als Lebewesen auszusaugen. Illustriert in starken Farben und mit humorvollen Wendungen erzählt Nele Brönner in „Begel, der Egel“ von Vorurteilen und verborgenen Werten. Ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst als eines der schönsten Bücher Deutschlands 2019. Ein Bilderbuch für Kinder ab 3 Jahren.

Quality-Time auf dem Sofa


Wenn es nicht an Weihnachten opulent werden darf, wann dann? Auf Netflix ist jetzt die 3. Staffel der englischen Hochglanz-Adelsserie „The Crown“ zu sehen. Und zementiert ihren Status als Netflix‘ teuerste, erfolgreichste und aufwendigste Produktion. Was bleibt gleich? Storytelling vom Feinsten. Überwältigendes Set-Design. Historische Fakten spannend dramatisiert. Was ändert sich? Die Darsteller – neue Gesichter, gewohnt grandios: Olivia Colman verkörpert nun Queen Elizabeth, Helena Bonham Carter ihre Schwester Margaret.

Timing mit Stil


365 Tote in einem Kalender. Das finden Sie deprimierend? Keineswegs! Im Tischkalender „The Famous Die Young“ werden in Kurzform die faszinierenden Lebensgeschichten von zu jung Verstorbenen erzählt, von Amy Winehouse über Friedrich Schiller zu James Dean und Heath Ledger. 365 spannende Biografien von wahren Genies, mutigen Erfindern, gefeierten Stars, gefallenen Helden, verarmten Denkern. Illustriert von Künstlern aus aller Welt inspirieren diese Lebensgeschichten und geben Anreize für den eigenen Alltag. 

Zur Beruhigung über die Feiertage

Mit dem „Einschlafen-Podcast“ wiegt Toby Baier seit nun 9 Jahren seine Zuhörer in den Schlaf. Für mich immer wieder schön anzuhören, auch wenn man einfach nur entspannen möchte. Mit angenehm ruhiger Stimme spricht Baier frei und assoziativ über verschiedene Themen, gibt persönliche Gedanken preis, kommt von Hölzchen auf Stöckchen, verliert den Faden und nimmt ihn wieder auf. Wunderbar zum Wegdriften und gleichzeitig interessant anzuhören. Abschließend liest Baier kurze Passagen aus verschiedenen Büchern vor.


Lesen, Schmökern, Blättern

Klaus-Martin Bresgott (Hrsg.): Neue Sakrale Räume: 100 Kirchen der Klassischen Moderne: Auch Kirchenarchitektur erlebte in den 20er-Jahren einen Aufbruch in die Moderne. Nie zuvor sind so viele beeindruckende Sakralbauten entstanden, die sich nicht nur der Methoden des industrialisierten Bauens bedienten, sondern die damaligen Baustile von Expressionismus bis zur neuen Sachlichkeit vielschichtig abbildeten.

Etwas auf die Ohren

Das Dank seines Sohnes Adam posthum erschienene Album „Thanks for the Dance“ des großen Melancholikers Leonard Cohen klingt wie ein herzlicher Gruß aus dem Jenseits: Ich bin immer noch da und bei euch. Halleluja! Die neuen Texte haben so viel Tiefe, Weisheit und Humor, dass ich mich einmal mehr frage, warum Dylan und nicht Cohen jahrelang für den Nobelpreis gehandelt wurde.

Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung

Für höher schlagende Kinderherzen

Alle meine Jungs (9, 10 und 13 Jahre alt) hatten in diesem Jahr unglaublichen Spaß an den Hörspielen der KänguruChroniken, geschrieben und eingelesen von Marc-Uwe Kling. Das Setting ist bizarr: Der Autor erzählt von den Abenteuern mit seinem Mitbewohner, einem kommunistischen Känguru, nach der Wende. In diesem Jahr sind Die Känguru-Apokryphen erschienen.

Quality-Time auf dem Sofa


Der Dokumentarfilm „Kulenkampffs Schuhe“ von Regina Schilling wurde in diesem Jahr zurecht mit allen wichtigen Preisen ausgezeichnet. Für alle eine Bereicherung, die das Schweigen ihrer Väter und Großväter über ihre Kriegserlebnisse immer gewundert hat und die sedierende Wirkung der bundesdeutschen Fernsehunterhaltung unterschätzt haben. Großes Kino!

Timing mit Stil


Im Jubiläumsjahr kann es nur eine geben: Als Neil Armstrong im August 1969 den Mond betrat, trug er eine Omega Speedmaster unter dem Handschuh am Handgelenk. Das Design des Chronometers mit dem schwarzen Ziffernblatt ist in seiner sportlichen Eleganz bis heute unübertroffen.

Zur Beruhigung über die Feiertage

Was kann beruhigender sein als eine Tasse Tee? Seitdem sich das Design aus dem Bereich der Wasserkocher  verabschiedet hat, habe ich die Schönheit und Langsamkeit des Teekessels wieder entdeckt. Mein Favorit ist Richard Sappers Flötenkessel 9091 für Alessi. Der sieht nicht nur großartig aus, sondern klingt so melodisch wie das Einstimmen eines Orchesters auf den Kammerton A.


Lesen, Schmökern, Blättern

Sie gehören zu den außergewöhnlichen Paaren des 20. Jahrhunderts: Sigfried Giedion und Carola Giedion-Welcker. Jeder für sich, als Team oder Konkurrenten haben sie über Kunst, Architektur und Kunst geforscht, Diskurse zum Neuen Sehen, der Standardisierung von Produkten oder einer Synthese der Künste angestoßen. Zahlreiche Protagonisten der Moderne zählten zu ihren Freunden. Der Band „Die Welt der Giedions“ entfaltet ein faszinierendes intellektuelles Universum aus Fotografien, Briefen und Dokumenten aus dem erst seit Kurzem vollständig zugänglichen Nachlass. 

Etwas auf die Ohren

Wer aus der Weihnachtsmusikberieselung aussteigen will, sollte mit Jan Garbarek und dem Hilliard Ensemble in die Weite sakraler Räume und atemberaubender Klangexperimente eintauchen. Gerade ist das Album „Remember me, my dear“ erschienen, ein Live-Mitschnitt, aufgenommen 2014 in der Kollegiatskirche St. Peter und Stefan in Bellinzona. Die Stimmen erfüllen den Kirchenraum mit spirituellem Atem, das Saxophon antwortet mit sehnsuchtstrunkenen Seufzern.

Thomas Wagner, freier Autor

Für höher schlagende Kinderherzen

Marc-Uwe Kling, Astrid Henn: Das NEINhorn: Designer wissen sehr gut, was ein Detail verändern kann. Im Herzwald kommt ein schnuckeliges kleines Einhorn zur Welt. Alle füttern es ständig mit gezuckertem Glücksklee und haben es ganz toll lieb. Das Kleine aber sagt einfach immer Nein, weshalb es seine Familie bald nur noch NEINhorn nennt. Eines Tages haut es aus seinem Zuckerwatteglück ab und trifft andere Tiere, die auch nicht ohne sind.

Quality-Time auf dem Sofa


Herumstöbern und sich inspirieren lassen, hier kann man es stundenlang und hemmungslos tun. Man staunt und der Horizont weitet sich. Eben mal was ganz anderes. Von Sam Beckett bis Gordon Matta-Clark, von John Cage bis Laurie Anderson oder von Fluxus über Fischli/Weiss bis zu Slavoj Zizek – im Ubu Web lassen sich seltene Künstlerfilme, Interviews, Texte, Töne und vieles mehr finden. Heißt das Motto der Seite doch: All avant-garde, all the time. 

Timing mit Stil


Tools, sich zu organisieren, gibt es viele. Wer noch Platz auf der Wand hat, kann sich mit dem Design-Kalender von jo’s büro im Poster-Format einen Überblick darüber verschaffen, was eingeplant oder nicht vergessen werden sollte. Mit den mitgelieferten Klebepunkten lassen sich Termine, Urlaube und vieles mehr vermerken. Der auf festem 250g Naturpapier gedruckte Kalender kann wahlweise in einer dunklen oder hellen Variante aufgehängt werden.

Zur Beruhigung über die Feiertage

Über die Feiertage und zwischen den Jahren ist Zeit, mal wieder Briefe zu schreiben. Am besten geht das – nix E-Mail oder WhatsApp – von Hand und mit einem Füllhalter wie dem Lamy aion, gestaltet von Jasper Morrison. Er besteht aus nahtlos tiefgezogenem Aluminium. Schnörkel, Ringe und Applikationen sucht man vergebens. Ein Schreibgerät, das preiswert, prägnant und so stabil wie ein Werkzeug ist und das man selbstverständlich zur Hand nimmt, wenn es gebraucht wird.


Lesen, Schmökern, Blättern

Junger Mann trifft ältere Frau, junger Mann verliebt sich zum ersten Mal, Frau ist verheiratet. Der Stoff ist bekannt. Doch Julian Barnes enthäutet in seinem 2019 in deutscher Übersetzung erschienen Roman „Die einzige Geschichte“ Blatt um Blatt einen Nukleus menschlicher Abgründe. Am Ende stellt sich die Frage nach Schuld und Unschuld – und ob es bei Beziehungen wirklich immer nur „die einzige Geschichte“ geben kann.

Etwas auf die Ohren

Seit seinem Video „Die Zerstörung der CDU“ ist der YouTuber Rezo auch Menschen über 30 ein Begriff. In einer rekordverdächtig langen Folge des Zeit-Podcasts „Alles gesagt?“ plaudert, diskutiert und streitet der 27-jährige mit den Journalisten Christoph Amend und Jochen Wegner, dass es eine wahre Freude ist. Rezo liefert blitzgescheite Antworten auf brennende Fragen, die unsere Gegenwart und Zukunft betreffen, ohne lange in die Vergangenheit abtauchen zu wollen. Ok, Boomer: Hören Sie gut zu!

Ulla Weismüller, Online-Redakteurin

Für höher schlagende Kinderherzen

2019 verstarb der französische Grafiker Tomi Ungerer. Zu seinem Werk gehört auch das mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnete Kinderbuch „Die drei Räuber“, das Kinder seit den 60er-Jahren fasziniert. In liebevollen, einfachen Zeichnungen erzählt Ungerer eine Geschichte davon, wie ein kleines Mädchen das Leben dreier gefährlicher Männer umkrempelt. Ein Buch über Mut und Freundschaft – und ein ganz klein wenig zum Gruseln. Ich empfehle es ab drei Jahren, aber auch Zweijährige sind bereits von Beil und Donnerbüchse begeistert.

Quality-Time auf dem Sofa


Ich bin keine Binge-Watcherin. Doch diese HBO-Serie hat mich gepackt: True Detective – mit den sehr überzeugenden Matthew McConaughey und Woody Harrelson – nimmt uns mit nach Louisiana im Jahr 2002. Getrennt voneinander werden zwei Polizisten zu einem Mord befragt, der sich 17 Jahre zuvor ereignete. In Zeitsprüngen wird eine Geschichte erzählt, die so spannend, ist, dass man nicht auszuschalten vermag. 2019 veröffentlichte HBO nun die dritte Staffel. Ob sie an die erste heranreicht, ist Geschmackssache.

Timing mit Stil


Wir rennen durch den Alltag und vergessen dabei oft, uns an den kleinen Dingen zu erfreuen. Zum Beispiel eine „grüne Welle“ auf der Fahrt durch den Stadtverkehr. Wie es sich anfühlt, den Finger in warmes Wachs zu tauchen. Den Duft von Zuckerwatte.  Über alberne Witze lachen. In heißen Milchschaum auf dem Kaffee pusten. 365 liebenswerte Beobachtungen aus dem Alltag bietet der „Was wir lieben“-Abreißkalender vom Verlag Hermann Schmidt – nicht nur für grummelige Pessimisten.

Zur Beruhigung über die Feiertage

Mein Sohn liebt Lego. Der Expertenmeinung des Dreijährigen zufolge, bin ich aber unfähig, adäquat mit ihm zu bauen. Frieden ist eingekehrt, seitdem ich – Friends-Anhängerin seit der ersten Sendeminute – mein eigenes Lego-Set besitze: Das Central Perk zum Selberbauen! 2019 hat Lego diese Special Edition herausgebracht, mit viel Liebe zum Detail und durchaus hohem Bauanspruch. Das Gute für mich: Es ist erst ab 16 Jahren empfohlen und damit ist es ganz allein MEINS!


Lesen, Schmökern, Blättern

Die Originalgeschichte des „Dschungelbuch“ von Nobelpreisträger Rudyard Kipling ist recht weit weg von der kurzen Disney-Fassung. Die 2016 neu erschienene Übersetzung von Andreas Nohl erzählt die anspruchsvolle, vielschichtige und tiefgehende Geschichte über das Leben und die Gesetze im Dschungel in einer präzisen, intensiven Sprache und sortiert die Reihenfolge der Einzelgeschichten in beiden Bänden nach einer von Kipling selbst autorisierten »Outward Bound Edition« neu. Lesenswerte Erzählkunst!

Etwas auf die Ohren

Das hawaiianische Weihnachtslied Mele Kalikimaka wurde 1949 von Robert Alex Anderson geschrieben und ist schon von einigen Künstlern interpretiert worden. Für mich der schönste Ohrwurm zur Weihnachtszeit und einer der besten gute-Laune-Macher – übrigens auch außerhalb der Feiertage! Die lässigste Version ist von der großartigen Bette Midler, bei der man auch unbedingt auf die Background-Sänger achten sollte. Lächeln und Mitsingen garantiert! 

Janine Wunder, Bereichsleiterin Kommunikation und Marketing

Für höher schlagende Kinderherzen

Mein all-time favorite als Kind war das Dschungelbuch-Hörspiel – damals als Doppel-LP im Original von Europa. Auch der Disney-Zeichentrickfilm ist bis heute ein Renner, und ich glaube, es gibt kein Kind, das bei der Geschichte um Mogli und Shir Khan, Balu der Bär, Baghira, King Louie und der hypnotisierenden Kaa nicht mitfiebert. Die Erzählung ist immer wieder hinreißend, humorvoll und voller Lebensweisheiten – so auch die Lieder. Ich kann bis heute noch fast alles mitsingen, allem voran bei „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ – passt ja auch toll zu den Feiertagen.

Quality-Time auf dem Sofa


Lilyhammer ist ein herrliches schräges Spin-Off aus der Kultserie „Die Sopranos“. Frank Tagliano (großartig in der Rolle: Steven van Zandt) steigt aus der New Yorker Mafia-Szene aus und kommt über das Zeugenschutzprogramm nach Lillehammer. Die Zeit nannte ihn den „Paten im Norweger-Pulli“, der mit und neben vielen anderen skurrilen Charakteren in allen drei Staffeln seine ganz eigenen Erfahrungen mit klirrender Kälte, der fremden norwegischen Kultur, dem Aufbau dubioser Geschäfte, seiner eigenen Bar Flamingo, aber auch mit der Liebe macht. Binge-Alarm!

Timing mit Stil


Kein klassischer Zeitmesser, aber eine tolle Variante, eine kurze  Brühzeit für Tee zu timen, ist der Einsatz des legendären Hoptimisten, gestaltet Ende der 60er-Jahre von Gustav Ehrenreich. Unser klassischer „large bumble“ steht in der Küche und ist knall-orange. Wenn ich ihn mittelstark anbumble, lacht er mich für ungefähr zwei Minuten an – so lange, wie mein Grüntee zieht. Es gibt eine Riesenauswahl an Farben und Größen und auch eine Hoptimisten-Weihnachts-Kollektion. Optimismus und gute Laune pur! Und dazu leckerer Tee. 

Zur Beruhigung über die Feiertage

Beim Thema Beruhigung denke ich schnell an ein Puzzle. Eine Kollegin empfiehlt mir „Krypt“ – ein monochromes Puzzle, bei dem 654 Teile schneckenförmig von innen nach außen gelegt werden müssen, ohne auch nur einen einzigen weiteren Anhaltspunkt zu haben. Ich habe es leihweise für die Feiertage bekommen und freue mich schon darauf, meditativ zueinander passende Teilchen zu suchen! Übrigens auch in weihnachtlichem Gold verfügbar.    

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