Mastercard führt mit der Touch Card barrierefreie Karten für blinde und sehbehinderte Menschen ein.
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Wer schlecht oder gar nichts sieht, tut sich mitunter mit der Handhabung einer Kredit-, Debit- oder Prepaid-Karte schwer. Dazu trägt bei, dass immer mehr Karten flache Designs ohne geprägte Namen und Nummern aufweisen. Da 2,2 Milliarden Menschen auf der Welt eine Sehbehinderung haben, erweitert Mastercard sein Engagement für die Inklusion und führt mit der Touch Card einen neuen barrierefreien Kartenstandard für blinde und sehbehinderte Menschen ein. Die Innovation von Touch Card ist ebenso simpel wie effektiv: Ein System von „Kerben“ an der Seite der Karten soll den Verbraucher/innen helfen, die passende Karte allein durch Berührung zu finden. Die neuen Touch Card-Kreditkarten verfügen über eine runde Kerbe, die Debitkarten über eine trapezoide, und die Prepaid-Karten über eine dreieckige Kerbe. Der Standard wurde so konzipiert, dass er mit POS-Terminals und Geldautomaten kompatibel ist, so dass die Karten universell eingesetzt werden können. Das Konzept wurde vom Royal National Institute of Blind People in Großbritannien (RNIB) und von VISIONS/Services for the Blind and Visually Impaired in den USA geprüft und empfohlen. Die Touch Card wurde von IDEMIA mitentwickelt, einem Unternehmen für Identifikationstechnologie, das mobile Führerscheine und biometrische Zahlungskarten herstellt.

„Für sehbehinderte Menschen“, so Raja Rajamannar, Chief Marketing and Communications Officer und President Healthcare Business bei Mastercard, „ist es ein echtes Problem, ihre Zahlungskarte zu erkennen. Diese fühlbare Lösung ermöglicht es den Verbraucher/innen, die Karte richtig auszurichten und zu wissen, welche Zahlungskarte sie benutzen.“ David Clarke, Director of Services bei RNIB, ergänzt: „Da das Bankgewerbe auf neue Trends und Entwicklungen reagiert, ist es wichtig, dass jede Innovation für alle, auch für Menschen mit einer Sehbehinderung, Fortschritte bringt. Wir freuen uns sehr, dass Mastercard versteht, wie wichtig es ist, dass blinde und sehbehinderte Menschen einen gleichberechtigten und unabhängigen Zugang zu ihren eigenen Finanzen haben.“ Rajamannar fügt hinzu „Innovation sollte immer auch vom Ziel der Inklusion angetrieben werden. Jeder siebte Mensch ist in irgendeiner Form beeinträchtigt, und die Entwicklung dieser Produkte unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit gibt ihnen die gleiche Chance, von der Leichtigkeit und Sicherheit der digitalen Welt zu profitieren. Niemand sollte zurückgelassen werden.“

Zugleich wurde bekannt, dass Mastercard seine Marke Maestro zum 1. Juli 2023 abschafft. Dann wird nicht nur das bekannte Logo – ein blauer und ein roter Kreis, die sich überlappen – von den hierzulande gängigen Girocards verschwinden, sondern auch die Möglichkeit, überall dort auf der Welt, wo das Maestro-Logo prangt, zu bezahlen oder Geld abzuheben.


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