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LG Display, einer der führenden Hersteller von Display-Technologien, hat die weltweit ersten transparenten OLED-Displays für die Fenster von U-Bahn-Zügen in den chinesischen Städten Beijing und Shenzhen für einen Testbetrieb bereitgestellt. Transparente OLED-Screens sind nicht nur bei selbstfahrenden Autos, in Flugzeugen und U-Bahnen von Interesse, sondern auch in Branchen wie Smart Home und Smart Building. Da OLEDs selbstleuchtend sind und keine Hintergrundbeleuchtung benötigen, sind sie in der Lage, eine maximale Transparenzrate zu erzeugen.

Die in den U-Bahnen von Beijing und Shenzhen installierten 55-Zoll-Transparenz-OLED-Displays bieten Echtzeitinformationen über U-Bahn-Fahrpläne, Standorte, Umsteigemöglichkeiten sowie Flüge und weitere Informationen. LG Display plant, in Zusammenarbeit mit Eisenbahngesellschaften und Herstellern von U-Bahn-Glas das Angebot an transparenten OLEDs in den wichtigsten U-Bahn-Stationen auszuweiten. Laut der Beratungsfirma Prescient & Strategic Intelligence wird der Markt für transparente Displays voraussichtlich jährlich um durchschnittlich 46 Prozent wachsen und bis 2024 den Wert von 4,93 Milliarden Dollar erreichen.

Dass Screens schon bald überall von erkennbaren Gehäusen entkoppelt auftreten werden, zeigt auch die chinesische Marke Xiaomi. Mit dem Mi TV LUX Transparent Edition präsentiert sie zur Feier ihres 10-jährigen Bestehens einen ultradünnen OLED-Bildschirmfernseher mit 55 Zoll Diagonale und einer Gehäusetiefe von nur 5,6 Millimetern, der im ausgeschalteten Zustand völlig transparent ist und bei dem die gesamte Technik im runden Sockel und nicht auf der Rückseite untergebracht ist. Das Gerät soll umgerechnet 6.100 Euro kosten und ist derzeit nur in China erhältlich. Fragt sich, ob wir wirklich die Wand hinter dem Fernseher sehen wollen?

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