Welttag des geistigen Eigentums und Plagiarius-Wettbewerb setzen sich beide für den Schutz kreativer Ideen ein.
Bild: Wipo

Ob in Kunst, Architektur, Design, Technik oder Wissenschaft – kreative Köpfe treiben mit ihren Ideen oft gewichtige Entwicklungen voran. Umso wichtiger ist es, dass Ideen, Konzepte und Ressourcen als geistiges Eigentum geschützt werden. Unter geistiges Eigentum bzw. „intellectual property“ (IP) fallen Eigentumsrechte an Schöpfungen des menschlichen Intellekts, beispielsweise Erfindungen, Know-how und Software. Geistiges Eigentum kann etwa durch gewerbliche Schutzrechte, Patente und Gebrauchsmuster geschützt werden.

Auch in diesem Jahr begeht die World Intellectual Property Organisation (WIPO) am 26. April den Welttag des geistigen Eigentums. Diesmal steht er unter dem Motto „Geistiges Eigentum und Jugend – Innovationen für eine bessere Zukunft“. Junge Menschen nutzen überall auf der Welt ihre Neugier und ihren Einfallsreichtum, um sich für eine bessere Zukunft einzusetzen. Wie diese innovativen und kreativen Köpfe positive Veränderungen bewirken können und welche Innovationen gerade junge Menschen hervorbringen, soll anlässlich des Welttags untersucht werden. Zudem soll aufgezeigt werden, wie junge Erfinder/innen und Unternehmer/innen ihre Rechte in Sachen geistiges Eigentum wahrnehmen können, „um ihre Ziele zu erreichen, Einkommen zu erzielen, Arbeitsplätze zu schaffen, lokale und globale Herausforderungen zu bewältigen und die Entwicklung von Gemeinden und Ländern zu unterstützen“. Noch bis zum 22. April können 20 Videos, die in die engere Wahl gekommen sind, angeschaut und über die Gewinnerin oder den Gewinner des Jugendvideowettbewerbs zum Welttag des geistigen Eigentums abgestimmt werden.

In eine ähnliche Richtung zielt der seit 1977 jährlich an Hersteller und Händler besonders dreister Plagiate und Fälschungen vergebene Negativpreis „Plagiarius“. Ziel der Auszeichnung ist es, „die unseriösen Geschäftsmethoden von Nachahmern ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, um Industrie, Politik und Verbraucher für die Problematik (Schäden, Risiken) zu sensibilisieren“. Pünktlich zum Welttag des geistigen Eigentums werden am 25. April die Preisträger/innen des Plagiarius-Wettbewerbs 2022 bekannt gegeben. Acht dreiste Plagiatsfälle unterschiedlichster Branchen (B2C / B2B) hat die Jury in den Bereichen Haushalt, Reise, Automobil, Werkzeuge, Bekleidung, Tierzubehör, Prozesstechnik und Präzisionskomponenten ausgewählt. Um auf das global und digital präsente Problem der Produkt- und Markenpiraterie aufmerksam zu machen, werden wie immer Originalprodukt und Plagiat im direkten Vergleich gezeigt. Die Laudatio anlässlich der Plagiarius-Verleihung hält Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg. Ferner gibt Kathrin Körber, Referentin Telekommunikation und Internet der Verbraucherzentrale Niedersachsen e.V., ein Statement zu „Fake Shops“ ab.


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