Zugang gesichert. Designer und Wissenschaftler übergeben Dokumente, das Smithsonian Institute öffnet Bilddatenbank

Was in der Vergangenheit entweder selbstverständlich geregelt wurde oder einfach in Vergessenheit geriet, ist heute zu einem Phänomen geworden, das öffentlich kommuniziert wird: der Verbleib der Archive einflussreicher Designer, Künstler und Wissenschaftler und der Zugang zu ihnen. Gerade wurde bekannt, dass Enzo Maris aus etwa 1.500 Objekten und zahlreichen technischen Dokumentationen, Dokumenten, Fotografien und Büchern bestehendes Archiv der Stadt Mailand übergeben wird, die das Material erfassen, erschließen und zugänglich machen will. Der 1932 geborene italienische Designer gehört zu den einflussreichsten Gestaltern des 20. Jahrhunderts. Das Archiv des österreichischen Mode-Designers Helmut Lang befindet sich bereits seit vielen Jahren im Wiener Museum für Angewandte Kunst (MAK), das die Archivalien für Forschungsarbeiten zur Verfügung stellt. Der Designer, der sich seit 2005 nur auf sein künstlerisches Schaffen konzentriert, zeigt aktuell im MAK seine Ausstellung Helmut Lang Archiv im MAK. Eine Intervention von Helmut Lang. Er ist zwar kein Designer, aber für die Designprofession ein wichtiger Vor- und Querdenker: Bazon Brock. Der 1936 geborene Denker, Künstler, Kunstvermittler und Kunstkritiker schenkt seinen Vorlass dem documenta archiv in Kassel. Durch eine Spende des Verlegers Dr. Hubert Burda ist die Erschließung und damit der Erhalt der vielfältigen Arbeiten Bazon Brocks gesichert.

Ein weiterer Meilenstein in der aktuellen Phase der Digitalisierung und Zurverfügungstellung historischer Materialien ist die Nachricht, dass das Smithsonian Institute in den USA mit dem Smithsonian Open Access aktuell ein Konvolut von 2,8 Millionen Abbildungen für die freie Recherche und den freien Download zur Verfügung stellt, unter denen sich auch zahlreiche Abbildungen aus designrelevanten Bereichen befinden.

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