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19. Juli 2019
 Auch in Tokio gibt es Birkenstock-Fans, © SMACFilm, Arte

Birkenstock. Ein Film über die Kultmarke

Gesundheitslatschen – das war über Jahrzehnte in Deutschland die Bezeichnung für Birkenstock-Schuhe. Wer sie trug, wurde eindeutig den Pflegeberufen und der Friedens- und Öko-Bewegung zugeordnet. Das Unternehmen, das den Schuh herstellt, existiert bereits seit 1774. Ihren Durchbruch erfuhr die Birkenstock-Sandale mit dem charakteristischen Fußbett in den 1960er-Jahren in den USA mit der Hippiebewegung, weshalb sie dort, nicht nur, was die Füße angeht, seitdem für unbegrenzte Freiheit steht. Die USA wurden denn auch zum größten Absatzmarkt für Birkenstock, wobei es noch einige Jahrzehnte und den Einfluss bekannter Persönlichkeiten aus dem Musik- und Show-Business brauchte, bis „der Birkenstock“ als modisches Accessoire zur internationalen Kultmarke avancierte. Zum Erfolg haben auch einflussreiche Designer – beispielsweise Rick Owens – mit eigenen Kollektionen beigetragen. Um dem Geheimnis der Sandale als Symbol für demonstrative Entspanntheit nachzugehen, zeigt Arte am 26. Juli die unter der Regie von Andreas Coerper und Susanne Müller entstandene Dokumentation Birkenstock – die Freiheit trägt Sandale, die bereits jetzt – und noch bis zum 24. August – in der Arte-Mediathek verfügbar ist.


19. Juli 2019
Der Käfer im Museum of Modern Art in New York beim Event Bye Bye Beetle, © Volkswagen AG
Der Käfer im Museum of Modern Art in New York beim Event Bye Bye Beetle, © Volkswagen AG 

Bye Bye Beetle. Finale Edition zum Produktionsende

Begonnen hat alles vor mehr als 80 Jahren: Am 22. Juni 1934 erhielt Ferdinand Porsche vom Reichsverband der Deutschen Automobilindustrie den Entwicklungsauftrag für den Prototyp eines sparsamen und preisgünstigen Volkswagens, wie ihn Adolf Hitler im Jahr zuvor gefordert hatte. Ende 1938 wurden dann einige Vorserienwagen gefertigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Produktion des Wagens wieder aufgenommen – und aus dem „KdF-Wagen“ wurde der „VW-Käfer“, das Symbol des deutschen Wirtschaftswunders und der Mobilität der Nachkriegszeit. Mit über 21 Millionen Exemplaren war der Käfer im 20. Jahrhundert das meistverkaufte Auto der Welt. 1998 folgte der „New Beetle“ im Retro-Design, dessen Nachfolgermodell, im Design stärker am alten Käfer orientiert, von 2011 an wieder unter dem Namen „Beetle“ auftrat. Jetzt endet die Produktion auch für diese letzte Version. Unter dem Motto Bye Bye Beetle und mit zwei limitierten Sondereditionen für die USA feierte das Unternehmen Volkswagen das Ende des Käferzeitalters und ließ bei einem Event im Museum of Modern Art in New York die Designikone VW Käfer noch einmal hochleben.


19. Juli 2019
Foto: die arge lola, © ifa
Fotos: die arge lola, © ifa

Wohn- und Lebenswelten im Wandel. Ausstellung in Stuttgart

In einer Gesellschaft, die mehr und mehr altert, in der sich durch die Digitalisierung aller Lebensbereiche und den Mangel an bezahlbarem Wohnraum der städtische Raum wandelt und sich ethnisch neu formiert, und in einer Umwelt, von der wir nicht wissen, welche Möglichkeiten sie uns in Zukunft lässt, stellen sich viele Fragen zum urbanen Wohnen und Leben: Wie sitzen wir? Wie schlafen wir? Wie essen wir? Wird das Designersofa überbewertet? Finden wir neue Ansätze für unsere Lebenswelten? Sind wir bereit, Konventionen und Moralvorstellungen zu überdenken? Mit der Ausstellung entsesselt! Wohn- und Lebenswelten in Zeiten gesellschaftlichen Wandels sowie zahlreichen Begleitveranstaltungen will das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) in Stuttgart 100 solchen Fragen nachgehen und, mehr im Bereich der Kultur als der Gestaltung, nach Antworten suchen. Zu sehen ist die Ausstellung in der ifa-Galerie in Stuttgart bis zum 08. September 2019.


19. Juli 2019
Blick in die Rotunde des New Yorker Guggenheim Museums, © Solomon R. Guggenheim Museum, Foto: David Heald
Blick in die Rotunde des New Yorker Guggenheim Museums, © Solomon R. Guggenheim Museum, Foto: David Heald 

Frank Lloyd Wright Gebäude sind UNESCO Weltkulturerbe

Die internationale UNESCO Welterbe-Kommission hat Anfang Juli bekannt gegeben, dass acht der von dem Architekten Frank Lloyd Wright in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entworfenen und realisierten Gebäude in den USA in die Liste des UNESCO World Heritage aufgenommen wurden. Die Kommission begründet ihre Entscheidung mit dem seinerzeit einzigartigen Einsatz der Materialien Stahl und Beton, den offenen, eine Verbindung zwischen Innen und Außen herstellenden Grundrissen, sowie Wrights organischer Bauweise, die weltweit einen enormen Einfluss auf die Entwicklung der Architektur hatte. Zu den in die Liste aufgenommenen Bauwerken zählen unter anderem das zwischen 1935 und 1939 für den Warenhausbesitzer Edgar J. Kaufmann aus Pittsburgh in den Allegheny Mountains erbaute Wohnhaus „Fallingwater“ und das 1959 eröffnete Gebäude des Solomon R. Guggenheim Museums in New York City.


19. Juli 2019
Sharon Gauci, © Good Design Australia
Sharon Gauci, © Good Design Australia

Menschen im Design – Auszeichnung: Sharon Gauci erhält Women in Design Award

Im Zuge der anhaltenden Diskussionen um die Stellung von Frauen in gestalterischen Berufen, hat der Australian Good Design Award 2019 erstmals den „Women in Design Award“ ausgelobt, für den mehr als 60 Nominierungen eingegangen sind. Ausgezeichnet wurde die Australierin Sharon Gauci. Die Designerin wurde 2018 zum Executive Director of Industrial Design bei General Motors (GM) berufen und verantwortet bei einem der größten Automobilkonzerne der Welt das Design sämtlicher Marken, das mit einem Team von 180 Kreativen unter anderem in Nordamerika, Australien, Korea, Brasilien und China erarbeitet wird. Die Jury begründet ihre Wahl mit der gestalterischen Leistung Gaucis, vor allem aber mit dem Zeichen, das GM setzt, in einer männerdominierten Automobilindustrie eine solche Position einer Designerin zu übertragen.


16. Juli 2019
Klaus Jürgen Maack © ERCO

Menschen im Design – Nachruf:
Klaus Jürgen Maack gestorben

Als er 1963 mit 25 Jahren als Geschäftsführer in das Unternehmen ERCO eintrat – als Schwiegersohn von Arnold Reininghaus, der ERCO 1934 gegründet hatte –, war das keine ganz leichte Aufgabe. Doch Klaus Jürgen Maack reüssierte und entwickelte das Unternehmen zum Weltmarktführer, nicht zuletzt mit „Licht statt Leuchten“, der von ihm geprägten Ausrichtung und Haltung des Unternehmens. Bis heute ist es bei dem Leitspruch geblieben. Maack war es auch, der 1974 mit dem Grafikdesigner Otl Aicher Kontakt aufnahm und mit ihm gemeinsam eine unverwechselbare Corporate Identity für das Unternehmen entwickelte. Konsequent förderte er die zeitgemäße Gestaltung von ERCO-Produkten, ob sie in der eigenen Designabteilung oder in Zusammenarbeit mit international renommierten Designern und Architekten entstand. Gleiches gilt auch für die Architektur des Unternehmens, die unter Maack zeitgemäß von internationalen Architekten realisiert wurde. Klaus Jürgen Maack war als Juror, Autor und Redner bei Veranstaltungen zu unternehmerischen oder gestalterischen Themen gern gesehen. Er gehörte in Deutschland zu jenen Unternehmern, die sich verantwortungsvoll und mit einer ganzheitlich geprägten Haltung für die Entwicklung ihres Unternehmens eingesetzt und Gestaltung zur Chefsache gemacht haben. Maack wurde für seine Leistungen vielfach ausgezeichnet, unter anderem 1993 mit dem „Bundespreis Förderer des Design“. 2003 zog er sich aus dem operativen Geschäft zurück. Am 30. Juni 2019 ist Klaus Jürgen Maack im Alter von 81 Jahren in Lüdenscheid gestorben.


12. Juli 2019
Sony-Walkman © Sony

40 Jahre Walkman. Ausstellung in Tokio

Eigentlich habe er mit der portablen Radio-Phono-Kombination Braun TP 1 von 1959 den Walkman erfunden, betont Dieter Rams immer wieder gern – und er hat damit nicht ganz unrecht. Der eigentliche Siegeszug der tragbaren Musik aber begann am 1. Juli 1979 mit dem Sony Walkman, der nun 40 Jahre alt geworden ist und längst von diversen digitalen Geräten abgelöst wurde, die das Musikhören zu jeder Zeit und ortsunabhängig ermöglichen. Anlässlich des Jubiläums ist bis zum 1. September 2019 im Ginza Sony Park in Tokio die Ausstellung Walkman in the Park zur Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des handlichen Musikspielers zu sehen – inklusive einer 2,5 Meter großen Skulptur des WM-F5, des ersten „Sports“-Walkman. Mehr zu den Walkmen erfährt man auch auf einer Jubiläums-Website.


12. Juli 2019
Visual © Pia Scharler

Human by Machine. Ausstellung in Wien

Wie kann die digitale Revolution bestmöglich genutzt werden? Wie können Fehlentwicklungen vermieden werden? Was bedeutet die digitale Revolution für die Design-Fachbereiche? Welche Theorien stehen dahinter, welche Methoden gibt es bereits? Im Rahmen der „Vienna Biennale for Change 2019“ präsentiert die Ausstellung Human by Machine im MAK Forum in Wien noch bis zum 28. Juli 2019 unterschiedliche Designprojekte von Studierenden und Absolventen der Universität für angewandte Kunst Wien, die im Austausch mit der Academy of Fine Arts and Design in Bratislava entstanden sind. Dazu wurden in interdisziplinären Teams Interpretationen, Interventionen und Objekte zu zahlreichen Themenbereichen entwickelt, etwa zum Designbegriff, zur Rolle und Verantwortung von Designern und Designerinnen im 21. Jahrhundert, zu Copyright versus Open Design, zur Nutzung neuer Materialien und Technologien, zur Ressourcenschonung und zu Gestaltungsstrategien an der Schnittstelle Mensch/Maschine.


12. Juli 2019
Visual der Ausstellung „Formgiving“ mit Bjarke Ingels im Zentrum © DAC

Formgiving. Die Bjarke Ingels Group präsentiert sich in Kopenhagen

Design heißt auf Dänisch „Formgivning“. Das Wort bedeutet, dem eine Form zu geben, das noch keine hat. Mit anderen Worten: Es geht darum, der Zukunft eine Form zu geben. Der Titel Formgiving. An architectural future history from BIG Bang to singularity der großangelegten Ausstellung, die bis 5. Januar 2020 im Dänischen Architekturzentrum (DAC) in Kopenhagen einen Einblick in „Herz und Verstand“ von Bjarke Ingels und seiner Architektur bietet, spielt denn auch auf das dänische „Formgivning“ an. Die von BIG und DAC gemeinsam kuratierte Schau ist in drei Kapitel unterteilt: Urknall, Gegenwart und Zukunft. Die Zeitleiste setzt vor rund 14 Milliarden Jahren mit dem Big Bang an und reicht bis zu einer Zukunft auf dem Mars. Umgeben von 25 aus Legosteinen nachgebauten Projekten von BIG wird der Besucher sodann ermutigt, aus einem riesigen Pool voller bunter Legosteine seine eigene Traumwelt zu erschaffen. In der Rubrik Gegenwart kann eine Miniaturstadt mit neuen Projekten aus aller Welt besichtigt werden – und am Ende steht ein Blick in die Zukunft und auf neue Technologien des Bauens wie 3D-Druck, Künstliche Intelligenz und Robotik. Sie könnten dazu verhelfen, dass Menschen eines Tages auch auf dem Mars leben können.


12. Juli 2019
Junkers F 13 © Gregor Kaluza

Junkers F 13 Relaunch

Die Junkers F 13, das erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeug der Welt, feiert 2019 nicht nur seinen 100. Geburtstag, es wurde auch neu aufgelegt. Gestartet hat der Unternehmer und Pilot Dieter Morszeck sein Projekt zur Neuauflage der Junkers F 13 im Jahr 2013. 2018 gründete er die Junkers Flugzeugwerke AG in Dübendorf bei Zürich. Da Originalzeichnungen und -baupläne nicht mehr für alle Teile der Junkers F 13 vorhanden waren, wurde mit Hilfe von Lasertechnik eines der wenigen noch erhaltenen Originale exakt vermessen. Auch mussten vergessene Bauweisen und die Handhabung des Aluminium-Wellblechs wieder erlernt werden. Der erste, in Handarbeit gefertigte Prototyp der „neuen“ Junkers F 13 startete am 15. September 2016 in Dübendorf zu seinem Erstflug. Die Musterzulassung wurde 2018 erteilt. Eine zweite und eine dritte Maschine sind aktuell im Bau. Eine Jubiläumstournee führte die neu gebaute F13 unter anderem nach Dessau, wo 1895 die Geschichte der Junkers Flugzeugwerke begann. Hugo Junkers (1859 bis 1935) war Hochschullehrer, Forscher, Ingenieur und Unternehmer. Grundlegende Forschungs- und Entwicklungsarbeit machte es ihm und seinem Chefkonstrukteur Otto Reuter möglich, die Junkers F 13 als erstes Passagier- und Frachtflugzeug zur rein zivilen Nutzung zu konstruieren. Sie bot eine geschlossene und beheizte Reisekabine für vier Passagiere und ein offenes Zweimann-Cockpit. Am 25. Juni 1919 hatte sie in Dessau ihren Erstflug. Bereits am 13. September stellte sie mit einer Flughöhe von mehr als 6.750 Meter einen Höhenweltrekord auf. Bis zu Beginn der 1930er-Jahre wurde die F 13 etwa 360 Mal in unterschiedlichen Varianten gebaut. Wesentliche Konstruktionsmerkmale der Junkers F 13 haben bis heute im Verkehrsflugzeugbau Bestand: In ihrer Ganzmetallbauweise galt sie als Revolution, wurden Flugzeuge seinerzeit doch überwiegend noch aus Holz gebaut und mit Leinwand bespannt. Das neu entwickelte Duraluminium gab der Maschine Festigkeit und machte sie wetterbeständig, was Einsätze in subtropischen Gebieten ermöglichte. Als Antrieb dienten verschiedene wassergekühlte Reihenzylinder, später auch luftgekühlte Sternmotoren.


11. Juli 2019
Die neue Hochparterre-Geschäftsleitung: Agnes Schmid, Lilia Glanzmann und Werner Huber (in der Galerie von Mark Müller vor Reto Bollers Werk „B-18.1“) © Paolo Dutto

Menschen im Design – Personalie: Hochparterre mit neuer Geschäftsführung

Hochparterre war schon immer ein besonderes Unternehmen: Alle verdienen denselben Lohn, alle beziehen Bildungsurlaub, und alle Aktien gehören den Mitarbeitenden. Eine Frage aber blieb offen: Was, wenn Köbi Gantenbein – Mitgründer, Chefredakteur, Verleger und Mehrheitsaktionär – einmal zurücktritt ? Inzwischen haben die Hochparterris die Frage in einem langen Prozess geklärt und das Unternehmen mit „ HP 4.0 “ neu erfunden – alle, aber ohne den Chef. Denn nun ist Köbi Gantenbein als Chefredaktor tatsächlich zurückgetreten. Seit Mitte Juni leitet ein Dreierteam aus Lilia Glanzmann, Werner Huber und Agnes Schmid die Geschäfte. Wozu Köbi Gantenbein ins Abendrot hinein verlauten ließ: „Ich werde Schreiber bleiben für Landschaft, Alpen und was mir sonst zufällt. Ich werde allerhand Geschäfte einfädeln. Ich behalte vorläufig die Mehrheit der Aktien, und ich bin als Präsident des Verwaltungsrats der Verleger von Hochparterre – solange ich gesund bleibe, die Hochparterris mich tragen und ich die Fantasie und die Lust nicht verliere. Ich habe mehr Zeit zum Lesen, für die Berge und fürs Klarinettenspielen. “ 


1. Juli 2019
© Nico Neefs

Gestalten mit Luft. Ausstellung in Hornu

Luft ist immateriell, unsichtbar, schwer zu greifen. Und doch avancierte sie in den 1960-er Jahren im Design zu einem dem Zeitgeist entsprechenden Werkstoff. Um Luft einzufangen und in eine Form zu bringen, wurden damals oft noch neue Kunststoffe eingesetzt, was immer wieder zu verblüffenden Produktanmutungen führte. Trotz ihrer Flüchtigkeit ist Luft als Material bei Gestaltern bis heute beliebt und wird intelligent und mit überraschenden Effekten eingesetzt. Dabei spielen Themen wie Luftverschmutzung und Luftreinhaltung zunehmend eine wichtige Rolle. Im Centre d’Innovation et Design im belgischen Grand-Hornu blickt die Ausstellung Design on Air vom 23. Juni bis zum 13. Oktober 2019 aus verschiedenen Design-Perspektiven auf das Thema. Das Spektrum reicht von aufblasbaren Objekten bis zu spekulativen Zukunftskonzepten zur Belüftung und Luftreinhaltung.


1. Juli 2019
Visual der Konferenz, © Design Observer

Business as usual. (Not.) – Designkonferenz am MIT

Designer gestalten Unmengen von Produkten, von dreidimensionalen Objekten über digitale Produkte bis hin zu artifiziellen Lösungen, die aus neuartigen Technologien entstehen. Die Frage, die sich dabei immer deutlicher stellt: Auf wessen Kosten wird all das gestaltet und wie steht es dabei um die menschliche Verantwortung als Basis für Aufrichtigkeit, Integrität und Wahrheit? Die amerikanische Online-Plattform Design Observer, die immer auch kritisch mit der Profession Design umgeht, widmet sich dieser Frage auf der diesjährigen Konferenz The Design of Business. The Business of Design, die unter dem Titel „Business as usual. (Not.)“ am 14. und 15. September im Samberg Conference Center des MIT in Cambridge, Massachusetts, stattfinden wird. In den vier Panels „Equity, Engineering, Enterprise und Ethics“ werden Experten die Gegenwart und Zukunft von Design, Technologie und Kultur aus einer humanistischen Perspektive beleuchten.


1. Juli 2019
Keita Suzuki, “Wisdom of Insects, Innovation of Human”, © 21-21 Design Sight

Insekten als Designmodell. Ausstellung in Tokio

Die Bionik hat schon lange ihren festen Platz in der Gestaltung. Designer und Ingenieure nutzen gern Konstruktions- und Gestaltungsprinzipien der Natur, ahmen sie nach und übertragen sie auf Produkte. Im Museum 21_21 Design Sight widmet sich vom 19. Juli bis zum 04. November 2019 die Ausstellung Insects: Models for Design der Welt der Insekten und ihrer Bedeutung für Gestalter. Insekten haben sich über einen sehr viel längeren Zeitraum entwickelt als der Mensch. Dabei haben sie ihren Körper, seine Muster und Farbspiele, die Funktionsweisen von Gliedmaßen und Fühlern ebenso optimiert und einer sich verändernden Umwelt angepasst wie ihre sozialen Fähigkeiten. Die Ausstellung will Einblicke in die geheimnisvolle Welt der winzigen Lebewesen gewähren und ihre inspirierende Kraft für das Design untersuchen.


24. Juni 2019
© ADAM Brussels Design Museum

Design macht das Unmögliche möglich. Ausstellung in Brüssel

Die Gestaltung eines Objekts ist das Resultat eines komplexen Prozesses, der kulturelle und soziale Aspekte mit praktischen und ökonomischen Erfordernissen verbindet. Die Ausstellung IN-possible. Before an idea is brought to life im Brüsseler Design-Museum ADAM untersucht vom 21. Juni bis 13. Oktober 2019 die besondere Arbeitsweise, aus der ein gestaltetes Industrieprodukt entsteht. Ein Schlüsselmoment ist dabei die Zusammenarbeit von Designer und Unternehmen. Unterschiedliche Kompetenzen, Perspektiven und Fähigkeiten als Teil eines aufwendigen Prozesses kollektiver Zusammenarbeit bestimmen am Ende die Form des marktreifen Produkts. Ein offen und kontinuierlich geführter Dialog erweist sich freilich nicht nur anfällig für allerlei Irritationen; er ist auch dadurch gekennzeichnet, dass, was zunächst unmöglich schien, unversehens umschlagen und zu einer Lösung führen kann – was für Projekte, die innovative Lösungen anstreben, durchaus typisch ist. Begleitet wird die Ausstellung von einer Tagung, bei der unter dem Titel „IN-possible Talk“ Experten verschiedener Fachrichtungen ihre Erfahrungen mit einem Projekt und ihre Sicht auf etwas vorstellen, was kurzfristig als unmöglich scheiterte, sich langfristig aber als Basis für eine Innovation erwiesen hat.