Spoon Archaeology, Lonndon Design Biennale 2021
Foto: Heiko Prigge

Einwegbestecke aus Plastik sind ein Symbol für eine globale Wegwerfgesellschaft. Ab 3. Juli sind sie in der EU verboten. Die Ausstellung „Spoon Archaeology“ greift das Thema bei der London Design Biennale auf. Wir haben mit Peter Eckart und Kai Linke über ihre Sammlung von Plastikbesteck und einen nötigen Wandel gesprochen.

Interview von Thomas Wagner.

Plastikabfälle aller Art und Einwegprodukte wie Bestecke oder To-Go-Becher im Besonderen, sind ein globales Phänomen. Nicht nur Becher, auch Löffel und Löffelchen, Gabeln, Messer, Stäbchen, allerlei Sticks, Trinkhalme und einiges mehr werden massenhaft hergestellt, sind preisgünstig und können nach Gebrauch einfach weggeworfen werden. Zumindest bisher. Nach einer Verordnung der EU sind Einwegplastikprodukte ab dem 3. Juli dieses Jahres verboten.

Portrait Peter Eckart
Designer Peter Eckart. Foto: Sebastian Schramm
Portrait Kai Linke
Designer Kai Linke. Foto: Ingmar Kurth

Herr Linke. Sie sammeln gemeinsam mit ihrem Kollegen Peter Eckart seit vielen Jahren Plastiklöffel. Wie ist es dazu gekommen? Was interessiert Sie an den Löffeln besonders?

Kai Linke: Wir haben zunächst unabhängig voneinander gesammelt – wahrscheinlich hat Peter Eckart sogar ein paar Jahre vor mir damit angefangen. Wie es begonnen hat, wissen wir gar nicht so genau. Bei mir – und ich glaube, bei Peter sieht das ganz ähnlich aus – war es mehr oder weniger Zufall. Ich sammle ganz verschiedene Dinge, also hat mir ein Freund mal Cocktailstäbchen aus den 1970er-Jahren mitgebracht. Damals hatte noch jedes Luxushotel seine eigenen Cocktailstäbchen, und er hatte zwischen Sperrmüll ein ganzes Bündel solcher Stäbchen gefunden und meinte: „Guck mal hier! Das wäre doch was für dich.“

Spoon Archaeology zeigt Plastikbesteck aller Art
Foto: Heiko Prigge

Mit kleinen Spießen für die Maraschino-Kirsche im Cocktailglas?

Kai Linke: Ja, zum Beispiel.

Peter Eckart: Aber auch zum Umrühren.

Kai Linke: Jedes Hilton, in Paris, in London, hatte seine eigenen Umrührstäbchen, und damit fing meine Sammlung an. Später hat sie sich auf diverse Esswerkzeuge ausgeweitet, aber stets mit dem Fokus auf Einwegbestecke, die bekommt man ja an jeder Ecke hinterhergeschmissen. Mich hat besonders fasziniert, dass sie so unterschiedlich sind, in ihrer Form, vom Material, von der Farbigkeit und von der Handhabung her. Also habe ich, wenn ich unterwegs war, immer wieder mal eine andere Gabel oder ein Messer in der Hand gehabt – und sie mitgenommen.

Wie kam es zur Fokussierung auf Löffel?

Kai Linke: Unsere Sammlung heißt jetzt zwar „Spoon Archaeology“, wir zeigen aber natürlich auch Messer und Gabeln aus Plastik, genauer gesagt, zeigen wir derartige Bestecke.

Peter Eckart: Es gibt schon einen Grund, warum es eine Fokussierung auf den Löffel gibt. Wir haben eine „Complexity Map“ erstellt, in der man nachvollziehen kann, wie sich das Verhältnis Lebensmittel zu Besteck historisch entwickelt hat. Der Löffel ist dabei gewissermaßen das Urinstrument. Auch Luther hat sich dazu schon geäußert. Also schien es uns sinnvoll, uns beim Thema Einwegbesteck auf den Löffel zu konzentrieren.

Spoon Archaeology Grafik von Liun Kim
© Liun Kim

Die Sammlung fällt zuerst durch die enorme Vielfalt an Formen und Farben auf. Gibt es neben den historischen Aspekten auch symbolische, die Sie von Anfang an beschäftigt haben?

Kai Linke: Aufgrund der Vielfalt an Objekten in unserer Ausstellung, kann man, wenn man einen bestimmten Löffel oder ein bestimmtes Messer vor sich hat, auch ganz unterschiedliche Handhabungen wahrnehmen. Es macht einen Unterschied, ob man einen großen Löffel oder einen kleinen Löffel vor sich hat: Man sieht gleichsam die Essgeschwindigkeit, man sieht zum Teil, was damit gegessen wird. Durch ihre Materialität und Ausarbeitung vermitteln die Werkzeuge somit natürlich auch unterschiedliche symbolische Funktionen.

Peter Eckart: Meine Sammlung ist auch entstanden, weil ich sie irgendwann zum Gegenstand der Lehre gemacht habe. Anhand der Bestecke lässt sich prima in die Auseinandersetzung mit der Thematik Mensch – Objekt – Interaktion einführen und erklären, wie Design funktioniert – hinsichtlich Konstruktion, Herstellung und so weiter, aber auch auf der symbolischen, auf der Handhabungs- und Gebrauchsebene. Zudem gibt es viele Exemplare, die einer Marke zugeordnet sind. Starbucks etwa verbindet man mit diesem schmalen Stäbchen, Lufthansa mit jenem Umrührer – und mit McDonalds das Ding, mit dem man diese Flurrys essen kann. Das gehört alles zur Symbolik.

Jetzt wird Ihre Kollektion „Spoon Archaeology“ im Rahmen der London Design Biennale gezeigt. Wie ist es dazu gekommen?

Peter Eckart: Ich hatte zu der Sammlung einen Artikel in der „Form“ geschrieben. Danach haben Kai und ich uns gesagt: Eigentlich müsste man daraus doch mal eine Ausstellung machen und verschiedene Museen angesprochen, ob sie vor dem Hintergrund, dass am 3. Juli dieses Jahres das Verbot in der EU in Kraft tritt, Interesse hätten. Thomas Geißler, der in Dresden das Museum für Angewandte Kunst leitet, fand es wunderbar, die Bestecke als Beitrag des Auswärtigen Amts für die London Design Biennale zu realisieren.

Welches Konzept steckt hinter der Londoner Präsentation? Weshalb sprechen Sie von Archäologie?

Peter Eckart: Wir verstehen die Ausstellung als einen kritischen Beitrag. Im Grunde zeichnet sie ja das Bild einer Gesellschaft, die so nicht mehr funktionieren kann. Was wir sehen, ist gewissermaßen das letzte Bild, wenn man die Sache dystopisch betrachtet und sagt, es muss zu einer grundsätzlichen Veränderung kommen. Wenn in vierhundert oder fünfhundert Jahren das letzte Plastikbesteck zersetzt ist, wird man auf diese Ära zurückblicken – und das haben wir quasi vorgezogen. Deswegen präsentieren wir die Besteckteile auch wie Insekten in Kästen, die das Gezeigte gewissermaßen museal überhöhen.

Das letzte Bild einer Zivilisation, die ihre Grundlagen zerstört – das ist sehr eindrücklich. Handelt es sich also auch um eine Archäologie der Gegenwart?

Peter Eckart: Die Pandemie hat vieles weiter zugespitzt. Einiges nehmen wir nun deutlicher wahr als zuvor. Von daher ist das wie eine Gegenwartsarchäologie. Das ist ein guter Begriff. (lacht)

Besuchende von Spoon Archaeology
Foto: Heiko Prigge

Wenn man sich die Kästen voller Bestecke anschaut, sieht die bunte Vielfalt erst einmal schön aus. Wie lenken Sie die Aufmerksamkeit um auf ein problematisches System?

Kai Linke: Ohne Faszination geht es nicht. Vielleicht glorifizieren wir in gewisser Weise unsere Sammlung, aber wir glorifizieren nicht das System, sondern kritisieren es durch die Präsentationsform.

Peter Eckart: Denken Sie – als Beispiel aus der Kunst – an Damian Hirst und seine Vitrine voller Pillen. Oder an seinen berühmten Hai. „The Physical Impossibility of Death in the Mind of Someone Living“ – so heißt das Werk, glaube ich. Natürlich sind das Überhöhungen, aber auch ein Gestaltungsmittel, um Distanz zu schaffen. Einerseits schwelgt der Betrachter in einer Konsumästhetik, andererseits erschrickt er – dieser Gleichzeitigkeit bedient sich die Ausstellung.

Banana Leaf
Foto: © Kelsey Rose Williams, Eames Office

Kai Linke: Die große Chance liegt darin, dass wir durch das Verbot aufgefordert werden, als Gesellschaft umzudenken, etwas Neues zu wagen, gewohnte Dinge wegfallen zu lassen – worin auch eine große Chance für Gestaltende liegt, sich dieser Aufgabe zu widmen.

Peter Eckart: Wir haben gewissermaßen versucht, einen Ausblick zu geben – nicht nur rückwärts, sondern ist auch nach vorne gewandt. Es gibt drei Filme in der Ausstellung, die das unterstreichen: „Banana Leaf“ von Ray and Charles Eames, der uns zufällig begegnet ist. Ein eigens produzierter Film von Julie Gaston und Robin Schmidt, der in Offenbach Menschen zeigt, die mit den Händen essen. Und der dritte Film, den wir gemacht haben, beschäftigt sich mit künstlicher Intelligenz und versucht herauszufinden, wie man Hände und Besteck gewissermaßen zu etwas Zukünftigem morphen könnte – unter dem Gesichtspunkt, dass mehr als 50% der Weltbevölkerung mit den Händen isst, und das keineswegs nur aus prekären, sondern aus kulturellen Gründen.

Müssen wir womöglich kritisch über unsere Werkzeuge nachdenken, vielleicht auf einige verzichten, die wir im Laufe der Evolution erfunden haben, und wieder mehr auf unsere körperlichen Fähigkeiten, in diesem Fall auf die hochentwickelte menschliche Hand, zurückgreifen?

Kai Linke: Ja, definitiv. Hier liegt ja auch unser Lösungsansatz. Werkzeuge haben sich im Laufe der Kulturgeschichte immer weiterentwickelt. Wir können aber auch auf unsere hochentwickelte Hand als Hauptwerkzeug zurückzugreifen. Anstoß dazu ist der Eames-Film, der 1972 in Indien spielt und aufzeigt, wie dort mit den Händen gegessen wurde und immer noch gegessen wird. Das setzt sich in Offenbach, wo unterschiedliche Nationen mit den Händen essen, ebenso fort wie in den computeranimierten Zwischenwesen.

Peter Eckart: Der Eames-Film bewirkte für mich wirklich eine Art Erleuchtung. Er zeigt ja, wie in unterschiedlichen Kasten mit Essgeschirr umgegangen wird. In der niedrigsten, da, wo man nichts hat, isst man mit den Händen auf dem Bananenblatt. Und je höher man im Kastenwesen steigt, umso mehr Bestecke und Geschirr kommt dazu. Auf der allerhöchsten Stufe aber, die nur noch geistige Werte kennt, wird wieder auf dem Bananenblatt gegessen. Das ist sicher ein bisschen überhöht dargestellt, aber Designende achten immer darauf, woraus etwas Neues entstehen kann.

Die Fast-Food-Kultur, ja unsere nomadische Lebensweise, der wir in vielen Fällen ja nicht freiwillig folgen – müssen all diese Dinge überdacht werden?

Peter Eckart: Für mich definitiv. Das steht alles auf dem Prüfstand. Es ist ganz klar, dass es so nicht weitergehen kann. Es ist typisch Deutsch, dass man glaubt, solche Dinge mit Technologie oder mit neuen Materialien verändern zu können. Wer glaubt, man müsse nur mit Elektroautos durch die Gegend fahren, der hat nicht verstanden, dass es um eine grundsätzliche Veränderung gehen muss. Man kann nicht an der Effizienz der bestehenden Systeme festhalten und darauf hoffen, mit technologischen oder materialbezogenen Veränderungen einen fundamentalen Wandel zu schaffen. Das wird nicht funktionieren.

Spoon Archaeology Plastik-Besteck-Exponate
Foto: Heiko Prigge

Wie könnte der Beitrag des Designs konkret aussehen? Was, denken Sie, können Sie mit der Ausstellung in London anstoßen?

Kai Linke: Design muss nicht immer sofort eine Lösung generieren, es kann eine Problematik auch beschreiben, sie sichtbar machen. Das ist für mich in London der Hauptaspekt.

Peter Eckart: Für mich geht es weiter. Ich bin ja auch etwas älter, habe also nicht so lange Zeit (lacht).) Von daher finde ich, Design kann wirklich etwas tun. Designende wissen sehr viel über Qualität, über Wert, über Materialien und deren Verhältnisse. Wir können aufzeigen, dass Essen eine Kultur ist, die die richtigen Lebensmittel, die richtigen Werkzeuge, den richtigen Kontext braucht – wo esse ich, wie esse ich und so weiter. Das kann Design vermitteln.


„Design muss nicht immer sofort eine Lösung generieren, es kann eine Problematik auch beschreiben, sie sichtbar machen.“

— Kai Linke


Wenn man den Eames-Film und die Skepsis gegenüber den Werkzeugen zusammennimmt – liegt die Zukunft dann in der Vergangenheit? Kommen wir wieder auf die elementaren Dinge zurück?

Kai Linke: Wir haben uns intensiv mit der Geschichte des Bestecks auseinandergesetzt – und natürlich kann man aus der Vergangenheit lernen: Wo kommt das Besteck her? Wie wird es genutzt? Sollen wir jetzt plötzlich mit der Hand essen? Vor 120 Jahren war es noch ganz normal, dass man sein Besteck auf der Wanderschaft dabeihatte. Oder auf Reisen das klassische Reisebesteck. Wäre es nicht gut, wenn jeder in seiner Mittagspause sein eigenes Besteckset dabeihat? Aber auch die Zukunft hat Möglichkeiten, dank neuer Technologien und Verfahren, etwas zu entwickeln.

Screenshot Film "Finger and Food"
Der Film „Finger and Food“ zeigt im Rahmen der Ausstellung „Spoon Archaeology“, wie andere Kulturen speisen (Screenshot). © Les Gastons Film

Gibt es in der Ausstellung konkrete Vorschläge, wie eine neue Esskultur für unterwegs aussehen könnte?

Peter Eckart: Das mit der Rückwärtsgewandtheit ist natürlich ein Reflex. Früher war nicht alles besser. Man muss jede Lösung in ihrem historischen Kontext betrachten. Als Reisebestecke auftauchen, gibt es kein Plastik, sonst hätte es damals vielleicht schon Plastikbestecke gegeben. Nicht der Blick zurück, sondern eine konsequente Gegenwartsanalyse führt zu neuen Handlungen und zu neuen Prozessen. Es geht ja nicht nur um Besteck, sondern um Wechselwirkungen mit Lebensmitteln. Das ist die Zukunftsperspektive, die ich sehe. So eine Plastikgabel ist Hightech, superdünn, superleicht, ganz toll geformt, damit sie immer stabil bleibt. In dem Moment, in dem man das akzeptiert, fügt man sich als Mensch in ein komplettes Logistiksystem ein. Design kann sich aus dieser Systematik herausbewegen und sagen: Nein, ich gebe für meine Gabel 50 Euro aus, aber die habe ich dreißig Jahre oder vierzig Jahre oder noch länger. Es geht um Vorschläge für die Jetztzeit und für die Zukunft.

Sie suchen also in zwei Richtungen nach Lösungen. Nach solchen, die in der Geschichte aufbewahrt sind, und nach solchen, die gerade erst sichtbar werden?

Peter Eckart: Wir befinden uns in einem globalen Miteinander. Das ist ein guter Zeitpunkt, sich anzugucken, welche Alternativen es gibt. Eine besteht möglicherweise darin, dass man keine Einwegprodukte mehr braucht.

Geht das allein durch eine Veränderung des Bewusstseins? Oder braucht es noch mehr Verbote?

Kai Linke: Verbote können einen dazu bewegen, umzudenken. Es muss in meinen Augen aber ein gesellschaftlicher Wandel stattfinden.

Peter Eckart: Unsere Aufgabe als Designer und Designerinnen ist es schon, positive Perspektiven für eine Veränderung zu formulieren. Von daher ist es meines Erachtens auch eine politische Frage. Das ist mit dem Besteck genauso. Wenn jemand mit Fast Food Geld verdienen will, dann darf es dem nicht egal sein, was mit dem Besteck und mit dem Geschirr passiert.

Wenn Sie sich mit Blick auf die Ausstellung etwas wünschen dürften, um die Welt zu verändern, was würden Sie sich wünschen?

Peter Eckart: Ich würde mir wirklich wünschen, dass jedes Besteck und jedes Geschirr, das wir benutzen, nicht dafür entworfen wird, weggeworfen zu werden, sondern das Essen und dessen Wertschätzung unterstützt. Und das geht nur über Material, gutes Design, gute Atmosphäre und so weiter.

Kai Linke: Ich hoffe, dass die Konsumenten – und vor allem die Gastronomen und Co. – den Wandel annehmen und sich durch die Gesetzesänderung noch mehr bewegt. Das Ganze vollzieht sich ja in mehreren Phasen. Am 3. Juli geht es sozusagen erst los. Ich würde mir wünschen, dass die Politik die Rahmenbedingungen schneller verändert. Der Wandel darf nicht mehr lange auf sich warten lassen.


„Unsere Aufgabe als Designer und Designerinnen ist es, positive Perspektiven für eine Veränderung zu formulieren. Von daher ist es meines Erachtens auch eine politische Frage. Das ist mit dem Besteck genauso. Wenn jemand mit Fast Food Geld verdienen will, dann darf es dem nicht egal sein, was mit dem Besteck und mit dem Geschirr passiert.“

— Peter Eckart


Weitere Informationen

Bild Spoon Complexity Map
Peter Eckart und Kai Linke haben gemeinsam mit Dylan Mc Guire und Lukas Loscher für „Spoon Archaeology“ eine „Complexity Map“ angefertigt, die darstellt, wie sich das Verhältnis zwischen Lebensmitteln und Besteck in der Geschichte entwickelt hat. Im Löffel sieht Eckart das „Urinstrument“ des Bestecks. © Peter Eckart, Kai Linke, Dylan Mc Guire, Lukas Loscher

Weitere zur Hintergründe, Informationen und Filme zur London Design Biennale 2021, „Spoon Archaeology“ und den Gestaltern der Ausstellung finden Sie auf der Homepage der HFG Offenbach.

Mit dem konsumkritischen Projekt „Spoon Archaeology“ beteiligt sich das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) an der diesjährigen London Design Biennale 2021. Unter der künstlerischen Leitung der britischen Künstlerin und Bühnengestalterin Es Devlin widmet sich die dritte Biennale in Reaktion auf die dramatischen Auswirkungen der Pandemie der Fragestellung: Können wir eine bessere Welt gestalten?
Homepage der Staatliche Kunstsammlung Dresden.

Die Präsentation wird von Thomas A. Geisler, Direktor des Kunstgewerbemuseums kuratiert und von den Designern Kai Linke und Peter Eckart gestaltet. Die Schau findet vom 1. bis zum 27. Juni 2021 im Londoner Somerset House statt. Begleitet werden die Installationen von zahlreichen Online Programmpunkten, die sich den Themen mit einem globalen Anspruch widmen. Geisler: „Design ist ein willfähriger Gehilfe in der Umsetzung einer aus unserer Sicht selbstverständlichen Lebenskultur. Die Klimakrise lehrt uns, unsere Gewohnheiten zu ändern, mehr auf unsere Intuition zu hören und Empathie zu erlangen, um in Resonanz mit unserer Umwelt zu treten. Auch dabei kann uns Design helfen.“

Der Designer Peter Eckart entwickelt zusammen mit Bernd Hilpert als unit-design, mit Büros in Frankfurt am Main und Bern, Produkt-, Informations- und Ausstellungsdesign für international agierende Unternehmen, öffentliche Institutionen und Museen. Seit 2018 arbeitet er im LOEWE-Forschungsverbund Infrastruktur – Design – Gesellschaft an Fragen zukünftiger umweltfreundlicher Mobilität.
www.unit-design.de

Mit seinem 2009 gegründetem Studio Kai Linke arbeitet der Designer in den interdisziplinären Bereichen Produkt- und Ausstellungsdesign, Art Direktion, Innovationsberatung und Architekturkooperationen. Seit 2015 lehrt er an der Kunsthochschule Kassel im Fachbereich Produktdesign und veröffentlichte 2019 das Buch „Kai Linke in Japan“.
www.kailinke.com

Die 2016 von Sir John Sorrell CBE und Ben Evans CBE gegründete London Design Biennale fördert die internationale Zusammenarbeit und die globale Rolle des Designs mit Ausstellungen und Installationen. Das diesjährige Motto lautet „Resonance“ (dt. Resonanz) und beschäftigt sich mit den Folgen von Design und Produktion.

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