Mit der Ausstellung „Ins Freie“ widmet sich die Neue Sammlung in München dem Design für das Leben draußen.
Urbane Mobilität: Christoph Fraundorfer / Heinz Mayrhofer, Fahrrad Tour, 2017, My Esel GmbH (Österreich)

Endlich raus! Je dichter die Besiedlung und je länger die Zeit, die man in geschlossenen Räumen verbringen muss, desto größer der Wunsch, nach draußen zu entfliehen. Mit der Ausstellung „Ins Freie“ nimmt die Neue Sammlung, das Designmuseum in der Münchner Pinakothek der Moderne, eine grundlegende menschliche Sehnsucht in den Blick: den Drang nach draußen. Ganz gleich, ob es – allein oder in Gesellschaft – in den Park, den heimischen Garten oder in den Wald geht, das Bedürfnis, freie Zeit im Außenraum zu verbringen, scheint heute größer zu sein als je zuvor.

Dass der Drang ins Freie, sei er jahrhundertealt oder aktuell, dazu führt, dass Dinge eigens dafür gestaltet werden, liegt auf der Hand. So wird etwa Campingzubehör aus der ehemaligen DDR ebenso gezeigt wie 3D-gedruckte Gartenstühle aus Recyclingkunststoff und Parkmobiliar, das Social Distancing unterstützt. Sieben Themenkomplexe gliedern die Ausstellung und verweisen zudem auf verschiedene Sammlungsbereiche des Museums: „Draußen = Drinnen“, „Sitzen im Freien“, „Camping in der DDR“, „Urbane Mobilität“, „Park und Pandemie“, „Sport in der Natur“ und „Föhnhimmel“. Ein Steg, der wie die gesamte Ausstellungsarchitektur aus recyceltem und wiederverwendbarem Material besteht, führt durch den Raum und ermöglicht Perspektiven auf die unterschiedlichen Themen und Zeiten.

Die von Polina Gedova und Christopher Haaf kuratierte Ausstellung, so das Museum, lade dazu ein, sich mit dem stets wandelbaren Verhältnis von Mensch und Natur, von privatem und öffentlichem Raum, von drinnen und draußen, aber auch mit unserer Verantwortung gegenüber dem Drang ins Freie zu beschäftigen. „Ins Freie“ ist ab 29. Oktober in der Neuen Sammlung zu sehen. Die Gestaltung der Ausstellung, zu der ein Objektheft in Deutsch, Englisch und Leichter Sprache erscheint, wurde in Kooperation mit dem Designer Hannes Gumpp entwickelt. Ein umfangreiches Begleitprogramm – auch im Freien – ist ebenso geplant wie ein digitaler Rundgang. Am 30. Oktober um 15.00 Uhr findet zudem in Zusammenarbeit mit dem DOK.fest München eine kostenfreie Preview des Films „Monobloc“ statt.


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