© KAHLA/Thüringen

Kahla/Thüringen Porzellan: gute Nachrichten, schlechte Nachrichten

Die Porzellanfirma Kahla/Thüringen ist eines der wenigen Beispiele für ein Unternehmen, das nach der deutschen Wiedervereinigung zu einem Erfolgsmodell avancierte. Verantwortlich dafür ist Günther Raithel, der das Unternehmen 1994 übernommen und es zu einer der innovativsten Porzellanmarken umgestaltet hat. Dabei sah er im Design von Anfang an einen zentralen Faktor seines Konzepts und setzte auf die Designerin Barbara Schmidt, die mit ihren Formen und Konzepten die Ess- und Tischkultur neu definierte. Das Tableware International Magazine hat Günther Raithel dafür nun mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. Nur kurze Zeit später wurde bekannt, dass das Unternehmen Kahla/Thüringen Porzellan GmbH, das seit 2005 von Holger Raithel geführt wird, Insolvenz anmelden musste. Die Porzellanindustrie in Deutschland kämpft seit vielen Jahren ums Überleben. Ein gescheitertes Großprojekt soll Kahla nun in Schieflage gebracht haben. Die Sanierung soll jetzt in Eigenverwaltung erfolgen. Angesichts gut gefüllter Auftragsbücher sieht der Geschäftsführende Gesellschafter Holger Raithel das Unternehmen dafür gut gerüstet. Ziel sei es, alle 250 Mitarbeiter zu halten.

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