Elsa Schiaparelli in Zusammenarbeit mit Salvador Dalí, Evening gown, 1937 Silk, © Philadelphia Museum of Art

„Mit Künstlern wie Bébé Bérard, Jean Cocteau, Salvador Dalí, Vertès und Van Dongen, mit Fotografen wie Honingen-Huene, Horst, Cecil Beaton und Man Ray zusammenarbeiten zu können, war aufregend. Wir fühlten uns unterstützt und ermutigt, weit über die materielle und langweilige Realität der Herstellung eines Kleides hinaus, das sich verkaufen lässt“, notierte Elsa Schiaparelli 1954. In der Welt der Mode ist Elsa Schiaparelli, geboren 1890 in Rom und gestorben 1973 in Paris, eine Legende. Ihre an den Surrealismus angelehnten Kreationen sparten nicht an Fantasie und verwendeten neuartige Materialien. Der „Schiap“-Stil entwickelte sich in der 1930er-Jahren weiter. Berühmt wurden ihre Kollektionen zu Themen wie Zirkus (Sommer 1938) und Astrologie (Winter 1938-39). 1937 brachte Schiaparelli das Parfum „Shocking“ auf den Markt, benannt nach dem schockierenden Pink, das zu ihrem Markenzeichen geworden war.

Nun feiert das Musée des Arts Décoratifs in Paris die kühnen und aufregenden, oft exzentrischen Kreationen der italienischen Modeschöpferin, die viele Anregungen aus ihrer engen Verbindung zur Pariser Avantgarde der 1920er- und 1930er-Jahre bezogen hat. „Shocking! Les mondes surréalistes d‘Elsa Schiaparelli“ ist bis zum 22. Januar 2023 zu sehen und versammelt 577 Werke, darunter 212 Silhouetten und Accessoires von Schiaparelli selbst, die neben Gemälden, Skulpturen, Schmuck, Parfums, Keramiken, Postern und Fotografien von Freunden und Zeitgenossen der Modeschöpferin wie Man Ray, Salvador Dalí, Jean Cocteau, Meret Oppenheim und Elsa Triolet gezeigt werden. Darüber hinaus präsentiert die Retrospektive Kreationen, die Modegrößen wie Yves Saint Laurent, Azzedine Alaïa, John Galliano und Christian Lacroix zu Ehren Schiaparellis entworfen haben. Auch Daniel Roseberry, seit 2019 künstlerischer Leiter des Maison Schiaparelli, das 1935 an der Place Vendôme eröffnet wurde, interpretiert das Erbe der Gründerin mit einem eigenen Entwurf.


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