Luigi Colani, Der Künstler im Garten, sitzend auf „Der Colani“, 1976, Fotografie Sammlung POPDOM.

Luigi Colani (1928 bis 2019), gebürtiger Berliner, war nie um einen markigen Spruch verlegen. „Das Bauhaus ist out!“, stellte er kategorisch fest und forderte stattdessen 1977 die „Renaissance des Jugendstils“. Colani sorgte in den 1960er-Jahren auch deshalb für eine Revolution im deutschen Design, weil er sich selbst und seinen Namen zur Marke machte. Er nutzte die Möglichkeiten des neuen Materials Kunststoff zu außergewöhnlichen und futuristischen Formen.

Oft knüpfte er dabei an florale und organische Formen des Jugendstils an, dessen grundlegende Ideen und Konzepte er weiterentwickeln wollte. Mitte der 1970er-Jahre besuchte Luigi Colani das Bröhan-Museum (damals noch ein Privatmuseum in einer Villa in Berlin-Dahlem) und erhielt vom Museumsgründer Karl H. Bröhan persönlich eine Führung durch die Sammlung.

Nach mehr als vier Jahrzehnten führt die Schau „Luigi Colani und der Jugendstil“ nun den Jugendstil und die gestalterische Welt Colanis tatsächlich zusammen. In der Ausstellung, die noch bis zum 30. Mai 2021 zu sehen ist, werden mehr als 100 Entwürfe Colanis aus einer Privatsammlung den Jugendstilobjekten der eigenen Sammlung gegenübergestellt. Zu sehen sind Möbel, Bilder, Fotos, Porzellan, Glas und Metallobjekte sowie die Rohkarosserie eines Sportwagens.

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