News – Archiv

28. Oktober 2019
Mette und Rolf Hay, Foto: HAY & Herman Miller

Herman Miller übernimmt Mehrheit beim dänischen Möbelhersteller HAY

Bereits 2018 hatte der US-amerikanische Möbelhersteller Herman Miller, einer der weltweit führenden börsennotierten Möbelhersteller, sich mit 33 Prozent an dem dänischen Möbelproduzenten HAY beteiligt. Jetzt hat Herman Miller bekannt gegeben, dass er weitere 34 Prozent des Aktienkapitals erworben hat und damit insgesamt 67 Prozent der Anteile an dem Unternehmen hält. Herman Miller Inc. agiert international und ist vor allem durch Möbelklassiker von Charles & Ray Eames, George Nelson, Isamu Noguchi und Alexander Girard bekannt geworden, hat aber auch Entwürfe renommierter zeitgenössischer Designer im Portfolio. Mit seinem Engagement bei dem 2002 in Kopenhagen von Troels Holch Povlsen zusammen mit Rolf und Mette Hay gegründeten Unternehmen HAY will Herman Miller seine Präsenz im Einzelhandels- und Vertragsmarkt stärken und besonders jüngere urbane Kunden ansprechen. 2019 waren die Gründer Rolf und Mette Hay von der Zeitschrift Fast Company in die Liste der 100 Most Creative People aufgenommen worden.


28. Oktober 2019
Aus Carolien Nieblings Buch „The Sausage of the Future“, © Carolien Niebling

Auf der Jagd nach Innovationen. Vorträge in Berlin

Wenn es um Innovationen geht, denkt man – auch im Bereich des Designs – für gewöhnlich an etwas überraschend Neues, das so noch nicht dagewesen ist oder bislang sogar als undenkbar galt. Im ökonomischen Sinne kann von einer Innovation aber erst gesprochen werden, wenn ihre Nützlichkeit erkannt wurde und daraus ein entsprechendes Produkt, ein Verfahren, eine Dienstleistung oder ein Geschäftsmodell entstanden ist. Dabei kann es sein, dass der Nutzen oder Wert einer Innovation nicht sofort, sondern erst nach längerer Zeit entdeckt wird. Wer sich ernsthaft mit dem Thema Innovation auseinandersetzt, blickt deshalb auch in die Vergangenheit und schaut, wie frühere Generationen Probleme gelöst haben, die – wenn auch unter anderen technologischen, politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Voraussetzungen – auch heute noch relevant sind. Die an der Fakultät Gestaltung der Universität der Künste Berlin angesiedelte Transferstelle und Galerie „designtransfer“ widmet sich in mehreren Vorträgen der Frage, wie gute Ideen aus der Vergangenheit in Lösungen für eine sinnvolle und zukunftsfähige Lebensweise übertragen werden können. In der Reihe Conservation for Innovation werden am 7. November die britische Designberaterin Jane Whithers, die niederländische Forscherin Carolien Niebling und der schwedische Designer Jonas Pettersson darüber sprechen, wie entsprechende Ideen aus der Vergangenheit genutzt werden können. Am 10. Dezember setzt der mexikanische Produkt- und Materialdesigner Fernando Laposse die Vortragsreihe fort.


28. Oktober 2019
© Biennial Design Ljubljana

Biennale Ljubljana 2019 zum Thema Allgemeinwissen

Wir leben heute in einer Wissensgesellschaft. Wie aber erwerben wir dieses Wissen? Welchen Informationen kann man vertrauen? Ob Fake News verbreitet werden, Informationen aus zweifelhaften Quellen stammen, nicht verifizierbar sind oder gezielt manipuliert werden – die Liste der Fragen ist lang, wie seriös die Grundlagen sind, aus denen unser Wissen entsteht. Die 26. Biennial of Design Ljubljana stellt sich der Problematik mit ihrem diesjährigen Thema Common Knowledge. Vom 14. November 2019 bis zum 9. Februar 2020 wird in zahlreichen Veranstaltungen und Ausstellungen der Frage nachgegangen, welche Rolle das Design bei der Vermittlung von Wissen spielt und wie es um dessen Wahrheitsgehalt steht. Die Organisatoren haben sechs Projekte ausgewählt, die der Fragestellung in den Themenbereichen Bibliothek, Museum, Universität, Altenheim, Botanischer Garten und Tageszeitung nachgehen. Die zentrale Ausstellung im MAO Museum of Architecture and Design in Ljubljana wird Arbeiten unter anderem von Superflux, Carsten Nicolai, Dunne & Raby, Otto Neurath, Orson Welles, Victor Papanek, Forensic Architecture und Otl Aicher präsentieren.


23. Oktober 2019
Ingo Maurer © Hagen Sczech

Menschen im Design – Nachruf: Ingo Maurer gestorben

Lichtgestalter. Lichtkünstler. Meister des Lichts. Viele Bezeichnungen werden auf den jüngst verstorbenen Designer Ingo Maurer verwendet. Und es ist wahr, dass seine Herangehensweise an die Inszenierung von Licht, seine Lichtinstallationen immer durch besondere, oft überraschende Elemente bestachen. Geboren 1932 auf der Insel Reichenau im Bodensee, zog es Maurer nach seinem Studium der Gebrauchsgraphik 1960 nach New York. Dort machte ihn seine erste Leuchte im Jahr 1966 schlagartig berühmt: „Bulb“ – eine Tischleuchte in Form einer übergroßen Glühbirne – wurde 1969 in die Design Collection des Museum of Modern Art in New York aufgenommen und wird noch heute produziert. Zu weiteren bekannten Arbeiten zählen die Leuchte „Lucellino“ 1992, die mit handgefertigten Flügeln aus Gänsefedern verziert ist, sowie aufsehenerregende Projekte im öffentlichen Raum, wie die Lichtgestaltung der Münchner U-Bahn-Stationen Westfriedhof (1998) und Münchner Freiheit (2009) oder, jüngst fertig gestellt, die Installation „Silver Cloud“ im Wintergarten des Residenztheaters in München.

Wer weitere Arbeiten Ingo Maurers sehen möchte, kann dies in der Pinakothek der Moderne in München tun. Dort schmückt die Installation „Pendulum“ noch bis Februar 2020 das Atrium, außerdem wird vom 15. November bis 1. Oktober 2020 die Ausstellung „Ingo Maurer Intim. Design or What?“ gezeigt. Oder man besucht in der Kaiserstraße 47 in München den einzigen Maurer-Showroom Europas, in dem auf 700 Quadratmeter über 100 Produkte, Prototypen und Einzelstücke präsentiert werden (ein weiterer Showroom existiert in New York). Am 21. Oktober 2019 ist Ingo Maurer im Alter von 87 Jahren in München gestorben.


21. Oktober 2019
Jonathan Ive by Andreas Gursky, 2019, Kunstdruck auf Papier auf Dibond montiert, 136 x 102 cm © Andreas Gursky

Menschen im Design: Jony Ive by Andreas Gursky

Die National Portrait Gallery (NPG) in London sammelt seit 1856 Portraits von historisch bedeutenden und über die Grenzen hinaus berühmt gewordenen britischen Persönlichkeiten in Form von Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen – und seit 1932 auch von Fotografien. Im Vordergrund steht dabei die abgebildete Person, weniger der Künstler, der das jeweilige Werk geschaffen hat. In diesem Fall hatte die NPG ein Portrait des britischen Industriedesigners Jonathan Ive in Auftrag gegeben, das von keinem Unbekannten, sondern von dem deutschen Fotografen Andreas Gursky realisiert und vor Kurzem unter dem Titel Jony Ive by Andreas Gursky präsentiert wurde. Gurskys Portrait zeigt den Designer im neuen Headquarter von Foster + Partner im Apple Park im kalifornischen Cupertino und ist das dritte Portrait von Jonathan Ive in der Sammlung des Museums. Zur Arbeit mit Gursky sagte Ive: „Ich bin schon seit Jahrzehnten von Andreas‘ Arbeiten besessen und erinnere mich lebhaft daran, wie aufregend es für mich war, ihn vor zehn Jahren erstmals zu treffen. Seine sehr spezielle und sachliche Art, Dinge, die er sieht, zu präsentieren – seien es großartige Landschaften oder Rhythmus und Wiederholung von Supermarkt-Regalen –, ist beides, schön und herausfordernd.“ Gursky betonte, Ives Ästhetik habe bei einer ganzen Generation Spuren hinterlassen und sagte: „Ich bewundere seine immense hellseherische Kraft und habe versucht, diese Energie in meinem Portrait auszudrücken.“ Auch Nicholas Cullinan, der Direktor der National Portrait Gallery, zeigte sich begeistert: „Wir sind hocherfreut, dieses außergewöhnliche neue Portrait in Auftrag gegeben zu haben, das zwei der weltweit führenden kreativen Köpfe vereint, deren innovative Arbeit permanent die Grenzen von beidem, Technologie und Fotografie, erweitert“. Das Portrait ist aktuell im Raum Nummer 32 des Museums zu sehen.


21. Oktober 2019
„Raising Robotic Natives“, 2016, gestaltet von Stephan Bogner, Philipp Schmitt und Jonas Voigt, Courtesy of the designers, Foto © Stephan Bogner, Philipp Schmitt und Jonas Voigt

Design für die Zukunft. Ausstellung in Philadelphia

Derzeit wird viel darüber diskutiert, wie wir in einer nahen oder fernen Zukunft leben werden. Visionen und Vorstellungen davon, wie sich die Dinge entwickeln werden, gibt es viele. Aber gibt es das überhaupt: die Zukunft? Im Philadelphia Museum of Art widmet sich eine Ausstellung der Gestaltung der Zukunft mit einem differenzierten Blick, der nicht von einer, sondern von vielen verschiedenen Versionen der Zukunft ausgeht. Designs for Different Futures zeigt vom 22. Oktober 2019 bis zum 8. März 2020, dass das Bild der Zukunft auf mannigfache Art und Weise betrachtet und interpretiert werden kann: apokalyptisch, vielversprechend oder utopisch. Es wird danach gefragt, wie der Alltag aussehen wird, wie wir essen, heilen, reisen und lieben werden. Ob die oft kontroversen Entwürfe und Ideen reine Spekulation bleiben oder tatsächlich Künftiges vorwegnehmen, wird sich erst in der Zukunft überprüfen lassen.


21. Oktober 2019

Forschung im Design. Zwei Konferenzen

Forschung im Design betrifft die Gestaltung sämtlicher Aspekte des alltäglichen Lebens. Sie findet an Forschungsinstituten, in Unternehmen, an Hochschulen und in Museen statt. Die Ansätze und Methoden, wie und zu welchem Zweck wirtschaftliche, gesellschaftliche, ökologische und mediale Prozesse der Gegenwart erforscht werden, unterscheiden sich dabei erheblich. Zwei Konferenzen bieten in den nächsten Wochen Gelegenheit, sich einen Einblick in aktuelle Forschungen zu verschaffen. Bei den Neuen Experimentellen Recherchen im Design/NERD tragen am 1. und 2. November an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel zehn kritische Design-Forscher – unter anderem aus Japan, Hongkong, Melbourne, New York, Kanada und London – ihre Thesen und Analysen vor, um sie anschließend mit dem Publikum zu diskutieren. Und am 8. November findet an der ECAL École cantonale d’art de Lausanne das Symposium Technology and Research in Art and Design statt, das die Verbindungen zwischen Technologie und Forschung in Kunst und Design auslotet. Auch in Lausanne stellen Referenten aus internationalen Institutionen ihre Forschungen zur Diskussion.


21. Oktober 2019
Manifestations, Nick Ervink – Nesurak © Dutch Design Week

Dutch Design Week 2019

Design Festivals gibt es inzwischen viele. Die Terminkalender sind prall gefüllt. Doch wenn es um Design aus den Niederlanden geht, wird die Dutch Design Week in Eindhoven fast schon zum Pflichttermin. Die Ausgabe 2019 wartet mit beeindruckenden Zahlen auf: Neun Tage, 2.600 Designer, 120 Locations, 450 Events und mehr als 350.000 Besucher. Inhaltlich haben sich die Organisatoren auf drei Thesen festgelegt, die in diesem Jahr im Fokus stehen sollen: (1) The future requires international thinking and acting; (2) The future requires connection; (3) The future requires responsability. Damit sich die Besucher in der Vielzahl der Angebote zurechtfinden, werden Routen zu Themen wie Digital, Art & Collectables, Bio Design, Craft & New Material, Future Living, Talent, Social Design und Architecture & Public Space angeboten, die mit „Hop-on-Hop-off“-Bussen bequem zu bewältigen sind. Die Dutch Design Week läuft noch bis zum 27. Oktober.


14. Oktober 2019
Plakat des Films

Kinofilm über M.C. Escher

Der niederländische Grafiker und Künstler Maurits Cornelis Escher (1898 bis 1972) gilt als Meister paradoxer perspektivischer Unmöglichkeiten, optischer Täuschungen und irritierender Wahrnehmungsphänomene. Was auf den ersten Blick selbstverständlich erscheint, erweist sich auf den zweiten als paradox. In Arbeiten wie »Luft und Wasser« entwickelte Escher Flächenmuster, in denen sich – in einem Spiel mit Figur und Grund – beispielsweise Vögel durch leichte Variationen in Fische verwandeln. Seine nach wie vor faszinierenden Denkbilder, die perspektivisch irritieren, mittels optischer Täuschungen Wahrnehmungsphänomene ausloten, sind stets zeichnerisch virtuos ausgeführt. Wie inspirierend M.C. Eschers Arbeiten auf Gestalter wirken, haben jüngst einige Projekte unter Beweis gestellt. In der Ausstellung „Escher x nendo. Between Two Worlds“ hat das japanische Designbüro nendo Arbeiten und Räume in Anlehnung an Escher entworfen und sie den Werken des Künstlers gegenübergestellt. Und sowohl bei der Renovierung zweier Häuser im Stadtteil San José del Olivar von Mexiko Stadt von Lanza Atelier, als auch bei dem Hotel „The Other Place – Guilin Litopia“ von Studio 10, ließen sich die Architekten von Eschers scheinbar endlosen Treppen anregen. Jetzt ist der Kinofilm M.C. Escher – Reise in die Unendlichkeit in den deutschen Kinos angelaufen, der die Lebensgeschichte und die Arbeitsweise des Künstlers auf Grundlage seiner Tagebücher, Notizen und Briefe erzählt.


14. Oktober 2019
Mars Habitat von HASSELL in Zusammenarbeit mit Eckersley O’Callaghan (EOC). Teil der NASA 3D Printed Habitat Challenge, © HASSELL studio

Leben auf dem Mars. Design für den Weltraum in London

Seit Beginn der Eroberung extra-terrestrischer Räume ist Design für den Weltraum ein wenn auch kleiner, so doch ungemein faszinierender Gestaltungsbereich. Erinnert sei etwa an Galina Balaschowa, die als Innenarchitektin und Designerin von 1963 bis 1980 für das sowjetische Raumfahrtprogramm tätig war; aber auch an „Food Trays“ fürs Essen in der Schwerelosigkeit und vieles mehr. Als kommende Herausforderung bemannter Raumfahrt gilt heute die „Eroberung“ des Planeten Mars, wobei sowohl die Raumschiffe für die Reise als auch Habitate für ein mögliches Leben auf dem Roten Planeten zu gestalten sind. Mit der Ausstellung Moving to Mars gibt das Design Museum London vom 16. Oktober 2019 bis zum 1. März 2020 mit Exponaten der NASA, der European Space Agency, SpaceX und AI Space Factory, aber auch mit Entwürfen von Raymond Loewy und Konstantin Grcic, einen ersten Überblick über bereits existierende Ideen und Visionen. Die Besucher können ein Mars-Habitat in Originalgröße besichtigen, spezielle Fahrzeuge und Food-Farmen ebenso bestaunen wie Mode, die vom Mars inspiriert wurde. Am Ende steht die Frage, ob wir überhaupt versuchen sollten, zum Mars zu fliegen.


14. Oktober 2019
Vincent Di Fate Magazincover: Analog Science Fiction and Fact, November 1975 © Vincent Di Fate und Penny Publications / Dell Magazines, 2019 Leihgeber und Foto: Maison d’Ailleurs, Schweiz / Agence Martienne

Science-Fiction. Ausstellung in Essen

Visionäre Technologien und bahnbrechende Innovationen, aber auch Irrwege und Weltuntergangsszenarien – welchen Designer würde das nicht begeistern? In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich aus der Literatur heraus das Genre der Science-Fiction, das sich mit seinen phantastischen Zukunftsvisionen in Büchern und Kunst, Filmen und Musikvideos, Comics und Computerspielen rasch massenmedial ausbreitete. Je weiter die technologische Entwicklung fortschreitet, desto näher rücken die Visionen und Szenarien der historischen Science-Fiction an unsere heutige Lebenswirklichkeit heran. Mit der Ausstellung I was a Robot. Science-Fiction und Popkultur zeigt das Museum Folkwang in Essen eine groß angelegte Schau zu unserem Verhältnis zu Robotern, Cyborgs und Künstlicher Intelligenz. Die mittels mehr als 200 Ausstellungsstücken ausgebreiteten Themenfelder reichen von „Schöpfung und Funktion“ über „Künstliche Kreation und Künstliche Intelligenz“ bis zu „Cyberpunk und der Tod der Menschheit“. Ist der Roboter der Freund oder Feind des Menschen? Verbessert er unser Leben oder macht er uns am Ende überflüssig? Oder erweist er sich angesichts von Digitalisierung, Körperimplantaten und Künstlicher Intelligenz gar selbst als Auslaufmodell? Wie es auch kommen mag, Science-Fiction bleibt eine faszinierende Quelle für die Gestaltung unserer Welt. Ganz nach André Malraux: „Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern“.


14. Oktober 2019
Visual der Konferenz, © HfG Offenbach

re/set mobility design. Internationale Konferenz in Offenbach

Im Zuge der vielfältigen Klimadiskussionen, der Fridays-for-Future-Proteste und der vergangenen Internationalen Automobilausstellung IAA ist eine fundierte Diskussion über die Mobilität der Zukunft und darüber, was das Design dazu beitragen kann, mehr als wünschenswert. Am 7. und 8. November 2019 findet an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main die internationale Designkonferenz re/set mobility design. shaping future mobility statt. Dann werden internationale Referenten aus den Bereichen Mobilität, Infrastruktur und Architektur Vorträge halten und für Diskussionen zur Verfügung stehen. Die HfG Offenbach ist derzeit im Forschungsverbund „Infrastruktur – Design – Gesellschaft. Designforschung in Mobilitätssystemen für die Entwicklung mulitmodaler, umweltfreundlicher Mobilität im Ballungsraum Rhein-Main“ involviert und wird in den nächsten Jahren ein Zentrum für Mobilitätsdesign aufbauen. Anmeldeschluss für die Konferenz ist der 24. Oktober 2019.


14. Oktober 2019
Tim Marlow, © Design Museum London

Menschen im Design: Tim Marlow wird neuer Direktor des Design Museum London

Von Januar 2020 an steht ein neuer Kopf an der Spitze des Design Museums London: Tim Marlow wurde als neuer Direktor und in die neu geschaffene Position eines CEO des Museums berufen. Der Kunsthistoriker hat sich als Kurator, Autor und Radiosprecher eine fundierte Grundlage in der Bewertung und Vermittlung verschiedenster Themenbereiche erworben. Seit 2014 ist er künstlerischer Direktor der Royal Academy of Arts, an der er das Ausstellungsprogramm, die Sammlung, das akademische Programm sowie die Publikationen über einflussreiche Künstler und Architekten verantwortet. Tim Marlow folgt Deyan Sudjic und Alice Black nach, die das Design Museum London seit mehr als 12 Jahren erfolgreich als Duo geführt und auch den Umzug des Museums im Jahr 2016 vorangetrieben haben.


7. Oktober 2019
„One Plastic, one Product“ © K-online

K 2019. Die Messe für Kunststoffe in Düsseldorf

Alle drei Jahre findet in Düsseldorf die „K“ statt, die weltgrößte Messe der Kunststoff- und Kautschukindustrie. Vom 16. bis zum 20. Oktober ist es mit der K 2019 wieder soweit. Die ersten Presseankündigungen lassen darauf schließen, dass die weltweit geführten Diskussionen über zu viel Plastikmüll in den Meeren die Aussteller vor große Herausforderungen stellen, ihre Produkte – und vor allem die Neuheiten – so darzustellen, dass Anwender und Verbraucher mit dem Werkstoff auch in Zukunft nachhaltig und moralisch unbedenklich umgehen können. Für Designer sind Kunststoffe nach wie vor von zentraler Bedeutung. Da sie sich mit unterschiedlichen Verfahren verarbeiten lassen, bieten sie ein großes Spektrum von Gestaltungsmöglichkeiten. Seit einigen Ausgaben richtet die K ihren Blick auch auf Designer als Kunden. So bietet die Messe in diesem Jahr erstmals eine auf das Industriedesign fokussierte Microsite Materials and Design an, die von Chris Lefteri mit Beiträgen und Interviews betreut wird. Lefteri gehört zu den ersten Autoren und Referenten, die das Thema „Material und Design“ in der Designbranche verankert haben. Auf der K 2019 wird er für interessierte Besucher kuratierte Führungen anbieten.


7. Oktober 2019
Blick in die Publikation von Christian von Reventlow und Philipp Thesen

Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Design. Design Talks 2019

Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bringen neue Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen hervor und verändern die Art und Weise, wie wir unser Leben führen. Während in den Medien meist nur Schlagworte kursieren, konfrontieren die neuen Technologien Gestalter und Unternehmer konkret mit der Frage, wie sie diese sinnvoll und verantwortungsbewusst einsetzen können. Um den öffentlichen Austausch über relevante Themen voranzutreiben, setzt der Rat für Formgebung seine Gesprächsreihe Design Talks fort. Moderiert von der Journalistin Martina Metzner, bieten die Gespräche mit verschiedenen hessischen Unternehmern und Gestaltern erhellende Einblicke in die Designbranche. Die neue Folge beginnt am 16. Oktober 2019 mit einer Lesung und einem Gespräch mit Prof. Philipp Thesen zum Thema „Humanizing Technologies: KI und Design“. Grundlage ist die jüngst erschienene Publikation von Philipp Thesen und Christian Reventlow „The Digital Shift. Design’s new role as artificial intelligence transforms into personal intelligence“. Weitere Design Talks finden am 27. November und am 3. Dezember statt. Die Design Talks werden vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen gefördert. Die Teilnahme ist – nach verbindlicher Anmeldung – kostenlos.


Print Friendly, PDF & Email