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16. September 2019
Mike Kelley, Wake Turbulence, LAX International Airport, 2014, © Mike Kelley

Informationsdesign heute. Ausstellung in Zürich

Nie zuvor war die Flut von Informationen größer, nie ihr Austausch so intensiv wie heute – und keiner kann sagen, welche Entwicklungen noch zu erwarten sind. Gestalter haben die Bedeutung der Vermittlung von Informationen frühzeitig erkannt und ihre Kompetenzen sinnvoll und hilfreich für den Rezipienten eingesetzt. Das Informationsdesign nutzt vorrangig bildliche und symbolische Darstellungen anstelle von Worten, ganz gleich, ob es um die Visualisierung komplexer Daten, die Darstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse oder journalistischer Recherchen, um die Orientierung in Räumen oder um Hilfsmittel beim Lernen und Lehren geht. Einprägsame Bilder, Piktogramme und Diagramme haben die Kraft, komplexe Sachverhalte aufs Wesentliche reduziert zu veranschaulichen, damit Informationen schnell und intuitiv erfasst werden können. Das kann aufklärend wirken, aber auch manipulativ eingesetzt werden. Im Museum für Gestaltung Zürich zeigt die Ausstellung Wissen in Bildern – Informationsdesign heute vom 20. September 2019 bis zum 16. Februar 2020 aktuelle Praktiken und Tendenzen dieser visuellen Form der Kommunikation.


16. September 2019
© Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum

Gesichtserkennung und KI. Ausstellung in New York

Sie ist allgegenwärtig, aber selten als solche erkennbar und in ihren Folgen transparent: Gesichtserkennung. Auf welche Weise sie in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz unseren Alltag verändert, spielt auch für das Design eine wichtige Rolle. Das Cooper Hewitt Smithsonian Design Museum in New York zeigt vom 20. September an unter dem Titel Face Values eine von Ellen Lupton kuratierte Installation und Ausstellung zum Thema. Untersucht werden die Wirkungen aktueller Technologien im Zusammenspiel von Überwachung und Künstlicher Intelligenz und deren gesellschaftliche Bedeutung. In einer von Matter Architecture Practice gestalteten digitalen Umgebung werden unter anderem Arbeiten der Designer Luke DuBois und Zachary Liebermann gezeigt, ergänzt von einem „visuellen Essay“ von Jessica Helfand.


16. September 2019
Pierre Cardin, Bullaugensonnen­brillen und Vinylkrägen, 1970, © Archives Pierre Cardin

Pierre Cardin. Ausstellung in Düsseldorf

Man könnte die Kreationen des französischen Modedesigners Pierre Cardin durchaus als Mode für die Zukunft bezeichnen. Insbesondere seine Entwürfe aus den 1960er- und 1970er-Jahren gelten bis heute als avantgardistisch, da Cardin schon damals mit futuristischen Schnitten arbeitete und für seine Kreationen ungewöhnlichen Materialien wie Acryl, Plastik oder Kunstleder verwendete. Cardin gehört zudem zu jenen Modedesignern, die Qualität für alle erschwinglich machen wollte. Indem er zahlreiche Lizenzen für unterschiedliche Produktbereiche vergeben hat, für die er zum Teil auch Kollektionen gestaltete, gelang es ihm, aus seinem 1950 gegründeten Unternehmen ein Mode-Imperium zu machen. Vom 19. September 2019 bis zum 5. Januar 2020 zeigt das Museum Kunstpalast in Düsseldorf mit Pierre Cardin. Fashion Futurist eine umfangreiche monografische Schau zu diesem Ausnahmedesigner, der auch im Alter von 97 Jahren noch Alleineigentümer seines Unternehmens ist.


16. September 2019
Rido Busse, © BUSSE Design+Engineering GmbH

Menschen im Design I – Jubiläum: 60 Jahre Busse Design

Im Jahr 1959 gründet Rido Busse, einer der ersten Absolventen der HfG Ulm, dort sein eigenes Designbüro Busse Design. Unzählige Produkte von Rido Busse und seinem Team fanden seitdem ihren Weg in die Haushalte, darunter die Soehnle-Waage und die klassische Rührschüssel, aber auch Brotschneidemaschine, Rasenmäher und Elektrowerkzeuge. Auch in der Investitionsgüterindustrie ist das Designbüro kompetenter Partner bei der Gestaltung von Maschinen oder Spezialfahrzeugen. 1977 rief Rido Busse den „Plagiarius“ ins Leben, eine kritische „Auszeichnung“ für besonders dreiste Produktnachahmungen. Die Initiative hat bis heute Bestand und stellt nach wie vor erfolgreich eine Öffentlichkeit für das Problem des Plagiierens her. Mit den vier Disziplinen Produktdesign, Interface-Design, Konstruktion und Prototypenbau versteht sich Busse Design seit 60 Jahren als ein Büro, das bei der Produktentwicklung eine ganzheitliche Betrachtungsperspektive verfolgt. Wir gratulieren! Passend zum Jubiläum zeigt das Design Center Baden-Württemberg vom 18. September bis zum 23. Oktober 2019 die Ausstellung Original vs. Plagiat mit Beispielen aus unterschiedlichen Branchen.


16. September 2019
Luigi Colani

Menschen im Design II – Zum Tod von Luigi Colani

Autos, Schiffe, Flugzeuge – organisch sollten sie sein, biomorph und aerodynamisch. Damit war Luigi Colani seiner Zeit weit voraus und machte sich nicht nur Freunde in der deutschen Ingenieurslandschaft. Dennoch: Er galt in den 1970er- und 1980-Jahren als Deutschlands bekanntester Designer und hatte sein Arbeitsspektrum schon längst auf Möbel und Gebrauchsgegenstände ausgeweitet. Die Möbelhauskette Asko, die Unternehmen Cor, Fritz Hansen, Burkhard Lübke, Poggenpohl und Sulo gehörten zu seinen Auftraggebern.
1928 als Sohn eines Schweizers und einer Polin in Berlin geboren, führte – damals noch – Lutz Colanis Weg ihn zunächst an die Hochschule für Bildende Künste, um Bildhauerei und Malerei zu studieren. Bald schon bald brach er sein Studium ab und führte seine akademische Ausbildung an der Pariser École polytechnique in Aerodynamik und Ultraleichtbau fort. Nach seinem Abschluss arbeitete er beim kalifornischen Flugzeughersteller Douglas Aircraft Company in der Materialforschung. Ab 1954 entwarf er Kunststoffkarosserien für Simca, Erdmann & Rossi und schließlich für Fiat/Rometsch, Alfa Romeo und Lancia. Der Erfolg gab ihm recht und so gründete Colani in den 1970er-Jahren seine eigene Designfactory auf Schloss Harkotten in Westfalen. In den 1980er-Jahren ging Luigi Colani nach Asien, arbeitete dort in Japan mit Canon, Sony und Mazda zusammen. Seit den 90er-Jahren lebte er abwechselnd in Deutschland und China. Noch 2018 arbeitete er in China an zwei Wohnwagentypen sowie an einem E-Auto. Am 16. September verstarb Luigi Colani nach kurzer schwerer Krankheit in Karlsruhe.


9. September 2019
Auf der IAA werden nicht nur neue Fahrzeuge vorgestellt, es wird auch über Elektromobilität und vernetzte Verkehrskonzepte diskutiert. © IAA

Internationale Automobil Ausstellung IAA in Frankfurt am Main

Vom 12. bis zum 22. September 2019 ist es wieder soweit: auf dem Messegelände in Frankfurt am Main findet die Internationale Automobilausstellung IAA statt. In den vergangenen Jahrzehnten war die IAA vor allem eine Leistungsschau der internationalen Autoindustrie, bei der die neuesten Automodelle vorgestellt wurden. Heute muss sich die Messe den vielfältigen Herausforderungen der aktuellen Mobilitätsdiskussion stellen, weshalb sie ihr Programm während der Messetage deutlich erweitert hat. Mit zahlreichen Konferenzen und Sonderausstellungen zu aktuellen Mobilitätsfragen, alternativen Antrieben und Materialien, zur Elektromobilität, zum Auto als digitaler Plattform, zu Städten der Zukunft und neuen Autoreifen bis hin zum Verhältnis von Autofahrern und Radfahrern soll dem Bedürfnis der Kunden nach einer komplexen Betrachtung sämtlicher Fragen und Aspekte der Mobilität Rechnung getragen werden. Unter dem Motto „Driving tomorrow“ will die IAA ihr Profil erweitern und sich von einer reinen Autoshow zur internationalen Plattform für die Mobilitätswende weiterentwickeln.


9. September 2019
Platz nehmen mit Paul Cocksedge: Rendering zu „Please Be Seated“, © Paul Cocksedge

London Design Festival 2019

Es ist inzwischen eines der größten und bekanntesten Design-Festivals weltweit: mit unzähligen Veranstaltungen präsentiert sich London vom 14. bis zum 22. September abermals als internationale Metropole des Designs. Zentrale Anlaufstellen des London Design Festivals sind unter anderem die sogenannten „Landmark Projects“, bei denen seit 2007 international renommierte Gestalter beliebte Orte der Stadt bespielen. In diesem Jahr wird der britische Designer Sam Jacob im Victoria & Albert Museum seine Installation „Sea Things“ zeigen; und Paul Cocksedge wird mit „Please Be Seated“ den Finsbury Avenue Square für die Besucher neu erlebbar machen. Experimentelle Ausstellungen und Installationen widmen sich überdies Themen wie Klimawandel, Innovation, Wachstum und Nachhaltigkeit. Beim Global Design Forum, der jährlichen Konferenz des Festivals, stellen internationale Redner aus der Designszene wie Kengo Kuma, Vivienne Westwood und Fabio Novembre ihre Ideen zur Zukunft des Designs vor. Zudem wird in zahlreichen Workshops über Materialien, Fragen der Produktion und des Grafik- und Biodesigns sowie neue Geschäftsmodelle diskutiert.


9. September 2019
Visual zur Ausstellung, © Architekturgalerie Berlin

HG Merz. Ausstellung in Berlin

Bei der Gestaltung von Ausstellungen oder der Sanierung denkmalgeschützter Bauten stehen sein Name, sein Büro und seine Arbeiten immer für eine individuelle und dem Ort angemessene Gestaltung: HG Merz. Ob das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart oder das UNESCO Welterbe Kloster Lorsch, das internationale Team und das Netzwerk um den Architekten HG Merz durchdringt die Aufgabe und entwickelt aus dem Gegebenen heraus eine spezifische Lösung. Als verbindendes Motiv erweist sich dabei oft die Bricolage. Zudem hat HG Merz mit dem ehemaligen Staatsratsgebäude der DDR, der Alten Nationalgalerie, Ludwig Leos Umlauftank 2, der Staatsbibliothek und der Staatsoper einige der wichtigsten Gebäude Berlins saniert. Mit der Ausstellung HG Merz Wildes Denken gewährt die Architekturgalerie Berlin bis zum 19. Oktober 2019 spannende Einblicke in das Denken, die Methode und die Arbeiten von HG Merz.


9. September 2019
Visual zur Ausstellung, © Gutenberg-Museum

Werbung und Printprodukte am Bauhaus. Ausstellung in Mainz

Aus Anlass des Jubiläums „100 Jahre Bauhaus“ wirft das Gutenberg-Museum in Mainz bis zum 2. Februar 2020 ein Schlaglicht auf die Bauhaus-Typografie, die das Grafik- und Kommunikationsdesign revolutioniert hat und bis heute weltweit beeinflusst. Die Ausstellung ABC. Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design untersucht in mehreren thematischen Sektionen die Voraussetzungen und unterschiedlichen Phasen der Entwicklung der Bauhaus-Typografie, wie sie zunächst in Weimar und vor allem zwischen 1925 und 1932 am neuen Standort in Dessau entstanden ist. Typografische Entwürfe und Erzeugnisse, die ebenso durch ihre künstlerische Qualität wie durch ihre Originalität überraschen, bilden einen Schwerpunkt der Ausstellung, die das kreativ-gestalterische Potenzial sowie die funktionale Bedeutung der Grotesk-Schrift am Bauhaus und weit darüber hinaus dokumentiert.


2. September 2019
Bund Deutscher Mädel während des Reichsparteitags, © Hugo Jaeger/Timepix/The LIFE Picture Collection/Getty Images

Design im Dritten Reich. Ausstellung in Den Bosch

Wie haben die Nationalsozialisten das Design für sich, ihre Propaganda und ihre Gräueltaten genutzt? Wie haben Gestalter zwischen 1933 und 1945 in Deutschland ihrer Arbeit nachgehen können? Diese und viele weitere Fragen wurden in zahlreichen internationalen Publikationen aufgearbeitet. Das niederländische Design Museum Den Bosch wagt sich weltweit erstmals im Rahmen einer Ausstellung an dieses Thema und hat bereits mit der Ankündigung mit harscher Kritik zu kämpfen. Die Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht ab Mai 1940 ist im kollektiven Gedächtnis noch immer präsent. Dennoch halten die Ausstellungsmacher an ihrem Projekt fest und wollen mit der Ausstellung Design in the Third Reich deutlich machen, wie Kunst, Produktdesign und visuelle Gestaltung, wird sie für Propagandazwecke eingesetzt, Menschen manipulieren können. Die Ausstellung, die mit zahlreichen Exponaten aus niederländischen und deutschen Museen bestückt wird, ist vom 14. September 2019 bis zum 20. Januar 2020 zu sehen und wird von einem umfangreichen Programm begleitet.


2. September 2019
BMW X6 Sports Utility Coupé in Vantablack, @ Surrey NanoSystems

BMW hat das weltweit erste Auto in Vantablack entwickelt

Dass Schwarz auch in der Automobilbranche nicht einfach nur Schwarz sein kann, haben die Macher von BMW, Surrey Nano Systems und der Kreativagentur Levitation 29 nun bewiesen: Pünktlich zur Internationalen Automobil-Ausstellung IAA wird BMW eine Version seines X6 Coupés in Vantablack, „dem schwärzesten schwarzen Pigment der Welt“, präsentieren.
Vantablack-Beschichtungen absorbieren mehr als 99% des sichtbaren Lichts und entfernen fast vollständig alle Reflexionen. Eine mit einer Vantablack VBx2-Beschichtung beschichtete Oberfläche veranlasst das menschliche Auge, Formen als zweidimensional wahrzunehmen und wird vom Gehirn als ähnlich wie in ein Loch zu starren interpretiert. Somit scheint der BMW VBX6 seine dreidimensionale Form zu verlieren.
Vantablack VBx2 wurde bereits im letzten Jahr vom britischen Architekten Asif Khan verwendet, um bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang in Südkorea einen Pavillon mit dem Pigment zu besprühen


2. September 2019
Poster zur Ausstellung

Bauhaus Jubiläumsausstellung in Berlin

Nach Weimar und Dessau zeigt nun auch die dritte große Bauhaus-Institution, das Bauhaus-Archiv in Berlin, seine große Ausstellung zum Jubiläum der legendären Schule. Unter dem Titel original bauhaus beleuchtet die Schau, wie Unikat und Serie, Remake und Original in der Geschichte des Bauhauses miteinander verbunden sind. Dazu werden, ausgehend von 14 Schlüsselobjekten, 14 Fallgeschichten entfaltet. Wie wurde die Sitzende im Stahlrohrsessel zur berühmtesten Unbekannten des Bauhauses? Hat das Haus am Horn in Weimar einen heimlichen Zwilling? Wieso blieb Marianne Brandts Tee-Extraktkännchen ein Unikat? Aufgrund der Um- und Neubauarbeiten am Bauhaus-Archiv wird die Ausstellung vom 6. September 2019 bis zum 27. Januar 2020 in der Berlinischen Galerie zu sehen sein.


26. August 2019
Alexander Girard in seinem Studio in den frühen 1950er-Jahren, fotografiert von
Charles Eames, Foto: Vitra

Menschen im Design: Posthume Ehrung und filmische Hommage für Alexander Girard

Als Architekt, Innenarchitekt und Designer entwarf er Textilien, Tapeten, Möbel, Corporate Design, Interieurs und Ausstellungen: der Amerikaner Alexander Girard (1907 bis 1993) zählt zusammen mit George Nelson und Charles & Ray Eames, mit denen er befreundet war, zu den prägenden Figuren des amerikanischen Designs der Nachkriegszeit. Bereits vor einigen Jahren ist er – sozusagen im großen Stil – wiederentdeckt, sein Schaffen in Monografien und Ausstellungen gewürdigt worden. Seine von hellen Farben und raffinierten Mustern geprägten Entwürfe erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Im Frühjahr wurde Alexander Girard posthum von der AIGA, einem der größten amerikanischen Designerverbände, für sein die Disziplinen übergreifendes Gesamtwerk mit der AIGA Medal 2019 geehrt, der höchsten Auszeichnung des Verbands. Aus diesem Anlass hat das Möbelunternehmen Herman Miller, für das Girard von 1951 an in mehr als 20 Jahren etwa 300 Muster für Tapeten, Vorhang- und Polsterstoffe entworfen hat, in seinem Online-Magazine WHY eine filmische Hommage an einen der großen amerikanischen Meister des Mid-Century-Modern veröffentlicht.


19. August 2019
Ausstellungsansicht des Treppenhauses des Museum Fridericianum mit Wirkteppich von Fritz Winter. documenta 2 (1959). Inv.Nr.: docA, MS, d2-DCA-005-18.001-d02.022,  © documenta archiv / Foto: Günther Becker

Bauhaus | documenta. Virtuelle Ausstellung

In Kassel läuft seit dem Frühjahr das vom documenta archiv gemeinsam mit der Universität Kassel und in Kooperation mit der Museumslandschaft Hessen Kassel entwickelte Projekt „bauhaus | documenta. Vision und Marke“. Die von einem umfangreichen Katalog begleitete Ausstellung in der Neuen Galerie, die noch bis zum 8. September besucht werden kann, wurde um eine virtuelle Variante ergänzt: Seit vergangener Woche ist die virtuelle Ausstellung Wieviel Bauhaus steckt in der documenta? Eine Spurensuche online. Sie widmet sich den Beziehungen zwischen den beiden global erfolgreichen Projekten, die jeweils vor dem Hintergrund von Zivilisationsbrüchen entstanden sind und exemplarisch für ein modernes Deutschland und die Idee der emanzipatorischen Kraft von Kunst und Kultur stehen. Anhand von neun Stories und 14 Close-ups wird nachgezeichnet, inwieweit die ersten vier documenta-Ausstellungen auf das Bauhaus Bezug genommen haben oder von ihm beeinflusst wurden. Betrachtet werden neben ausgestellten Werken die wichtigsten Akteure, die involvierten Institutionen, das Kunstverständnis sowie das visuelle Erscheinungsbild der documenta.


19. August 2019
Programmierbare Materialien mit Aktorik- und Sensorik-Funktionen kommen bei den Vision Safe Soft Robotics zum Einsatz, © Fraunhofer CPM

Programmierbare Materialien. Lösungen für die Zukunft

Innovative Materialien spielen bei der Entwicklung neuer Produkte eine immer größere Rolle. Beim Einsatz neuartiger Materialien im Vordergrund stehen besonders Verbesserungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit von Produkten und ihrer Handhabung durch den Nutzer. Aktuell erforscht werden sogenannte „programmierbare Materialien“, die Eigenschaften wie Durchlässigkeit, Härte, Dichte, Wärme- und Stromleitfähigkeit verändern können. So könnten in Zukunft beispielsweise Autositze entwickelt werden, die Fahrer und Passagiere beim Beschleunigen fest umfassen, ihnen bei langsamerer Fahrt hingegen größere Bewegungsfreiheit lassen. Derartige Materialien können – etwa bei der Kühlung oder Isolierung von Batteriezellen – auf unterschiedliche Anforderungen reagieren und dabei helfen, Ressourcen zu sparen. In der Fraunhofer-Gesellschaft hat sich 2018 aus verschiedenen Fraunhofer-Instituten ein Cluster of Excellence gebildet, innerhalb dessen Chemiker, Mathematiker, Physiker, Prozesstechniker und Produktentwickler gemeinsam an einem Paradigmenwechsel in der Anwendung von Materialien arbeiten. Einen ersten, leicht verständlichen Einblick in das Thema gibt der Beitrag „Scharf zum Fleisch, sanft zur Butter“ in der Ausgabe 3,19 des Fraunhofer-Magazins „weiter.vorn“. Das Magazin und der Text auf den Seiten 38 und 39 stehen kostenlos als e-Paper oder PDF zur Verfügung.


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