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27. Januar 2020
© Fjord

Design- und Innovations-Trends 2020 von Fjord

Ein weiterer Trendbericht für das Jahr 2020: Die zu Accenture Interactive gehörende Agentur Fjord hat soeben ihre Vorausschau auf die Trends in Design und Innovation veröffentlicht. Gleich sieben Themen hat die Agentur ausfindig gemacht, denen besondere Beachtung geschenkt werden müsse. Als Mega-Trend erweise es sich, dass die Grundlagen eines auf Wachstum ausgerichteten Wirtschaftens und einer Vernetzung von Wirtschaft und Politik, Kapitalismus und Ressourcen, Technologie und Gesellschaft überdacht würden und vieles neu ausgerichtet werde. Das dürfe freilich nicht als düsteres Bild missverstanden, sondern müsse als einmalige Chance begriffen werden, auf der Grundlage neu definierter Werte innovative Geschäftsmodelle, Dienstleistungen und Produkte zu entwickeln. Wachstum (Trend 1: Many faces of growth) werde künftig viele Gesichter haben und sich vom Maßstab eines rein monetären Zuwachses wegbewegen. Der Stellenwert von Geld (Trend 2: Money changers) werde sich mehr und mehr in den digitalen Bereich verschieben; neue Produkte und neue Services würden das klassische Zahlungsmittel ablösen. Technologien zur Gesichtserkennung und zur Kontrolle des Verhaltens (Trend 3: Walking barcodes) würden das Leben zunehmend erleichtern, wobei die 5G-Technologie ein Mehr an physischer Erlebbarkeit und digitaler Daten schaffen werde. In den Vordergrund (Trend 4: Liquid people) trete die Entscheidung, was man kaufe und was man tue. Beim Versuch, Kunden und Mitarbeiter an sich zu binden, werde die Work-Life-Balance für Unternehmen zu einer großen Herausforderung. Von KI (Trend 5: Designing intelligence) werde künftig nicht nur eine Effizienzsteigerung erwartet, sondern die Unterstützung menschlicher Fähigkeiten. Marken seien (Trend 6: Digital doubles) herausgefordert, mit unseren digitalen Doppelgängern in Dialog zu treten. Und, last but not least, seien (Trend 7: Life-centered design) wir alle gefordert, mehr für die Gemeinschaft zu tun und die Perspektive vom Ich zum Wir zu verschieben. Positiv ist anzumerken, dass in dem Trendreport eine Vielzahl von Quellen angegeben ist, die Interessierte somit auch selbst konsultieren können.


27. Januar 2020
Visual der Ausstellung, © Design Museum Holon

State of Extremes. Ausstellung in Israel

Zehn Jahre ist es inzwischen her, dass das Design Museum Holon in Israel seine Türen in dem von Ron Arad entworfenen Gebäude mit der Ausstellung „State of Things“ geöffnet hat. Seitdem ist das Museum über Israel hinaus zu einem wichtigen Ausstellungs- und Vermittlungsort für aktuelle Entwicklungen im Design geworden. Für seine Jubiläumsausstellung hat das Museum den Titel State of Extremes gewählt. In aktuellen Diskussionen, nicht nur über den Klimawandel, würden über die Medien oft polarisierende Ideologien, extreme politische Positionen und Ressentiments verbreitet. Zugleich eröffneten Wissenschaft, Technik und die menschliche Vorstellungskraft neue Möglichkeiten, danach zu fragen, was künstlich und was natürlich ist, und was eine „normale“ menschliche Existenz bedeutet. Was heute extrem erscheint, könne schon morgen zur Routine werden. Die aktuelle Ausstellung, die noch bis 9. Mai zu sehen ist, diskutiert die Herausforderungen der Zeit im Kontext gestalterischer und künstlerischer Möglichkeiten und fragt, da auch hier auf extreme Entwicklungen reagiert werden müsse, nach deren Verantwortung.


27. Januar 2020
Michaela Bercu, Linda Evangelista & Kirsten Owen, Pont-à-Mousson, 1988
© Peter Lindbergh (Courtesy Peter Lindbergh, Paris)

Peter Lindbergh. Ausstellung in Düsseldorf

Eine seiner berühmtesten Aufnahmen ist sicherlich die Schwarzweißfotografie von Naomi Campbell, Christy Turlington, Cindy Crawford, Linda Evangelista und Tatjana Patitz, die Peter Lindbergh 1989 im Auftrag der britischen Vogue geschaffen hat. Sie hat die fünf Models nicht nur zu „Supermodels“ gemacht, sondern auch die Mode-Fotografie nachhaltig verändert. Als Peter Lindbergh im September 2019 gestorben ist, hatte er bereits zwei Jahre lang an der Ausstellung Untold Stories gearbeitet, die vom 6. Februar bis zum 1. Juni im Düsseldorfer Museum Kunstpalast zu sehen sein wird. Die Schau zeigt bewusst nicht die allseits bekannten Arbeiten Lindberghs, sondern präsentiert viele bislang noch nie in einer Ausstellung gezeigte Fotografien, in denen Lindberghs Anspruch deutlich wird, nicht die Mode, sondern den portraitierten Menschen in den Mittelpunkt der Fotografie zu stellen. Mit dieser Arbeitsweise ist es ihm gelungen, „den unmittelbaren Kontext von Modefotografie und zeitgenössischer Kultur zu überschreiten und neu zu definieren“. Models waren fortan keine „Anziehpuppen“ mehr, sondern gaben der Kleidung eine Haltung und eine Aura. Die Ausstellung ist auch als Vermächtnis von Peter Lindbergh zu verstehen.


27. Januar 2020
Albert Kahn: Export Building of the Chrysler-Dodge Half-Ton Truck Plant, © Chicago History Museum

Industriearchitektur von Albert Kahn. Ausstellung und Buch

Unternehmen, die sich bei ihren Verwaltungs- oder Fabrikbauten bewusst für eine besondere Architektur entscheiden, geben damit immer auch ein Statement zur Marke und zur Stellung des Unternehmens im internationalen Markt ab. Albert Kahn (1869 bis 1942) gilt als der wohl bedeutendste Industriearchitekt des 20. Jahrhunderts. Seine für die Massenfertigung entworfene Fabrik für das T-Modell von Ford steht am Anfang des modernen Industriebaus. Seine Industriehallen begeisterten die Architekten der europäischen Moderne und die strukturelle Rationalität seiner Industrieanlagen wurde zum Vorbild, nicht nur für das Neue Bauen, sondern bis in die heutige Zeit. Sie sind geprägt vom Verlangen nach Einfachheit, Reduktion und Sparsamkeit, nach Schnelligkeit, Effizienz und Anpassungsfähigkeit. Kahns Büros plante mehr als tausend industriell genutzte Anlagen vor allem in Nordamerika, Europa und der ehemaligen Sowjetunion. Dazu kamen zahlreiche Repräsentations- und Verwaltungsgebäude, Theater, Wohnhäuser und Villen, bei denen der Architekt, im Unterschied zur Radikalität der Architektur seiner Fabrik- und Montagehallen, dem traditionellen Bauen und neoklassizistischen Stilelementen verpflichtet blieb. Mit Albert Kahn Industriearchitektur zeigt der Werkbund Hessen vom 31. Januar bis zum 21. Februar 2020 in Frankfurt am Main eine Übersicht über Kahns Wirken auf diesem Gebiet. Die von Thorsten Bürklin und Jürgen Reichardt kuratierte Schau basiert auf einem 2019 von den beiden zum 150. Geburtstag von Albert Kahn im Birkhäuser Verlag herausgegebenen Band. Bürklin lehrt Architekturgeschichte und -theorie, Reichardt Baukonstruktion und Industriebau an der Münster School of Architecture (MSA). Alle analogen und virtuellen Modelle der Ausstellung wurden von Studierenden der MSA hergestellt.


27. Januar 2020
Hugh Weber, © Design Observer

Hugh Weber Managing Director beim Design Observer

Im Jahr 2003 ging mit dem Design Observer in den USA eine Website an den Start, die nichts weniger im Sinn hatte, als zu einer international relevanten Plattform für den kritischen Austausch über den breit gefächerten Design-Kanon zu werden. Mit den Gründern Rick Poyner, Michael Bierut, Jessica Helfland und William Drenttel war schon einmal eine solide Grundlage für journalistisch anspruchsvolle und relevante Inhalte geschaffen. Und so wurde der Design Observer tatsächlich zu eben dieser wichtigen Plattform für den Gestaltungsdiskurs. Mit dem von Debbie Millman 2005 initiierten Podcast „Design Matters“ war man auch in der Vermittlung wichtiger Themen und Inhalte der Zeit voraus. Jetzt hat das mehrfach ausgezeichnete Medienunternehmen einen neuen Managing Director bekommen. Hugh Weber übernimmt ab sofort diesen Posten und wird mit der Expertise eines Studiums der Politikwissenschaften, seiner Tätigkeit im National Board des American Institute of Graphic Arts (AIGA) sowie seiner Mitgliedschaft im Advisory Commitee von Design for America, einem universitären Netzwerk, das lokal und sozial engagierte Designinitiativen unterstützt, das Unternehmen in allen Belangen weiterentwickeln.


27. Januar 2020
Hanna Harris, Foto: Sakari Röyskö, © City of Helsinki

Hanna Harris neue Chief Design Officer Helsinki

Die Stadt Helsinki leistet sich etwas, das eigentlich jeder Stadt gut zu Gesicht stehen würde: einen Chief Design Officer. 2016 hat Helsinki als erste Stadt weltweit diese Stelle eingerichtet, um die Stadt im internationalen Wettbewerb als Design Metropole weit vorne zu halten. Aber auch, um Fragen der Gestaltung innerhalb der Stadt und von Menschen, die in ihr leben, zentral und kontinuierlich eine Stimme und damit auch eine Wirkung zu geben. Mit der finnischen Design-Expertin Anne Stenros hatte diese Position von Anbeginn eine starke  Stimme bekommen. Im März 2020 übernimmt Hanna Harris dieses Amt. Harris bringt vielfältige Erfahrungen in der Kommunikation und der Vermittlung von Design und Architektur mit, war sie doch viele Jahre Programmdirektorin der international renommierten Helsinki Design Week. Zuletzt war sie Direktorin von Archinfo Finnland, einer Organisation, die finnische Architektur lokal und international sichtbar macht. In einem ersten Interview auf der Website der Helsinki Design Week erläutert Hanna Harris ihre Ziele für die neue Aufgabe.


20. Januar 2020
© frog design

frog design veröffentlicht Trend Guide 2020

Pünktlich zum Jahreswechsel steht der Trend Guide von frog design für 2020 zum Download bereit. Das Designunternehmen betrachtet in seinem Bericht nicht nur das aktuelle Jahr 2020, es blickt auch voraus auf das vor uns liegende neue Jahrzehnt. Unter dem Motto Age of the Senses wurden sechs Trends identifiziert, in denen das Design eine mitentscheidende Rolle einnehmen wird und muss. Festgestellt wird unter anderem eine gewisse Skepsis gegenüber technologischen Utopien. Deren Versprechen eines besseren Lebens wirkten nicht mehr so glaubhaft wie bisher, vielmehr würde „die Währung Vertrauen“ 2020 stärker als je zuvor zählen. Gleichzeitig würden Technologien wie KI und VR, die einst als Science-Fiction galten, zur Normalität. Im Retail-Bereich wird eine neue, auf Marken basierende ästhetische Zukunft für eine zunehmend digital und physisch gestaltete Welt erwartet. Den Gesundheitssystemen würde mittels neuer Tools, die unser Verhalten verändern und Kosten senken, deutlich mehr Aufmerksamkeit zukommen. Zudem werde der Planet Erde – und damit unser Lebensraum – ins Zentrum einer auf den Menschen bezogenen Gestaltung rücken, die tatsächlich Schritte in Richtung Nachhaltigkeit unternehme und Grundlagen für eine auf den Erhalt des Planeten bezogenen Ökonomie der Zukunft lege. In der Arbeitswelt würden last but not least bisherige Grenzen aufgelöst. Die Art der Arbeit werde sich verbessern, mit Folgen nicht nur dafür, wer die Arbeit erledigt, sondern auch, wie und für wen diese ausgeführt wird.


20. Januar 2020
Tistan Kobler und Barbara Holzer, Still aus Kunst hoch 2, © 3sat

Barbara Holzer und Tristan Kobler. Filmische Dokumentation

Die Kompetenzen des Büros Holzer Kobler Architekturen liegen besonders in den Bereichen Szenografie und Design, Städtebau und Architektur. Seit 2004 hat das ehemalige Liebespaar ein international agierendes und preisgekröntes Architekturbüro mit Sitz in Zürich und Berlin aufgebaut. Eine auf den ersten Blick wiedererkennbare Formensprache als Erkennungsmerkmal zu propagieren, hat Barbara Holzer und Tristan Kobler nie interessiert. Im Vordergrund ihrer Arbeit stehen vielmehr immer wieder neue Ideen und Entwurfsansätze, die einen gesellschaftlichen Mehrwert erzeugen. Privat interessiert Tristan Kobler das Wohnen überhaupt nicht. Er sagt, er könne auch in einem Schließfach leben. Barbara Holzer ist ihr eigenes Haus dagegen so wichtig, dass sie es gleich neben das Büro in Zürich gebaut hat, um Leben und Arbeiten miteinander verschmelzen zu lassen. Der TV-Sender 3sat stellt die beiden kreativen Köpfe in einer 45minütigen Dokumentation der Reihe Kunst hoch 2 vor, die bis November 2020 in der 3sat-Mediathek verfügbar ist.


20. Januar 2020
Cool white color „Lunar Regularis” der Automotive Color Trends 2019-20 der BASF , © BASF

Trend: Weiß beliebteste Farbe bei Automobilen

Für die Farblackierungen bei Automobilen ist der Unternehmensbereich Coatings der BASF international führend. Es stellt seine Kompetenzen aber nicht nur bei Farbtrends unter Beweis, es analysiert auch, wie sich die Farbauswahl tatsächlich im weltweiten Markt dargestellt hat. Wie im BASF Color Report 2019 nachzulesen, wurde bei Automobilen die Farbe Weiß im Jahr 2019 wieder einmal als beliebteste Lackierung ausgemacht. Ob auf den Highways in den USA, den Autobahnen in Europa oder den Fernstraßen in China, etwa 39 Prozent aller weltweit produzierten Neufahrzeuge sind weiß lackiert. Unterschiede gibt es in der regionalen Verteilung. Während in der Region Asien-Pazifik nahezu jedes zweite Auto weiß lackiert wird, ist es in Nordamerika und im Wirtschaftsraum EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) nur jedes dritte Fahrzeug. In der Beliebtheitsskala folgen – mit zusammen ebenfalls 39 Prozent – die Farbtöne Schwarz, Grau und Silber. Dieser Trend zeichnet sich auch im Fahrzeugsegment der SUVs ab. Kompakt- und Kleinfahrzeuge hingegen werden häufiger in bunteren Farbtönen lackiert.


20. Januar 2020
Ulrich Klenke, © Deutsche Telekom

Ulrich Klenke Markenchef bei der Deutschen Telekom

In den Rankings der Markenwerte und Markenbekanntheit deutscher Unternehmen ist die Deutsche Telekom seit einigen Jahren immer wieder weit vorne zu finden. Das Engagement der Telekom im Bereich Marke wurde in den letzten 12 Jahren von Hans-Christian Schwingen als Markenchef geführt, der das Unternehmen aber im Frühjahr 2020 verlassen wird. Nachfolgen wird ihm Ulrich Klenke, der seine Kompetenzen in der Markenführung und -kommunikation in der Vergangenheit bei Daimler und der Deutschen Bahn sowie beratend für Volkswagen einbringen konnte und die Marke Deutsche Telekom ab April 2020 leiten wird.


13. Januar 2020
Plakat aus der Ausstellung, © Zeppelin Museum Friedrichshafen

Fliegen vernetzt die Welt. Ausstellung in Friedrichshafen

Den Atlantik ohne Zwischenstopp zu überqueren, das schafften 1919 fast gleichzeitig ein Flugzeug und ein Luftschiff. Wie das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Fluggeräten am Ende ausgegangen ist und welche Folgen für unsere Mobilität daraus erwachsen sind, ist bekannt: Das Flugzeug hat den Systemkampf für sich entschieden. Die zivile Luftfahrt hat sich entsprechend rasant entwickelt. Das Flugzeug wurde zu einem Verkehrsmittel, das jeden schnell und komfortabel an fast jeden Ort der Welt bringt. Die Geschichte der Atlantiküberquerung durch die Luft ist aber nicht nur die Geschichte der Beschleunigung des Verkehrs, sondern auch der Vernetzung, der Kommunikation und des kulturellen und wirtschaftlichen Austauschs. Durch sie wurden politische Einflusszonen und merkantile Absatzmärkte erschlossen und verteidigt. Die Ausstellung Vernetzung der Welt. Pionierfahrten und Luftverkehr über den Atlantik im Zeppelin Museum in Friedrichshafen zeigt noch bis zum 3. Mai 2020 die weitere Entwicklung des Transatlantikverkehrs, wie wir ihn heute kennen. Da Fliegen energetisch aber höchst aufwendig ist und zunehmend eine Belastung für die Umwelt darstellt, stellt die Schau die Errungenschaften der Logistik zugleich zur Diskussion.


13. Januar 2020
Zukunft durch Innovation, © BMBF

Strukturwandel durch Forschung und Innovation. Drei Förderprogramme

Drei Förderprogramme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sollen künftig den regionalen Strukturwandel durch Forschung und Innovation vorantreiben. Das Programm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ fördert die Entstehung von breiten Innovationsbündnissen auch in solchen Regionen, die sonst eher selten in Verbindung mit Forschung und Innovation gebracht werden. Es soll unterschiedlichste Akteure zusammenbringen und strategische Ansätze für Forschung, Entwicklung und Innovation unterstützen. Während sich die erste Runde allein an ostdeutsche Bündnisse richtete, wird die zweite Förderrunde Initiativen aus allen strukturschwachen Regionen Deutschlands offenstehen. Bislang reichten die Projekte von Industrieautomatisierung und additiver Fertigung bis zu innovativer Bahntechnik. Für das Programm will das BMBF bis zu 250 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

 „RUBIN – Regionale unternehmerische Bündnisse für Innovation“ soll die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen sowie die Innovations- und Verwertungsorientierung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterstützen. Dazu werden anwendungsorientierte regionale Bündnisse themenoffen gefördert. Sieben bis 15 Partner können über eine bis zu siebenmonatige Konzept- und eine dreijährige Umsetzungsphase mit insgesamt 5 bis 12 Millionen Euro gefördert werden. Das dritte Programm „REGION.innovativ“ richtet sich an bestehende regionale Bündnisse, Netzwerke oder Cluster, die vor allem von kleinen und mittleren Unternehmen getragen werden. Diese sollen neue Themen und Instrumente zur Forschungs-, Innovations- und Bildungsförderung entwickeln und umsetzen. Die Programme ergänzen sich gegenseitig und stehen Bewerbern aus allen strukturschwachen Regionen in Deutschland offen. Dazu zählen etwa Küstenregionen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein, Teile des Ruhrgebiets und des Saarlands, ostbayerische Grenzregionen und die ostdeutschen Bundesländer.


13. Januar 2020
Gottfried Böhm: Wallfahrtskirche „Maria, Königin des Friedens“, Neviges /1963-68, © DAM, Foto: Steffen Kunkel, 2015

Gottfried Böhm zum 100.Geburtstag. Ausstellung in Frankfurt am Main

Am 23. Januar 2020 feiert Gottfried Böhm seinen 100. Geburtstag. Das Deutsche Architekturmuseum DAM in Frankfurt am Main feiert den Jubilar, der 1986 als erster deutscher Architekt mit dem angesehenen Pritzker-Preis ausgezeichnet wurde, vom 18. Januar bis zum 26. April 2020 unter dem Titel Böhm 100: Der Beton-Dom von Neviges mit einer konzentrierten Ausstellung zu der Wallfahrtskirche, einem seiner bekanntesten Bauten. Der von den Franziskanermönchen als zweitgrößte Kirche im Erzbistum Köln in Auftrag gegebene Beton-Dom entstand zwischen 1963 und 1968. Gegenwärtig wird das gefaltete Dach mit einer innovativen Textilbetonschicht saniert. 2005 und 2006 fanden im Deutschen Architekturmuseum große Ausstellungen zum Werk von Gottfried Böhm und seinem Vater Dominikus Böhm statt. Nun werden neue Archivfunde aus der Entstehungszeit der Wallfahrtskirche präsentiert und mit einem Ausblick auf die Zukunft verbunden. Begleitet wird die Schau von einem umfangreichen Vortragsprogramm, das unter anderem die drei als Architekten tätigen Söhne Böhms zusammenführt und Einblicke in die Technik der Betonsanierung gewährt. Auch der Film „Die Böhms – Architektur einer Familie“ wird gezeigt.


13. Januar 2020
Richard Sapper, „Static”, © Lorenz

Tischuhr Static von Richard Sapper neu aufgelegt

Der Designer Richard Sapper (1932 bis 2015) war gerade nach Mailand gezogen, wo er zunächst im Büro des Architekten Gio Ponti und anschließend für die Designabteilung des renommierten Kaufhauses La Rinascente arbeitete. 1959 begann Sapper seine Zusammenarbeit mit dem italienischen Architekten und Designer Marco Zanuso, mit dem gemeinsam er als Berater für das Elektrounternehmen Brionvega tätig wurde. Seinen ersten eignen Auftrag erhielt Sapper vom Mailänder Uhrenhersteller Lorenz, für den er die Tischuhr „Static“ entwarf. Die Uhr, die über die aberwitzige Statik eines Stehaufmännchens verfügt, brachte Sapper 1960 prompt den ersten Compasso d’Oro ein. Nach jahrelangen Anfragen wird Sappers Tischuhr nun mit neuer Technik von Lorenz wieder produziert – wahlweise in Rot, Weiß oder Schwarz sowie gebürstet oder poliert in Stahl, Gold oder brüniert. Geliefert wird die „Static“ in einem edlen Lederetui.


9. Januar 2020
Nina Sieverding und Anton Rahlwes, © form

Anton Rahlwes und Nina Sieverding übernehmen Chefredaktion der form

Mit Beginn des Jahres 2020 haben Anton Rahlwes und Nina Sieverding als gemeinsame Chefredaktion des Designmagazins form die Nachfolge von Stephan Ott angetreten. Stephan Ott hat das 1957 als „Internationale Revue“ durch Jupp Ernst, Willem Sandberg, Curt Schweicher und Wilhelm Wagenfeld. gegründete Magazin seit 2012 als Chefredakteur maßgeblich geprägt. Unter seiner Leitung und mit seinem journalistischen Anspruch ist das Designmagazin zu einem Medium designrelevanter Fragestellungen fortentwickelt worden, das über Entwicklungen des Produkt-, Industrie-, Kommunikations- und Modedesigns sowie der Designtheorie berichtet. Davor leitete Ott von 1999 bis 2012 beim Rat für Formgebung zunächst den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und war zuletzt für die Bereiche Kommunikationsstrategie und -konzeption sowie das Editorial Department verantwortlich. Peter Wesner, seit 2012 Verleger der form, sagte: „Stephan Ott wird sich verstärkt der Verbindung zwischen Designtheorie und Praxis widmen. Ich danke ihm für die jederzeit vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünsche ihm einen weiterhin erfolgreichen Weg. Ich würde mich sehr freuen, wenn Stephan Ott mit seiner Expertise der form auch zukünftig verbunden bliebe.“ Anton Rahlwes und Nina Sieverding waren schon bislang Teil des Redaktionsteams. Der an der FH Potsdam ausgebildete Designer Anton Rahlwes ist Mitgründer des Berliner Möbellabels OUT – Objekte unserer Tage, für das er unter anderem den visuellen Auftritt der Marke verantwortet, Möbel entworfen und Messeauftritte gestaltet hat. Nina Sieverding absolvierte während ihres Designstudiums in Braunschweig und Bremen Praktika bei der Stiftung Bauhaus Dessau und in der Grafik von Zeit Campus. Als Autorin und Grafikerin war sie für den Braunschweiger Zeitungsverlag, die Typo Berlin und die Berliner Festspiele tätig.


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